WENN ICH MEIN LEBEN NOCHMALS LEBEN KÖNNTE

von Dame Jane Goodall*


„Ich wäre im Bett geblieben, als ich krank war, anstatt zu glauben, dass die Welt ohne mich zusammenbrechen würde, wenn ich nicht an diesem Tag zur Arbeit gehe.
Ich hätte weniger gesagt und mehr gehört.
Ich hätte Freunde zum Abendessen eingeladen, auch wenn mein Teppich einige unbedeutende Flecken hatte oder die Farbe der Couch verblasst war.
Ich hätte Popcorn im ′′ guten ′′ Raum gegessen und mir viel weniger Sorgen um den Dreck gemacht, wenn jemand den Kamin anzünden wollte.
Ich hätte bei den Geschichten, die mein Vater über seine Jugend erzählt hat, genauer hingehört.
Ich hätte die „mehr“ Verantwortung mit meinem Mann geteilt.
Ich würde niemals darauf bestehen, dass die Autofenster an einem Sommertag geschlossen werden, weil meine Haare gut liegen.
Ich hätte vor dem Fernsehen weniger gelacht und geweint, als ich das Leben beobachtete.
Ich hätte mich auf das Gras gesetzt, auch wenn meine Kleidung davon Flecken bekommen hätte.
Ich hätte nie etwas gekauft, nur weil es praktisch war.
Anstatt mir zu wünschen, dass bald die neun Monate der Schwangerschaft vergehen würden, hätte ich jeden Moment geschätzt und verstanden, dass das Wunder, das in mir wuchs, meine einzige Chance im Leben war, Gott dabei zu helfen, ein Wunder zu vollbringen.
Wenn meine Kinder mich küssen würden, würde ich nie sagen: ′′ Jetzt nicht. Geh dir erst einmal die Hände zum Abendessen waschen „.
Es gäbe mehr: ′′ Ich liebe dich „. Mehr ′′ Sorry“.
Aber mehr als alles andere, wenn ich nochmals eine andere Chance hätte, würde ich jede Minute nutzen, um meinem Leben wirklich Aufmerksamkeit zu schenken, intensiver zu leben.
Hör auf, dich um unbedeutende Dinge zu sorgen. Schenke niemanden, der dich nicht mag, deine Aufmerksamkeit.
Fühle und schätze stattdessen die Beziehungen, die du mit denen hast, die dir und deiner Seele gut tun.“

*Dame Jane Goodall – ist eine britische Verhaltensforscherin, die 1960 begann, das Verhalten von Schimpansen im Gombe-Stream-Nationalpark in Tansania zu untersuchen. Um für den Erhalt der Habitate der Primaten und damit für den Schutz ihrer Arten zu werben, gründete sie das Jane-Goodall-Institut, das Behandlung und Verständnis der Primaten durch öffentliche Bildung und rechtliche Vertretung zu verbessern sucht, die Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinden stärken will und junge Leute für diese Aufgaben gewinnt und ausbildet. (Quelle Wikipedia)

Hass ist hässlich. Hass macht hässlich.

Am 21.10.2010 ging die erste „Fanpage“ der #Telekom auf #Facebook online, ich war live dabei, drückte quasi auf „veröffentlichen“ und hatte Tage und Nächte zuvor Bauchschmerzen vor Aufregung. Positiv und negativ. Die Telekom öffnet sich dem Dialog. Keine Briefe, Faxe und Mails mehr, in denen mehr oder weniger berechtigte Kritik, Unmut, Ärger an uns herangetragen wurden. Öffentlicher Dialog, keine Einbahnstraße mehr. Kommunikation auf Augenhöhe und so.

Jetzt würde alles sichtbar werden.

Eine love brand waren wir damals (noch) nicht, also war ich auf alles gefasst.

Wie naiv ich doch war von mir auf andere zu schließen. Wir gaben damals viel Geld dafür aus, um das Follower:innen Wachstum zu treiben: Aktionen, Gewinnspiele, was man damals so auf Facebook machte. Die ersten Wochen habe ich das Community- und Issue-Management noch selbst gemacht, kannte gefühlt jeden Fan beim Namen/Nick.

Es gab Lob, es gab Kritik – überwiegend fair und absolut okay, gerechtfertigt, konstruktiv, lösungssuchend.

Es gab jedoch auch Hass. Zunächst waren wir etwas reserviert, entschuldigten uns viel, lernten, schluckten persönliche Gefühle runter, experimentierten, entschuldigten uns, argumentierten, schlichteten. Egal wie krass, unhöflich, verletzend der Ton war. Täglich hing der Finger unzählige Male über dem „Kommentar löschen“-Button, aber wir hatten uns Guidelines und Prinzipien aufgestellt. Auf keinen Fall Zensur, immer transparent – wir waren die ersten auf dem deutschen Telko-Markt, niemand da, von dem man sich was abspingsen konnte.

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Wir merkten schnell, dass es eine bestimmte Art von Kommentaren gab, es waren die, denen es nicht um eine Lösung ging, sondern um das Rumstänkern, Motzen, Draufhauen.

Es wurde immer mehr, die Teilnehmerzahlen auf Facebook stiegen und damit auch die Anzahl der Trolle, ein regelrechter Volkssport anonym abzustänkern, mit Kündigungen zu drohen (können auch Nicht-Kunden) und mit Gewalt.

„Don’t feed the troll“ auf die Innenseite der Linse gebrannt, änderten wir die Strategie. Wir sind die Telekom. Wir sind keine Roboter, sondern echte Menschen, die sich der Kritik stellen, die Lösungen suchen und anbieten, die mit #Telekomhilft die Ersten waren, die Service mit 140 Zeichen auf Twitter gemacht haben und oft (schlecht) kopiert wurden, als man merkte: Oha, da müssten Profis dran, da muss eine komplette Einheit hin, geschulte Mitarbeiter:innen die auch Deeskalation können.

