Danke <3

Letzte Nacht fiel mir siedend heiß ein, dass ich mich gar nicht richtig bedankt habe bei allen, die bei der #hand2hand Aktion mitgemacht haben.

In erster Linie bei allen, die Zeit und Geld investiert haben, um wundervolle Dinge zu erschaffen, die andere zum wohltätigen Zweck ersteigern konnten. Danke dafür, dass jeder einzelne so mitgefiebert hat und sein ohnehin schon sehr großzügiges Geschenk nochmal hier und da gepimpt und customized hat – es war mir eine Freude diesem Treiben, der Freude, der Euphorie beiwohnen zu dürfen ❤

1. Türchen: Dangercat Originale von @GywerMelanie: 308,10€

2. Türchen: Minimalisten-Paket von @bellarama01: 71€

3. Türchen: Kosmetiktäschen mit Herz von @sandralotthh: 35,50€

4. Türchen: Gequilteter Tischläufer von @LiveofTwins: 110,99€

5. Türchen: Sternentasche von @flysig: 151€

6. Türchen: Handwerker-Tag von/mit @RebootProcess: 267,67€

6a. Türchen: Spende der Deutschen Telekom AG: 200€

7. Türchen: Granatapfel von @Tur_quoise1: 96€

8. Türchen: Fotokalender von @ufdieblende 162€

9. Türchen: Exklusivpaket von @daskritzelt 1025€

10. Türchen: Puppe von @Regenbogenmutti: 131€

11. Türchen: Wellness-Paket von @mdeHummelchen 140€

12. Türchen: Knutis von @DasDingHut: 82€

13. Türchen: Genuß-Spektakel von @steuerdany 201€

14. Türchen: 3EckKissen von @pupseengel 145€

15. Türchen: Tasche von @MissSchmaguelze75,62€

16. Türchen: Tuch von @haekelelse: 113€

17. Türchen: Stollen von @Das_E_131€

18. Türchen: Aquarelle von @wellenart: 461€

19. Türchen: Backkunst von @SchlimmeHelena: 225€

20. Türchen: Poncho von @froschdomse: 202,57€

21. Türchen: Kekse von @GalacticTimmy: 190€

22. Türchen: Zeichnung von @MikasAtelier 321€

23. Türchen: Skateboard von @Viel_Davon: 162€

24. Türchen: Kalender von @dieHalbzarte: 243€

Danke an die, die es ersteigert haben – die sehr viel Geld gespendet haben für den besten Zweck der Welt und dafür auch noch liebevoll hergestellte Unikate bekommen haben. ❤

Danke an jeden, der die Aktion in der Zeit durch Retweets geteilt hat – auf allen Netzwerken ❤

Danke an eBay Charity dafür, dass ihr die Aktion in eure Orga aufgenommen habt und ich dafür keine Gebühren zahlen musste.

Danke an Heimatstern dafür, dass ich euren PayPal-Account nutzen durfte und somit weniger Gebühren anfielen und der größte Teil bei euch angekommen ist.

Danke für all die lieben und unterstützenden Worte. Für eure Hilfe, Kritik, Anregungen und dafür, dass es möglich war, 6.000€ an Heimatstern zu übergeben.

Danke dafür, dass ich jetzt schon im Februar mind. 10 neue Angebote habe … 😀


Meg

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Hör auf zu motzen!

Jeder der mich kennt, weiß …

Das sollte der ursprüngliche Anfang für den Beitrag sein. Je länger ich jedoch darüber nachdachte, musste ich feststellen, dass aus dem Wunschdenken eine Floskel geworden ist.

Deshalb fange ich anders an:

Im Laufe unseres Lebens entwickeln wir sehr viele Eigenarten und Spleens. Das ursprünglich weiße Blatt, das wir mal als Kinder waren, füllt sich mit Strichen und Schnörkeln und Fresken und Labyrinthen und Strichmännchen. Manchmal sind klare Linien zu erkennen, dann sieht es wieder so aus, als wäre an einem Punkt im Leben der Stift abgebrochen, die Farbe verblasst, die Hand unsicher.

Fakt ist, wir lernen. Jede Stunde, jeden Tag unseres Lebens lernen wir dazu. Das führt unweigerlich dazu, dass wir uns verändern und durchaus unsere Meinung, Vorlieben, Einstellungen, Abneigungen ändern und justieren. Manch einer tut das gefühlt andauernd, andere brauchen dafür länger anhaltende Prozesse. Alles hat seine Berechtigung, alles ist legitim.

