Hello Quadra Island.

Reist man während der Haupturlaubszeit, wird dringend empfohlen, Fähren und Busse im Vorfeld zu buchen und damit meine ich 2-3 Tage vorher, das gilt vor allem für Reisende mit einen Wagen. Für „walk ons“, also Leute, die als Fußgänger drauf gehen, gilt das in der Regel nicht. Wer sicher gehen möchte, bucht dennoch bequem online bei den BC Ferries oder bei Island Link (Bus).

Maureen brachte mich zur Fähre, das Ticket kaufen war problemlos, leider war mein Koffer mit seinen knapp 20 kg zu schwer (!) für die Aufgabe, so dass ich das mit an Deck schleppen musste, zum Glück gibt es Aufzüge, aber man ist leider dann an seinen Koffer gekettet und kann nicht einfach so überall rumlaufen. Ich habe ja ein Gottes Vertrauen in die Menschen, also spähte ich mir ein Pärchen aus, das auf meinen Koffer aufpassen durfte, , während ich mir bei Starbucks an Board einen Kaffee holte, DIe Überfahrt von Horseshoe Bay nach Nanaimo auf Van Island dauert ca. 90 Minuten. Im Hafen hat man sogar freies WLAN. Es war sonnig und wunderschön, ich sah einige Seehunde auch auch einige Delphine, leider keinen Wal 🙂

In Nanaimo musste ich 1,5h auf meinen Bus warten, da ich leider versehentlich einen später gebucht hatte, als ursprünglich gewollt, doch das war nicht schlimm, denn: Tolles Wetter, freies WLAN, genug zu essen und zu trinken. Der Bus war ein fetter GMC Truck und die Fahrt dauerte ca. 1,5 Stunden, wobei Al, der Fahrer, neben dem ich sitzen durfte, ein toller Gesprächspartner war, der mir eine Menge Tipps gab, mich ermutigte, von seinen Reisen nach Deutschland und von seiner Familie erzählte, dass er einen Enkel habe, der 2 Jahre alt ist und den er nicht gesehen hat, weil seine 18-jährige Tochter jeglichen Kontakt abgebrochen hat. Die Fahrt verging wie im Flug und schwupps, waren wir in Campbell River, im Norden von Vancouver Island, von wo ich wieder eine Fähre nach Quadra Island nahm. 

   
    
    
    
   
Und hier bin ich. Und hier bleibe ich bis Anfang September, so ist der Plan.

Ich wohne bei Mimi, sie ist eine Künstlerin, die in der Villa Kunterbunt wohnt, handwerklich unfassbar geschickt und scheinbar furchtlos ist. Sie lebt ihr die meiste Zeit alleine, da ihr Mann unter der Woche in Vancouver arbeitet. SIe hat Hühner, 2 Hähne die uns morgens wecken :), Schafe, mit denen ich meine Mühe habe, da ich sie nicht leiden kann, 2 Ziegen, ein Pferd, Charlie, das Alpaka, 3 Katzen, Hiro, einen Belgischen Schäferhund und einen Gemüsegarten, für den Eigenbedarf und für den wöchentlichen Samstags-Markt. 

   
             
   
Das Grundstück ist riesig und liegt Mitten im Wald. Nachts kann man schon mal die Wölfe hören, tagsüber sehr viel Wild sehen, im Gewässer um uns herum schwimmen riesige Lachse und auch Wale. Wir haben Seen und das Meer, 2500 Menschen leben auf der Insel, 1 Supermarkt ist auch da. 

Ich helfe Mimi mit den Tieren, die 2x am Tag gefüttert und versorgt werden, wässere morgens und abends den Garten, wir haben ihr Woll-Studio entrümpelt, in dem sie seit dem Tod ihrer Mutter im Winter nichts gemacht hat und damit wohl das Geheimversteck von Spiderman ausgehoben, meine Fresse, so viele Spinnen habe ich noch nie auf einem Haufen gesehen. ICh schätze, die 3 Katzen haben jetzt eine Menge Spaß mit dem Staubsauger 😉

Ich habe eine Holzkiste für den Knoblauch für den Markt gezimmert, mit Mimis Hilfe, aber hey, ich kann gerade mal einen Knopf annähen, damit er hält, bis ich es zum Schneider geschafft habe. Heute morgen habe ich Bohen und Erbsen geerntet. 

Ich lerne gerade eine Menge über mich, doch darüber später mehr 🙂

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