Wir fütterten nicht mehr, wir entschuldigten uns einmal und suchten nach Lösungen. Ging der Ton unter die Gürtellinie, wiesen wir auf unsere #Netiquette hin, baten um einen anderen Ton und eine sachliche Darlegung des Problems. Und blockierten auch, meldeten wenn nötig. Und fingen an uns mit dem Thema „Hass im Netz“ auseinanderzusetzen, denn als Deutsche Telekom sind wir diejenigen, die die meisten Menschen mit dem Netz versorgen, welches sie nutzen, um z.B. positive Bewertungen zu schreiben oder leider auch um Hass zu säen.

Was mir wichtig ist in dem Zusammenhang: Hass kann jeden treffen. Ob privat oder wie in dem Fall beruflich als Ambassador eines Unternehmens, als der Mensch, der die größte Wut und den Ärger der Kund:innen abbekommt und er prallt nicht ab an uns, wir sind nicht aus Teflon.

Diese Kommentare da oben sind genauso hässlich und verletzend wie sie es schon 2010 waren. Ein einzelner Kommentar geht vielleicht unter, aber die Masse macht das Gift. Das Schlimme daran ist, dass die Menschen, die diese Kommentare heutzutage schicken, nicht mal mehr anonym sind.

Bei all der KI sitzen immer noch überwiegend Menschen dort und beantworten diese Kommentare, sind diesen ungefilterten Worten ausgesetzt. „Nimm es nicht persönlich“ reicht nicht. Reichte noch nie.

Ich danke all den tollen Kolleg:innen ,die jeden Tag aufstehen und sich dem aussetzen, stets bemüht und sehr erfolgreich darin, eine Lösung zu finden und Zufriedenheit herbeizuführen.

I

Be kind to one another.

Und lasst uns niemals aufhören, uns für ein Netz ohne Hass einzusetzen. Greift ein und helft, wenn ihr eskalierende Menschen seht. Bedient euch der Werkzeuge der jeweiligen Plattformen, um Hass zu melden. Und wenn das nicht hilft, bring es zur Anzeige.

Das geht gut bei HateAid, Ichbinhier oder Online Strafanzeige

Good things

Mein Verhalten in sozialen Netzwerken hat sich geändert in Bezug auf Bewertungen und Kommentare. Sprache ist Macht: Ich überlege, wenn ich etwas kritisieren möchte, was der Grund dafür ist und wie ich das konstruktiv formulieren kann. Außerdem schreibe ich positive und gute Bewertungen: Für Restaurants, wenn der Service und das Essen gut waren, bei Jameda, wenn ich mich von Ärzt:innen gut versorgt fühlte oder bei Marken, wenn das Päckchen besonders schnell versendet wurde oder und da drin etwas Persönliches stand.

Und wie sieht Deine positive-negative Kommentare ratio aus?

Peace and out,

Meg

Unsere Initiative gegen Hass im Netz

Header-Bild by @daskritzelt

Mode für Plüschige.

Um gleich zu Anfang etwas klarzustellen:

Hallo, ich heiße Meg und nach der polnischen Definition bin ich „plüschig“, wenn es um meine optische Erscheinung geht. In Amerika würde man „curvy“ oder „plus size“ sagen, in Deutschland heißt es, ich trage „Große Größen“, denn in meinem Schrank hängen Kleidungsstücke in den Größen 46-52 oder auch M-2XL, nicht etwa, weil ich noch hoffe in die „kleineren“ zu passen oder gerade nicht mehr in die „größeren“ passe, sondern weil im DIN-Norm Land eben nicht alles genormt ist.

Mein Problem mit der Sichtweise oder Definition von „curvy“ ist die folgende:

If curvy = größere Brüste, okayer Bauch, nices Becken, prächtiger Arsch then curvy = 😍

Doch curvy, bzw. große Größen sind so vielfältig und unterschiedlich. Große Größen sind: Doppelkinn und kurzer Hals, weshalb Rollkragenpullover oder „Standard“-Halsketten zu kurz sein könnten, breite Schultern, dickerer Oberarme und Handgelenke, weshalb „Standard“-Armbänder oder Uhren nicht passen (Alter, Smartwatches, für die ich extra Armbander kaufen muss!), dickere Finger für die „Standard“-Ringe nicht passen. Große Brüste, aber auch mehr UNTERBRUST, weshalb 80E, liebe Tchibos, nicht „große Größen“ ist. (Ironie: Bazookas wie 2 Heißluftballöners, aber Umfang 75, echt jetzt?). Hüften mit Lipödemen oder Waden wie meine, auf die Hummels neidisch wäre. Und dann ist es nicht mehr 😍 sondern schnell 😔

Ich bin 178 cm groß, habe keine Kurven wie eine Marilyn Monroe, die eine „typische“ Sanduhr-Figur hatte mit schmaler Taille, relativ großen Brüsten und einer wundervoll geschwungenen Hüfte, die am Ende mit schmalen Fessel endete – ich bin ein H-Männchen, wenn man so will. Mein Kreuz ist recht breit und dann laufe ich so gerade runter. Warum ich das so beschreibe? Das ist wichtig, wenn wir gleich über Mode für „plüschige curvy große Größen“ sprechen, denn es gibt einen Unterschied zwischen einem „curvy“ wie bei Marilyn Monroe die eine „hourglass figure“ – also ein X hatte – und Frauen mit anderen Körperformen:

Figurtypen
Quelle: Sheego

Wenn es darum geht als plüschige (ich bleibe bei dem Wort für MICH und bitte sich nicht daran zu stören, wenn ihr euch nicht so seht) Frau Kleidung zu kaufen, ist es erstmal wichtig zu verstehe, wo ich eingeordnet werde. Die meisten Online-Shops/Marken führen Mode für mich in einer separaten Rubrik, meist unter „Damen“ und dann „Große Größen“, auf Seiten von ausländischen Betreibern eher unter „Plus Size“ oder „Curvy“. Viele stören sich daran, da sie sich selbst nicht in diese Schubladen stecken lassen möchten und wären lieber einfach „Damen“. Andere sind froh, dass sie dadurch direkt wissen, ob sie auf der Seite ggf. fündig werden oder nicht.
Weiterhin ist es interessant und gut zu wissen, ab wann frau denn nicht mehr „Damen“ ist, sondern eine eigene „Sub-Kategorie“. Das ist sehr unterschiedlich. Bei einigen Online Shops/Marken ab einer M, die woanders einer 42/44 entspricht, bei anderen aber einer 46. Aber daran hängen wir uns nicht auf. Ihr wolltet ein paar Empfehlungen und die werde ich euch nach besten Wissen und Gewissen geben, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Es gibt sicher noch mehr Shops und Marken, doch entweder mag ich sie nicht oder ich habe andere Gründe sie nicht genannt zu haben. Und da ich so gut es geht versuche nachhaltig zu leben, bin ich ein Fan davon nur dann etwas zu kaufen, wenn entweder etwas Altes/Kaputtes ersetzt werden muss oder anderer Bedarf (Größenveränderung) besteht.
Ich kaufe nicht aus Spaß an der Freude, nicht um Modetrends zu entsprechen und erst Recht nicht, weil etwas gerade im Angebot ist. Bei meiner Größe und Geschmack kann ich außerdem leider nicht immer nur nachhaltig produzierte Kleidung/Schuhe kaufen, deshalb verzeiht mir, wenn einiges nicht diesen Ansprüchen genügt.

Legen wir los, Reihenfolge nach %ualem Anteil in meinem Schrank.
Kategorien:
Kleidung
Sport/Unterwäsche
Schuhe

Kleidung:

Zizzi
Dänische Marke, die eine Dependance in Deutschland hat, weshalb Sendungen aus D kommen und Rücksendungen nach D gehen. Zeitgemäße und sehr gut durchdachte Mode und Schnitte für plüschige Figuren, nicht einfach nur adaptiert, sondern durchdacht. Mit fast wöchentlich neuen Artikeln, decken die komplette Bekleidungspalette ab (inkl. Umstandsmode), machen den größten Teil meines Kleiderschrankes (bis auf die Unterwäsche) aus. Ich kenne die Marke aus einem Dänemark-Urlaub von vor 10 Jahren und trage noch Kleidung, die ich damals gekauft habe. Solide Qualität, Sportkleidung aus FUNKTIONSMATERIALEN und nicht aus reiner Baumwolle, was ich persönlich immer favorisiere, da ich nicht gerne Baumwolle vollschwitze.
Tolle Online Guides für Größen und Figuren.

Nichts zu beanstanden.

Navabi

Update:

Der Shop ist wieder da mit neuen Marken, unter anderem Evans (siehe weiter unten im Text), die man über die Evans-Seite aus UK nicht bestellen kann, dafür aber über Navabi 🙂
Was ich an diesem Shop mag: Bestellung und Rücksendung innerhalb von Deutschland und auf Rechnung möglich – mag ich am liebsten. Gute und durchdachte Schnitte für alle Körperformen, wunderschöne Kleider UND Schuhe für breitere Füße. And I mean it!

H&M

Dort werde ich unter „Damen“ – „Große Größen“ fündig. Allerdings vermeide ich es dort einzukaufen, denn H&M hat in meinen Augen zwei große Probleme, wenn es um Kleidung für meinen plüschigen Körper geht:

  1. ALLE Shirts sind BREITER als sie lang sind und das kann ich nicht leiden.
  2. Schnitte: Diese sind oft sehr oversized, überschnitten, in der Kleidung sehen die Models absolut unförmig aus, alles wird überdeckt, kaschiert (bis auf die Skinny Jeans, die klein(er) ausfallen, dafür absolut 0,00 etwas für Waden sind. Wie gesagt, jeder wie er möchte, für mich ist das nichts.

Dafür sind ihre Sport-Basics solide und langlebig. Ich habe zwei Sport-Funktionsjacken die echt durchdacht sind, was Längen/Armlängen angeht und die Tatsache, dass Brüste UND Bauch reinpassen müssen und unter Umständen auch der Hintern. Ihre Sport-Longsleeves sind okay, auch die Funktionsstoffe.

Sheego

Mode von 44-58 – man muss ich also nicht „extra“ suchen, alles für uns! Sheego arbeitet viel mit Influencerinnen, die sich mit dem Thema bodyshaming, bodyacceptance beschäftigen, z. B. Ilka Bessin bekannt als Cindy aus Marzahn oder Jules Schönwild.

Was ich an Sheego mag ist, dass man hier viele unterschiedliche Frauen sieht, die die Mode tragen. Nicht „one fits all“, sondern unterschiedliche Körperformen. Ich würde mir noch mehr Divesität wünschen, welche nicht nur in den Kampagnen sichtbar ist, sondern auch auf den Bildern im Shop. Dafür haben die Unterwäsche Models wenigstens etwas mehr Bauch.

C&A

„Damen“ – „Große Größen“ bis 60/62

Gute und solide Basics, würde ich sagen. Ich persönlich finde sehr selten etwas dort, was meinem Geschmack entspricht. deshalb kann ich nicht viel mehr dazu sagen, außer dass sie sehr viel mit Bio-Baumwolle werben, worüber ich bereits auch etwas kritisch schrieb.