Es gibt Menschen, die irgendwann Rosenkohl probiert haben und feststellten, dass sie Rosenkohl abscheulich finden. Seitdem sind 30 Jahre vergangen und sie haben nie wieder Rosenkohl probiert und werden es auch niemals mehr tun.

Es gibt Menschen, die irgendwann Rosenkohl probiert haben und feststellten, dass sie Rosenkohl abscheulich finden. Danach probierten sie immer wieder mal – einige davon mochten ihn irgendwann, weil er besonders toll zubereitet war (und man seinen eigentlichen Geschmack nicht mehr wahrnahm) und andere, die ihn immer noch abscheulich finden, aber immer wieder probieren werden.

So weit, so Menschen.

Ich meiner DNA wurde sehr viel Zufriedenheit und Glück verbaut. Ich bin ein sehr zufriedener Mensch, rege mich grundsätzlich nicht über Sachen auf, die ich nicht beeinflussen kann und finde es auch zeitraubend (z.B. das Wetter oder die Dummheit der Menschen, Homöopathie oder Dinge, die längst in den Brunnen gefallen sind). Ich ziehe meine Schlüsse, das ja. Spare mir jedoch die Lebenszeit für das Jetzt und das Morgen.

Neuerdings höre ich öfter Kritik an meinem Verhalten und an meinem Denken und DAS hat mich zum nachdenken gebracht, denn wie kann ein sehr glücklicher Mensch so anecken?

1. Immer regst Du Dich über Mode für Dicke auf.

Ich rege mich darüber auf, dass Menschen, die sich Designer nennen, ihren Job nicht richtig machen.
Die mein Geld haben wollen für Kleidung, die weder richtig sitzt, sich angenehm anfühlt und eigens den Zweck erfüllt, nacktes Fleisch zu verdecken. Auch wenn dieses danach nicht von einem 7,5-Tonner zu unterscheiden ist. Und ich habe nicht vor damit aufzuhören und mich damit zu begnügen, wenn und dass mir etwas passt. Ich möchte kein billiges Plastik von BonPrix an meiner Haut, weil es das in meiner Größe gibt. Ich möchte das GUTE Zeug, aber so, dass es gut passt.

2. Nie hörst Du auf meine Diät-Tipps

Alleine darüber könnte ich Bücher schreiben. Keine Sorge, ich kann meinen Kram im Kopf auch ohne Bücher verarbeiten. Ich lese keine Zeitschriften mehr, die für Frauen gemacht werden (außer BARBARA, outing), weil ich es leid bin, dass andauernd jemand meinen Körper bewertet und meint mir vorschreiben zu müssen, wie ich auszusehen habe. Das ist so unfassbar langweilig, so viel Langweile kann ich gar nicht zusammenkratzen, wenn ich mein Jahrespotential sammeln würde. Und ja, dazu gehören auch Freunde und Familie. Du willst Deine 23. Diät machen, weil Du mit den 22 davon auch schon abgenommen hast? Ich bin sicher, Du findest den Fehler alleine.
Mehr verbrennen als essen. Das ist das ganze Geheimnis und ich brauche meine Lebenszeit für Urlaube, ein gutes Buch, einen Spaziergang am Rhein, Klönschnack mit Freunden beim ESSEN, statt für das Zählen von Kalorien und Punkten und Quinoa-Körnern.

3. Nie gibst Du Dich zufrieden mit dem, was Du hast

Blödsinn. Es geht beides: Zufrieden sein und nach Neuem/Verbesserung streben. Das eine schließt das andere nicht aus. Ich lebe in einer wunderschönen Wohnung, die ich dennoch immer wieder verändere. Wie auch meine Haarfarbe, meine Reisen, mein Auto, meinen Anspruch an Konsumgüter.
Und ich höre mehr auf meine innere Stimme, denn ich habe ihr erlaubt, lauter zu werden.
Ich schlucke nicht mehr so viel runter, sondern lasse meine Mitmenschen wissen, wenn ich ihre Worte als verletzend oder populistisch, rassistisch und dumm halte. Und nehme es in Kauf, dass eine Freundschaft entweder damit klar kommt oder daran zerbricht.
Das „komplizierte“ am älter werden ist, dass die Menschen unterschiedlich reifen und sich verändern. Damit ecken sie mit der Zeit öfter an – auch an ihre Freunde. Ich bin der Meinung, dass eine Freundschaft das aushalten muss und eine neue Sichtweise auf den alten Freund zulassen muss, damit sie noch intensiver und bereichernder werden kann.

Würde ich einer Freundin sagen, dass sie in dem Kleid/Hose „unvorteilhaft“ aussieht? Kommt darauf an. Würde ich einer Freundin sagen, dass mich ihre Worte verletzen? Ja.

4. Du verplanst das Leben ohne Rücksicht auf andere. 

Ja.

 

Vorschlag: Wenn Du das nächste Mal die Lebens- und Handlungsweise von jemandem verteufeln, kritisieren, bashen möchtest, weil sie so ganz anders ist als Deine: Halte inne und frag stattdessen neugierig nach dem Grund. Ich bin sicher, es hilft Dir dabei, Deinen Horizont zu erweitern.

 

 

 

From fast fashion to fair fashion

Berufsbedingt schaue ich mir viele YouTuber an, die unterschiedlichen Content produzieren.
Einige testen die neuesten technischen Gadgets aus, andere kochen (die mag ich sehr), noch andere beschäftigen sich mit dem Segment „Schönheit und Pflege“, und wiederum andere mit „Fashion“. Es ist deren Job, jede Woche alle Handelsketten von Zara, H&M, etc. abzuklappern, mehrmals die Woche ihre Einkäufe bei dm und Rossmann zu erledigen, um 1-3x die Woche für die einzelnen Marken das animierte Werbeprospekt zu werden.
Und dann sitze ich da und glotze Werbung. Freiwillig. Wie Millionen von Fans auch, die nicht mehr gerne Fernsehen schauen, weil man dort die Werbung nicht wegklicken kann.
Einerseits fasziniert, andererseits sehr nachdenklich.

Alle 2 Wochen gibt es neue Klamotten bei den „fast fashion“-Stores. Sie sind billig, oft von schlechter Qualität und definitiv unter zweifelhaften Bedingungen hergestellt und wir kaufen sie, weil wir es uns leisten können, auch wenn sie aufgrund der Schnelllebigkeit der Branche in 4 Wochen nicht mehr „in“ sind.
Wir kaufen sie vielleicht auch, weil wir nicht darüber nachdenken, sondern es einfach haben wollen. Wir kaufen nicht, weil wir sonst nackt wären oder frören.
Manche kaufen auch billig, weil sie es sich nicht anders leisten können.

Wie überglücklich ich war, als André Kossmann, der seine Sportkleidung in Deutschland produziert, diese auch in größeren Größen rausbrachte und kaufte mir gleich 2 Laufhosen, die ich seit mindestens 5 Jahren ständig trage und weine darüber, dass er diese Linie eingestellt hat, weil der Bedarf nicht da war, weil kaum jemand mehr als 19,99€ für eine unfassbar tolle Laufhose ausgeben wollte, die perfekt sitzt, nicht durchscheuert, ribbelt, pillt, etc. und auch noch in Deutschland produziert wurde.

Ich feierte Sina Trinkwälder, als sie mit ihrem Label manomama neben den tollen Taschen für dm auch noch anfing Kleidung in Deutschland zu produzieren und auch in größeren Größen, auch wenn ich hier leider nicht mit den Schnitten glücklich bin, denn das ist ein Problem von den meisten, die sich in diese Gewässer trauen: Aus einer 38 machst Du keine gut sitzende 48, indem Du etwas mehr Stoff rechts und link dran nähst. Sucht man jedoch hier bei Google nach Kleidung in großen Größen, qualitativ hochwertig, in D produziert .. sucht man lange.

Seit geraumer Zeit versuche ich nur Produkte zu kaufen, die ich wirklich brauche. Eine neue Jeans, wenn die alte nicht mehr passt oder nicht mehr reparierbar ist. Schuhe, wenn die alten kaputt sind, der Schuster den Kopf schüttelt oder sie doch rettungslos müffeln 😉 Ich trage meine Kleidung auf, mein Winterparka ist mindestens 12 Jahre alt, eine zweite Winterjacke 5 Jahre alt. Ich kaufe mir nicht jedes Jahr ein neues Paar Stiefel, es mag seltsam klingen, aber es gibt so Klassiker, die man 20 Jahre tragen kann.