Zalando-Sammlung an Marken. Ich mag Zalandos Firmenpolitk nicht. 2018 gab es einen Artikel darüber, dass Zalando keine Frauen in der Führungsetage möchte. Daraufhin löschte ich meinen Account. Ich habe wieder einen, denn für mich ist Zalando die beste Suchmaschine für Marken, die auch Mode für mich machen. Dort fand ich diese, von denen ich einiges im Schrank habe, aber nicht viel nachkaufen muss, denn das Zeug hält ewig.

Anna Field Curvy – BASICS aber die sind aus tollen Stoffen, ihr ahnt bereits, dass ich kein 100% reine Baumwolle Fan bin, deshalb mag ich Anna Field, toll geschnittene Oberteile für mich, denn ich liebe und brauche V-Ausschnitte und Wasserfallkragen, alles andere mag ich nicht. Günstige Mode, die langlebig ist.

Ralph Lauren Woman

Pricey, no need to talk about it. Aber giiiiiirl, sind das tolle Schnitte und Stoffe. Ich fühle mich gleich 2 Grad heißer, wenn so ein Kleid meinen Körper umschmeichelt. Da wird an alles gedacht, ein kleines „Gewicht“ beim Wasserfallkragen, damit er bleibt wo er soll, perfekte Schnitte um meinen Bauch zu kaschieren, dafür die Bazookas zu betonen. Hier habe ich 100%ig das Gefühl, dass man sich vorher Gedanken gemacht hat, wenn ich die Länge der Ärmel bei Kleidern sehen, die dort aufhören, wo Arme am breitesten sind, um sie schmaler wirken zu lassen. Falls ihr wisst, was ich meine? Ah, Blog, sie können nicht antworten.

Ulla Popken

Der Quelle-Katalog unter den PlusSize Shops. Gibt es gefühlt schon immer. Absolut nicht mein Stil.
Was geht: BH – die haben ich eine zeitlang nur getragen und die Badeanzüge. Und die Tatsache, dass sie echt ALLES haben: Inkl- Schuhe, Stiefel, Dirndl, Ski-Kleidung.
Was nicht geht: Alles andere. Teilweise echt hässliche Muster und Schnitte. Eher klassisch-altbacken für meinen Geschmackt, auch wenn sie mit ihrer „Studio Untold“-Marke bunter und „frecher“ (🙄) geworden sind. Allerdings erinnert mich diese Sparte eher an die 80er oder wann ist Cindy Lauper durch die Straßen gehopst und hat „Girls just wanna have fun“ gequietscht?

Was 2x nicht geht: Deren Sportkleidung. Glitzer, Pailletten und BAUMWOLLE. Neuerdings immer mehr Funktionskleidung, ich bin nur nicht der Typ für laute und auffällige Farben und Schnitte.

Snag

Strumpfhosen- wer gute und langlebige und nicht langweilige und nicht ONE SIZE fits allen Längern, Formen und Dellen möchte, sondern echt durchdachte Konzepte, der kommt nicht an Snag Thights vorbei. Werden sehr liebevoll verpackt in Papier, einzeln, mit Handkuss und so. Schaut euch die Größe genau an, falls ihr euch vertut, gibt es Ersatz. Was sie in meinen Augen NICHT können: Bademode. Außer Du willst Deine Bazookas und alles andere open airen.

Was sie 100% ❤❤ machen: Ihre Models sind der absolute HAMMER!

Tchibo – herrjeh. Es ist eine Hassliebe zwischen uns. Für mich ist es jede Woche eine neue Welt an Scheiß, den die Welt nicht braucht und der in Schubladen verstaubt, latente Träume aus Unmengen von Plastik und ja, ich weiß, sie machen viel aus Meeresplastik, etc. aber hey, graue Energiebilanz und so.

Was die Mode angeht: MANCHMAL haben sie auch was für uns Plüschis. Ich habe allerdings nur einen Mantel von ihnen, falls ihr jemand einen kaufen möchte, ich verkaufe ihn gerade. DM me 😉


SPORT
Darüber habe ich einen separaten Beitrag geschrieben, in dem ich mir einige Marken vornehme wie z. B. Nike, Puma oder Ulla Popken. Lesenswert. Zum Glück gibt es auch einige gute Beispiele.


OnlyPlay Curvy – 90% meiner Laufhosen (Leggings) ist von denen. Ich LIEBE die Qualität, die Stoffe, die Tatsache, dass ich mich darin sicher, trocken und gut gekleidet fühle. Und sie sind absolut erschwinglich, die Größen authentisch. Die Oberteile sind mir in der Regel etwas zu kurz. Leider. Aber da ist Geschmackssache.
Zizzi – FUNKTIONSKLEIDUNG – Yay!

Nike

Darüber habe ich bereits echt ausführlich geschrieben. Wie aufgeregt ich damals war, als sie die Sportklamotten rausgebracht haben und die groß die Enttäuschung war. Was sie allerdings können: Sporthosen. Denn die sind langlebig, mega gut, squat-proof, denn im Schritt ist ein „Dreieck“ statt einfacher Naht. LOVE IT! Alle Shirts sind breiter als sie lang sind und furchtbar eckig geschnitten, am Hals für mich viel zu hoch. Die Sportjacken sind zu kurz, zu viel „bauchfrei“. No. Just don’t do it.


Sport BH Anita

Für mich die besten und einzigen Sport-BH, die man kaufen kann. Da hält alles, ich habe zwei einzelne Brüste, die wohlig sanft in den Körbchen liegen, no boobies sweat … perfekt. Etwas teuer, aber langlebig bei guter Pflege.

AUSLAND

Erwähnenswert, weil TOLLE Kleidung, aber leider BREXIT und auch wenn man bei einigen weiterhin kaufen kann und sie auch (teilweise) kostenlos liefern, die Rückgabe ist leider meist auf eigene Kosten und etwas kompliziert. Es gab Zeiten, da trug ich fast NUR Schuhe von Evans, da sie auch für breite Mauken tolle Sandalen und Boots hatten. Seit Brexit leider nichts mehr bestellt. Hier müsst ihr etwas aufpassen: Viele Shops versenden auch zu moderaren Preisen nach Deutschland, die Rücksendungen haben es jedoch je nach Shop in sich, da ihr auf eure Kosten ggf. ins europäische Ausland sendet.

Ich wünschte es gäbe mehr solcher Shops/Styles in Deutschland, da sind uns die Insulaner in puncto Mode voraus und trauen sich mehr, vor allem sind es keine Adaptionen, sondern authentische Schnitte.

Es lohnt sich aber immer nach diesen Marken auf SecondHand-Seiten zu suchen und Zalando führt die Marken teilweise auch.
Evans
Yours clothing
Dorothy Perkins
New Look

Schuhe

Weitschaftstiefel – und wenn ich sage WEIT, meine ich WEIT – Ulla und Sheego haben auch welche, aber that’s the real shit: Echtes Leder, super Qualität. Größen bis 44, Wadenumfang bis 61 fucking Zentimeter.

Ah und noch etwas zu sehr großen Füßen oder sehr kleinen Füßen – für Männer und Frauen:

Schuh Kauffmann

Periodenunterwäsche

Großer Fan davon für diese besonderen Tage. Entweder komplett als Ersatz für Tampons und/oder Binden oder unterstützend. Was ich an einigen Marken ganz besonders mag: Sie bieten Unterwäsche nicht nur für die Periode an, sondern auch für andere Fälle, wo es etwas mehr Schutz braucht: Niesanfälle während einer Erkältung oder Heuschnupfens – wer kennt es nicht? Ein paar Tropfen finden ihren Weg raus. Oder aber der Schweiß beim Sport, den ein besonderes Höschen oder neuerdings auch BH auffangen kann.

Hier kann ich euch 3 selbst erprobte Marken ans Herz legen, in der von mir favorisierten Reihenfolge, wobei alle Höschen getan haben, wofür sie gekauft wurden, hat man eben so Favoriten 😉

Modibodi – inkl. Sportkleidung von Puma für besondere Bedürfnisse 🙂
Taynie
Ooia

Periodenunterwäsche ist in der Anschaffung teurer – absolut. Hält aber auch länger und reduziert auf Dauer definitiv die Müllberge, die Du sonst mit Tampons und Binden anhäufst. Es lohnt sich für den Anfang mit einem Höschen anzufangen, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Vielleicht erst für den schwächeren Tag der Blutung unterstützend, bis Du Dich damit sicherer fühlst.

Und zu guter Letzt – kauft gebrauchte Kleidung, sicher ist in den plüschigen Größen nicht alles zu kriegen, aber fast alles. Und ja, manche Hosen haben pilling (haben übrigens kleine(re) Größen auch), aber wegschmeißen wäre tragisch. Hier gibt es gute Angebote wie Vinted, Zalando Pre-owned, momox Fashion, eBay Kleinanzeigen oder WhatsApp, Instagram, etc. 🙂

Puh, das war mehr als ich dachte und ich hoffe, diese Übersicht hilft euch in Zukunft ein wenig. Ich werde diese Sammlung mit der Zeit anpassen. Ggf. ändere ich meine Meinung bei einigen Shops, vielleicht kommen einige dazu. Sicher gibt es noch mehr Shops und ich weiß auch, dass Aldi, Lidl, BonPrix, HappySize etc. auch Mode in großen Größen führen, aber das trifft selten meinen Geschmack und nur den kann ich euch hier wiedergeben.

Trag was auch immer Du tragen möchtest und worin Du Dich wohl fühlst.

Liebe Grüße
Meg

Ich verkaufe meine Sachen auf Vinted.

Kennst Du das auch?

Kennst Du das auch, zu wollen, aber nicht zu können? Hinaus zu wollen oder hinein, aber nicht vom Fleck zu kommen, sondern regungslos auf der Türschwelle zu stehen und weder vor noch zurück zu können?

Kennst Du das auch, dieses Echo innen drin, welches ein Wort, einen Satz, immer und immer wiederholt, endlos aneinander gereiht, ein Singsang, ein Kanon, der keinen Anfang hat und kein Ende?

Kennst Du das auch, zu wissen, wie ein Buch endet und doch vom Ende überrascht zu sein?

Kennst Du das auch, dieses Verlangen nach Ruhe und Lautlosigkeit und die Unerträglichkeit, wenn die ersehnte Ruhe sich dann endlich einstellt?

Kennst Du das auch, das Gefühl, dass der innere Kompass verloren gegangen ist? Kennst Du das auch?

Kennst Du das auch, diese innere Unruhe, die Sorge um das innere Gleichgewicht, welches durch einen Augenblick Freude durcheinander geraten könnte?

Kennst Du die Enttäuschung, wenn Wünsche nicht an die Realität reichen, auch wenn man Abstriche macht und hofft, während ein Gefühl im Bauch zu grollen beginnt?

Kennst Du das auch, wenn der Wunsch endlich in Erfüllung geht, man jedoch plötzlich am liebsten zurück rudern würdet?

Kennst Du das auch?

Verdammtnochmal, wann habe ich eigentlich zugestimmt, erwachsen werden zu wollen?