Ich habe ein Shampoo, ein Duschgel, eine Pflegespülung, ein Parfum, etc. jeweils im Gebrauch und nicht mehrere davon, Ich versuche – so gut es geht – Seifen als Seifenstück zu kaufen, Shampoo als Seifenstück zu kaufen, etc. um Plastik zu sparen.

Livia Firth (eine italienische Filmproduzentin, die sich vor allem Dokumentarfilmen widmet) sagte: „Fast Fashion is like fast food, after the sugar rush it just leaves a bad taste in your mouth“

Eine meiner liebsten YouTuberinnen ist Justine Leconte (Unter dem link stellt sie sich selbst wunderbar vor!). Sie ist eine französische Modedesignerin, die in Berlin lebt und arbeitet und so sehr mit dieser „fast fashion“ hadert, dass sie ihr eigenes Label rausgebracht hat, um Kleidung herzustellen die passt, das Geld wert ist, haltbar und nicht einfach von Woche zu Woche ersetzbar ist.

In ihren Videos gibt sie sehr viele Tipps darüber, was welchen Figur-Typen steht, ist sehr höflich, ehrlich und unglaublich charmant.

Ich mag YouTuber, die mich über mein Konsumverhalten zum nachdenken bringen. Und die, die kochen können.

Hier ist hier Ted Talk zum Thema „From fast fashion to fair fashion“

#hand2hand: Danke und frohe Weihnachten <3

In der heutigen Zeit wird einem das Helfen wahrlich leicht gemacht, wenn man die Scheuklappen beim Verlassen der eigenen vier Wände abnimmt: Im Supermarkt steht jemand mit einer Dose und sammelt für das hiesige Tierheim, man kann eine Tüte Grundlebensmittel für 5€ zu seinem Einkauf hinzufügen für die Tafel, nebenan nimmt einem das soziale Kaufhaus die Winterjacke ab, die man seit Jahren im Schrank hat und eigentlich nicht mehr tragen wird. Zuhause ist unsere Spende und damit Hilfe oftmals nur einen Klick entfernt, da ist es allerdings noch so mühsam die richtige Entscheidung zu treffen um nicht ein schwarzes Schaf unter den Hilfsorganisationen zu wählen. Darum will man sich kümmern, schlau machen, recherchieren und zack, ist wieder ein Jahr um. Notfalls geht noch das „Aktion Mensch“-Los für die Oma als Gutschein. Die Weihnachtskarten der Behinderten-Werkstätten werden abgelöst von „modernen“ Karten zur Rettung der Robben, Walen und Eisbären. Erbe sichern durch eine Karte an Oma und auch noch einen Eisbären retten – nailed it!

Es ist wirklich einfach. Wir können sogar die Welt per SMS-Spende oder Retweet ein wenig besser machen.

Viele von euch haben in den letzten 24 Tagen eine Menge geholfen, indem sie wundervolle Dinge bei der Aktion #hand2hand kostenlos zur Verfügung gestellt haben, das Porto übernahmen und sogar die Inhalte noch um ein Vielfaches auffüllten, glücklich über eine großzügige Spende für ihre handwerklichen Meisterwerke.

Dafür DANKE an GywerMelanie,  bellarama01, sandralotthh, liveoftwins, flysig, RebootProcess, LadyTurquise, @ufdieBlende, daskritzelt, Regenbogenmutti & NinchenOhneKa, mdehummelchen, DingohneHut, steuerdany, pupseengel, MissSchmaguelze, haekelfreak, Das_E_, wellenart, SchlimmeHelena, froschdomse, GalacticTimmy, MikasAteleier, Viel_Davon, Halbzartes

DANKE ❤

Viele von euch haben in den letzten 24 Tagen geholfen, indem sie die Aktion geteilt haben – jeden Tag.

DANKE ❤

Einige von euch haben sehr geholfen, indem sie eines oder mehrere der Türchen ersteigert haben es damit ermöglicht, dass Babies und Kinder in Flüchtlingns-Camps Milch bekommen, Menschen den Winter über einen Schlafsack bekommen, Menschen in Notunterkünften ein wenig Menschlichkeit zurückgegeben werden kann.

DANKE ❤

Durch euch alle haben wir es geschafft 5.250,45 € an Heimatstern e.V. zu übergeben, die damit sehr viel Gutes anstellen werden, z.B. 

(Quelle: Heimatstern)
Eine detaillierte Übersicht der einzelnen Türchen findet ihr hier.