… kennst Du das auch, am Ende eines langen Tages nach Hause zu kommen, erfolglos den Versuch wagend, den Bienenstock im Kopf vor der Tür lassen zu wollen und dennoch zu wissen, es hat sich gelohnt?

Meg, August 2009 – ruhelos.

Lügen.

Vor der Wahrheit kommt die Lüge. Oder danach. Angeblich lügen wir verdammt oft. Mal ehrlich, wie oft habt ihr heute schon gelogen? Gar nicht? Kein einziges Mal? Nicht mal eine kleine Notlüge?

Gern und oft wird behauptet, dass wir rund 200 Mal am Tag lügen.

Einen Beweis dafür gibt es jedoch nicht, vermutlich ist diese Aussage ebenfalls eine Lüge, denn sonst würden Frauen per se öfter lügen als Männer, es sei denn, es zählt nur die Gedankenlüge.

Es gibt die unterschiedlichsten Gründe für eine Lüge, sogar den ein oder anderen ehrenwerten, gut gemeinten, fast liebevollen Grund, denn wir lügen oft aus Rücksicht vor den Gefühlen unserer Mitmenschen. Wir belügen sie bei ihrer Frage nach der neuen Hose, Frisur, Freunden, wir belügen sie bei der Antwort auf ihr “Kannst Du am Wochenende beim Umzug helfen?” und wir belügen sie, weil wir ansonsten eine Beziehung aufs Spiel setzen würden. Heißt das nun im Umkehrschluss, dass wir lieber eine Lüge in Kauf nehmen, als die pure Wahrheit ins Gesicht gesagt zu bekommen? Kalkulieren wir die Lügen bereits in unsere zwischenmenschliche Kommunikation und schließen vom eigenen Verhalten auf der des Gegenübers?

Forscher wollen herausgefunden haben, dass wir zu rund 25% aus prosozialen Gründen lügen, also im Interesse des Gesprächspartners, weil wir ihm dadurch Sorge und Leid ersparen wollen – was mich zu meiner Frage von oben zurück führt: Wollen wir das im Gegenzug auch?

Claudia Mayer, Herausgeberin des Buches “Lob der Lüge” (recht interessant!) sagt: “„An einem lügenlosen Tag würden wir viele Mitmenschen vor den Kopf stoßen oder sehr unglücklich machen – und würden selbst einsam, arbeitslos und pleite.“

Ich denke, sie hat Recht, denn ich habe heute versucht, nicht zu lügen. Das ist anstrengend, denn man muss jede Antwort/Aussage vorher durchdenken, überdenken … und ja, man stößt mit der Wahrheit, auch wenn sie meist dazu dienen soll, das Gegenüber vor Spott, Pleiten und Peinlichkeiten zu bewahren, die Menschen vor den Kopf.

Ich bin der Meinung, dass das Lügen menschlich ist, dass wir bereits mit einem Lügen-Zentrum auf die Welt kommen, auch wenn die Fähigkeit auch in der Tierwelt zu finden ist (Affen lösen einen falschen Alarm aus, um leichter an ihr Essen zu kommen), sind wir Menschen die wahren Lügenbarone.

In der Beziehung, Freundschaft, bei der Jobsuche (Bewerbung) und auch unter dem Weihnachtsbaum. Ich spreche nicht von den notorischen Lügnern, die wirklich krank sind, ich spreche von den bis zu 200 täglichen Lügen, die uns, ohne dass sie uns im Hals stecken bleiben, leicht über die Lippen kommen. Spontan, ohne böse Absicht. Macht sie das … besser?

Es gibt Lügen und es gibt Lügen: “Die Erde ist eine Scheibe” ist keine Lüge, sondern schlichtweg falsch. Eine gute Lüge sollte nämlich nicht als solche enttarnt werden können. Lügen wir also erfolgreich, ist es an sich keine Lüge, sondern in den Augen des Adressaten die Wahrheit.

In jedem Fall hat die Lüge ihren Preis: Selbst den nicht ertappten Lügner plagt meist das schlechte Gewissen, den ertappten treffen schwere Vorwürfe. Auch wenn man es mit der Lüge nur gut gemeint hat, man sollte im Nachhinein besser die Klappe halten, denn am Ende des Tages gibt es immer 2 Verlierer.

Mein Experiment scheiterte bereits gegen 11 Uhr, als ich mich wieder dabei ertappte, dass ich log. Auf 200 wäre ich wohl nicht gekommen, aber bis 11 Uhr hatte ich bereits 12.

Zum Glück habe ich kein wesentliches Gesichtsmerkmal von von Pinocchio geerbt 🤥





Danke.

 

Unbenannt

 

„Danke“

Manchmal um ein „verlegenes“ Emoji ergänzt oder ein Herz oder ein Ahornblatt.
„Danke“ als Antwort auf Komplimente, Danksagungen und einen Brief, den ich neulich von Alex bekommen habe.

Ich hätte gerne das Wort „selbstlos“ (Duden: Nicht auf den eigenen Vorteil bedacht; nicht eigennützig; die eigenen Bedürfnisse, Belange vernachlässigend) erfunden und es davor geschützt, dass es eine Art „Empore“ bekommt, sondern so beibehalten, wie es gemeint ist. Aber dann doch erweitert, denn es folgt einem Bedürfnis: Jede meiner Taten entspringt einem Bedürfnis, in dem Fall existierende Dinge so einfach wie möglich zusammen zu bringen und zur Verfügung zu stellen. Vielleicht bin ich in dem Fall eine Art Erfinder, der jedoch nichts Haptisches erfindet, sondern Impulse in der Hoffnung, dass sie Gutes bewirken. Ich sehe ungenutzte Potentiale wie Adern und Energieimpulse in sozialen Netzwerken und möchte sie abschöpfen, die Aufmerksamkeit der Nutzer auf etwas lenken, dass uns ggf. wieder auf andere Werte besinnen lässt. Hilfsbereitschaft, etwas mehr Selbstlosigkeit, Zuversicht, Hoffnung, Freude am Schenken und beschenkt werden. Ich brauche ein Wort, welches ausdrückt, dass man etwas macht, weil es aus einem raus muss, weil eine innere Stimme souffliert, dass man es tun muss und am liebsten hätte ich dann einfach nur, dass es angenommen wird, aber ohne Dank und Anerkennung des Menschen dahinter, in dem Falle meiner Person. Noch lieber hätte ich die Eigenschaft, mit dem Dank umgehen zu können, wie er ihn verdient hat.

Lieber Alex, Dein Brief hat mich wahnsinnig gefreut. Er hat unzählige Denkprozesse in Bewegung gesetzt. Er machte mich verlegen, sehr verletzlich und auch ein wenig stolz (letzteres ist ein recht neues Gefühl in meinem Gefühlsportfolio).

„Du versuchst aufzuklären, zu informieren und zu sensibilisieren, aber nicht zu missionieren. „

– das. Genau das erhoffe ich mir, denn weder bin ich ein Pionier noch in irgendwas extrem vorbildlich, ich lerne jeden Tag dazu, ich scheitere, probiere aus, lerne, falle auf die Nase, stehe wieder auf und versuche weiter. Lerne dabei wunderbare Menschen kennen und ihre Lebensweisen und Philosophien, in dem Fall ist das Internet ein Segen für mich – all das geballte Wissen, leider auch Halbwissen und die Erkenntnis und Freude darüber, dass ich viele „Komplizen“ habe, die sich auf diese Reise mit mir einlassen. Die Dinge mit mir gemeinsam ausprobieren, die mit mir scheitern, die Tipps geben und motivieren. Die neuen Sichtweisen aufzeigen und die mir vertrauen, ohne mich zu kennen. #hand2hand oder #wish2hand wären ohne etwas Grundvertrauen in das, was ich mir das ausgedacht habe, niemals was geworden. Dafür danke ich Dir – für all Deine Unterstützung ❤ und allen anderen auch.

Danke für Deine Zeit, Deine bewegenden, sensiblen Worte, die mich tiefer berührt haben, als ich mir das eingestehen möchte, aber werde. Denn auch das gehört zu meinem Prozess.

Weißt Du, ich habe so wunderbare Nachrichten von Menschen bekommen, die mir gedankt haben und ich saß davor, unfähig diesen Dank anzunehmen, wohl wissend, dass ich es diesen Menschen schuldig bin, zumindest zu antworten.

„Danke“

Manchmal um ein „verlegenes“ Emoji ergänzt oder ein Herz oder ein Ahornblatt.

Ich wünsche mir, dass ich eines Tages in der Lage sein werde, das besser zu machen.

Danke,
Deine Meg

 

Konsumwahnsinn.

Milben-Handstaubsauger, elektrischer Bodenwischer. Grobschmutztücher, Fenstertücher, Poliertücher, Fenstersauger, Trockentücher, elektrische Reingungsbürste, Fugenbürste, Premium-Staubtücher, Heizkörperbürste, Grobschmutz-Schuhsohlen-Reinigerbürste, Auto-Windschutzscheiben-Reiniger-Bürste, Flaschenreinngungsbälle …

Ich könnte jetzt stunden- oder seitenlang so weitermachen. Oder ich schreibe einfach „WTF“?

Versteht mich nicht falsch, ich mag gutes Werkzeug um Dinge sauber zu machen. Lappen, die nicht fusseln und einen Staubsauger, bei dem ich den Dreck nicht selbst aufheben und hineinwerfen muss. Was mich allerdings bei all diesen Produkten stört: Sie sind unnötig und vergleichbar mit dem CakePops-Maker, Waffeleisen, Sandwichmaker, Zuckerwattenmaschine, Popcornmaker, elektrischem Vakuum-Weinverschließer, etc. pp., schimmeln sie allesamt in den Tiefen der Küchenschränke. Kann mir ja egal sein, wenn man den Platz dafür hat, bitte schön. Doch dafür werden Ressourcen verschwendet.
Einerseits bietet der Kaffee-Riese, der vermutlich den geringsten Umsatz noch mit Kaffee macht, sehr viel Kleidung aus Bio-Baumwolle und unternimmt laut der Firmenwebsite viel zum Thema Nachhaltigkeit, andererseits all diese unnötigen Produkte aus Plastik, also aus Erdöl.

Ich bin 43 Jahre alt und schaffe es meine Wohnung mit Hilfe eines Staubsaugers, eine Wischmops inkl. faltbaren Wischeimers von Tchibo, einer Toilettenbürste und 3 Lappen sauber zu halten. 3 Lappen sind es, damit ich die Küche nicht mit dem gleichen sauber mache, wie die Toilette. 2 der Lappen sind ein alter Kissenbezug aus Baumwolle, den ich noch behalten habe, um bei Bedarf mehr Lappen daraus zu schneiden.

Ich schaffe es auch mich selbst sauber zu halten, ohne zig Geräte.

Sicher, manchmal träume ich von einem elektrischen Teleskop-Socken-Flusen-Entferner für zwischen den Zehen oder einem weichen Entpoppeler in einem zarten Mintgrün, aber ich finde auch, dass der Mensch Träume braucht.

Hand aufs Herz: Was hast Du Dir gekauft und was vermodert jetzt in Deinem Schrank?

Vielleicht wirst Du es ja bei Twitter mit dem #wish2hand los 🙂

Beginnings.