Danke auch an alle, die unabhängig von der Aktion, aber durch sie aufmerksam gemacht, direkt an Heimatstern gespendet haben! ❤

Und noch etwas ist uns gelungen: Aufmerksamkeit zu schaffen. Denn unsere Hilfe wird nicht nur um und an Weihnachten benötigt, sondern jeden einzelnen Tag.

Heimatstern:

#hand2hand ist alles andere als ein Tropfen auf dem heißen Stein. [….] Wir gewinnen Follower, erhalten dadurch mehr Reichweite, was man auch an der Menge an Likes und Retweets sieht, und damit können wir unsere Arbeit und die Situation der Menschen in Not mehr Menschen kommunizieren. Das ist im Gegenteil wirklich viel. Denn wenn wir ganz ehrlich sind, es ist gar nicht so einfach, Geld auch wirklich sinnvoll auszugeben. Je länger wir das machen, umso mehr merken wir, wie viel Verantwortung das eigentlich ist. Und umso genauer schauen wir, wo wir die Spendengelder hingeben.
Transport und auch Sachleistungen, die wir einkaufen, sind ja noch einfach. Aber wenn es eben größere Sachen sind, musst du dir halt sehr sicher sein, dass dein Projekt Partner dann auch wirklich das macht, was geplant ist. Das muss man dann überwachen, da muss man hinterher sein, und das ist am Ende wirklich Arbeit. Von daher ist Geld für uns wirklich gleich bedeutend mit Verantwortung.

Vielleicht denkt ihr in dem kommenden Tagen daran, wenn ihr eure Einkäufe bei Amazon macht, diesmal ggf. Amazon-Smile zu verwenden. Für euch ändert sich nichts. Für eine Hilfsorganisation eurer Wahl allerdings schon, denn Amazon gibt registrierten Organisationen 0,5% der Einkaufssumme eurer qualifizierten smile.amazon.de-Käufe weiter. Kleinvieh macht auch Mist und ihr könnt helfen, ohne, dass es euer Konto zusätzlich belastet.

Oder ihr speichert euch die Amazon-Wunschliste von Heimatstern e.V. in euren Wunschlisten-Favoriten ab und klickt z.B. 1x im Monat auf einen der Artikel. Diese werden automatisch an Heimatstern versendet. Der Vorteil: Heimatstern aktualisiert sie regelmäßig anhand der Bedürfnisse und ihr könnt schon mit einem kleinen Beitrag ab 3€ für Kichererbsen oder Buntstifte helfen. Da kann man auch schon mal auf einen coffee to go im Monat verzichten.

Viele weitere Möglichkeiten findet ihr hier -> So kannst Du helfen 🙂

Während der Aktion bekam ich enttäuschte Kommentare von Menschen, die zwar gerne geholfen hätten, die einzelnen Türchen jedoch ihren Budgetrahmen sprengten. Man kann auch mit viel weniger helfen. Und wenn Du kein Geld hast, kannst Du immer noch bei einer Organisation in Deiner Nähe, einem Alten- oder Tierheim fragen, ob sie die Hilfe Deiner bloßen Hände oder Deines gescheiten Köpfchens gebrauchen könnten. Ich bin mir sicher, dass niemand „Nö, lass mal“ sagen wird.

Aber – und das hat uns bisher noch niemand abnehmen können – wir müssen schon den Hintern hoch bekommen und zumindest die Entscheidung im Kopf treffen. Und ich freue mich unfassbar darüber, dass dieses Jahr wieder so viele den Hintern hoch bekommen haben und realisiert haben, dass es immer Menschen auf der Welt geben wird, die es schlechter haben als wir. Und es nicht bei dieser Erkenntnis alleine belassen haben.

Frohe Weihnachten.
Ihr habt meine Wünsche und Hoffnungen übertroffen. Nicht nur in Bezug auf die Spenden, sondern in Bezug auf die Menschlichkeit, Herzlichkeit, liebevolles Miteinander, Mitfiebern, Mitfreuen.


Meg

P.S. Bis Mitternacht spendet die Deutsche Telekom 1€/Retweet an die Aktion Deutschland Hilft:

https://platform.twitter.com/widgets.js

#hand2hand / Fragen und Stand

Was ist #hand2hand?