You start dying slowly
if you do not travel,
if you do not read,
If you do not listen to the sounds of life,
If you do not appreciate yourself.

You start dying slowly
When you kill your self-esteem;
When you do not let others help you.

You start dying slowly
If you become a slave of your habits,
Walking everyday on the same paths…
If you do not change your routine,
If you do not wear different colours
Or you do not speak to those you don’t know.

You start dying slowly
If you avoid to feel passion
And their turbulent emotions;
Those which make your eyes glisten
And your heart beat fast.

You start dying slowly
If you do not change your life when you are not satisfied with your job, or with your love,
If you do not risk what is safe for the uncertain,
If you do not go after a dream,
If you do not allow yourself,
At least once in your lifetime,
To run away from sensible advice.

– Martha Medeiros

 

Was sollen die Leute sagen?

Ich bin in der „Was sollen die Leute sagen?“-Gesellschaft aufgewachsen und stelle heute im Erwachsenenalter fest, dass sich daran wenig geändert hat.

Manchmal kommt es mir so vor, als wäre dies vielen Menschen gerade Recht, ihr Leben nach aufdiktierten Normen zu leben, angepasst, vorgezeichnet, ohne, dass man sich selbst groß Gedanken machen muss. Solange man morgens anzieht, was Mutti rausgelegt hat, wird alles gut werden, denn Mutti hat selbst gelernt und weiß, was es zu tragen gilt, damit man nicht zur Angriffsfläche wird. Und es ist ja auch so viel bequemer, statt die eigene Persönlichkeit zu entwickeln, einfach nach Schema F zu handeln.

Wie ich auf dieses Thema komme? Ich lief heute über den Friedhof, als mir dieser gelbe Aufkleber ins Auge stach und meine Aufmerksamkeit auf sich zog:

Den Rest des Spaziergangs dachte ich darüber nach, für wen man – total pragmatisch betrachtet – ein Grab pflegt. Für den Toten? Hand aufs Herz: Für das, was dort noch liegt, ganz sicher nicht. Für das Andenken der verstorbenen Person? Womöglich. Es soll Menschen geben, die diesen Ort brauchen. Doch vor allem machen wir es, weil es andere machen. Meine Oma hatte einen festen Plan, nachdem Opa verstorben ist, wann welche Blumen zu pflanzen seien, wann welche Kerzen zu leuchten haben, wie oft der Stein poliert werden musste. Damals in Polen wurden Tage vor Allerheiligen die Gräber auf Vordermann gebracht, als ginge es einen Preis für das schmuckeste zu gewinnen. Ich saß auf einem Handtuch auf den Grabstein und zeichnete mit sorgfältiger Pinselführung und goldener Farbe die Buchstaben nach, auf dass sie einwandfrei glänzten.

Ich brauche einen solchen Ort nicht. Den habe ich in mir und das ist kein Kitsch, das sind meine Erinnerungen, die ich hege und pflege, deren Buchstaben ich sorgfältig nachzeichne, damit sie nicht verblassen.

Schon recht früh hatte ich meine Schwierigkeiten damit, Dinge zu tun, die man mir nicht logisch erklären konnte, die ich nicht nachvollziehen konnte, wie in etwa:

„Hör auf, Gott zu hinterfragen, was soll der Pfarrer denken?
Nachher heißt es, wir hätten Dich schlecht/falsch erzogen.“

Dabei wollte ich nur wissen, wo Gottes Eltern sind, weshalb der Pfarrer in der Tat meine Eltern zur Rede stellte und ich sehr hart bestraft worden bin.

Wir durften niemals die letzten sonntags in der Kirche sein, sonst hätte man uns nachgesagt, nicht gläubig zu sein.

Es wurde geduldet, dass Kinder und Frauen geschlagen wurden, denn über sowas spricht man nicht. Was sollen die Leute sagen? Was in den eigenen 4 Wänden passiert, hat diese gefälligst nicht zu verlassen.

Man verlässt den säufenden und hurenden Mann nicht. Was sollen die Leute sagen?
Man treibt nicht ab, wenn man zum xten Mann vom eigenen Mann vergewaltigt worden ist und das 6. Kind bekommt, obwohl schon für die ersten 5 kein Geld da ist. Was sollen die Leute sagen? Und der Pfarrer! Todsünde!

Man tritt nicht aus der Kirche aus, obwohl der eigene Sohn verhaltensauffällig geworden ist, seit es ein Ministrant und und die Mutter anbettelt, nicht mehr hingehen zu müssen. Was sollen die Leute sagen?

Man geht aber auch nicht 5x am Tag auf Klo, wenn man Durchfall hat, denn was sollen die Leute sagen, wenn der Scheissewagen mehr als 1x im Monat kommen muss, um die Grube zu leeren?

Mann geht nicht zum Arzt, wenn einem der Druck auf der Arbeit den Schlaf raubt und einen umtreibt, bis man nur noch Galle kotzt. Erst recht nicht als Mann. Männer kriegen keinen burn out! Was sollen die Leute sagen?

Man macht jeden Trend und Hunger-Hype in sozialen Netzwerken mit, denn was sollen sonst die Follower sagen?

Man marschiert mit erhobener rechter Hand, denn was sollen die Kameraden sagen?

Und dann stirbt man. Aber nicht ohne dafür Sorge zu tragen, dass sich jemand um das verfickte Grab kümmert. Auch wenn von all den Menschen, die man nicht kennt und nach deren angeblicher Meinung man sein Leben ausgerichtet und verpasst hat, die meisten tot sind. Weil sie ihre schlagenden Ehemänner, vergewaltigenden Pfarrer, schlagenden Eltern nicht mehr ertragen haben.