Ein Adventskalender auf Twitter mit ❤
Bis zum 24.12. findet ihr hinter jedem Türchen etwas handgefertigtes, das von 24 Wichteln eigens für diesen Kalender genäht, gehäkelt, gebacken, gekocht, gestrickt, geklöppelt, geschrieben, fotografiert, etc. wurde.  Diese Personen stellen das kostenlos zur Verfügung und übernehmen sogar den Versand – all das für den besten Zweck der Welt – Menschenleben, denn der Erlös geht zu 100% an Heimatstern e.V.

Wie komme ich an diese tollen Sachen?

Jeden Abend gegen 21 Uhr stelle ich ein Türchen live, dieses könnt ihr auf meinem Twitter-Profil sehen. Das Türchen kommt in Form einer eBay-Auktion. Du brauchst also ein eBay-Konto und ein PayPal-Konto, denn das Geld geht danach direkt an Heimatstern e.V.

Warum sollte man so viel Geld für ne Mütze/Zeichnung/Kekse, etc. ausgeben?

Das ist die eine Sichtweise. Eine Freundin hat das sinngemäß folgendermaßen beantwortet: In erster Linie hilft man mit einer Spende Gutes zu tun und bekommt noch etwas Wundervolles dazu ❤

Ich habe weder eBay noch PayPal

Das macht nichts, wenn Du helfen möchtest, kannst Du das tun indem Du

  • Die Türchen jeden Tag bei Twitter teilst und von der Aktion erzählst
  • direkt spendest – und hier gibt es viele einfache Möglichkeiten, z.B. über eine Amazon-Wunschliste

Kann ich das steuerlich absetzen?

Ja, wenn Du zu einem der glücklichen Käufer gehörst, wird Dir Heimatstern auf Wunsch eine Spendenquittung ausstellen.

Falls es noch Fragen gibt, gerne hier in den Kommentaren oder über Twitter 

Meg

= 5.250,45€

1. Türchen: Dangercat Originale von @GywerMelanie: 308,10€

2. Türchen: Minimalisten-Paket von @bellarama01: 71€

3. Türchen: Kosmetiktäschen mit Herz von @sandralotthh: 35,50€

4. Türchen: Gequilteter Tischläufer von @LiveofTwins: 110,99€

5. Türchen: Sternentasche von @flysig: 151€

6. Türchen: Handwerker-Tag von/mit @RebootProcess: 267,67€

6a. Türchen: Spende der Deutschen Telekom AG: 200€

7. Türchen: Granatapfel von @Tur_quoise1: 96€

8. Türchen: Fotokalender von @ufdieblende 162€

9. Türchen: Exklusivpaket von @daskritzelt 1025€

10. Türchen: Puppe von @Regenbogenmutti: 131€

11. Türchen: Wellness-Paket von @mdeHummelchen 140€

12. Türchen: Knutis von @DasDingHut: 82€

13. Türchen: Genuß-Spektakel von @steuerdany 201€

14. Türchen: 3EckKissen von @pupseengel 145€

15. Türchen: Tasche von @MissSchmaguelze75,62€

16. Türchen: Tuch von @haekelelse: 113€

17. Türchen: Stollen von @Das_E_131€

18. Türchen: Aquarelle von @wellenart: 461€

19. Türchen: Backkunst von @SchlimmeHelena: 225€

20. Türchen: Poncho von @froschdomse: 202,57€

21. Türchen: Kekse von @GalacticTimmy: 190€

22. Türchen: Zeichnung von @MikasAtelier 321€

23. Türchen: Skateboard von @Viel_Davon: 162€

24. Türchen: Kalender von @dieHalbzarte: 243€

#hand2hand: Alsbald Kinder wird’s was geben.

Puh, das war nicht einfach, aus all diesen wundervollen Einsendungen 24 rauszusuchen, in der Hoffnung, dass für jeden etwas dabei ist 🙂 Ich bin sehr gespannt, wie diese schönen Dinge bei euch ankommen werden und wie viel Hilfe wir dieses Jahr für @heimatstern zusammen bekommen.

Am 01.12. wird das erste Türchen auf diesem eBay-Konto live gehen und jeweils 24 Stunden aktiv sein. In der Zeit könnt ihr wie wild darauf bieten. Dank der Tatsache, dass die Aktion dieses Jahr über eBay-Charity läuft, wird eBay keine Gebühren erheben.

Die Bezahlung läuft über PayPal und zwar den Heimatstern-PayPal Account: Der Vorteil hier ist, dass das Geld direkt dort landet, wo es hin soll und dass Heimatstern hier auch weniger Gebühren an PayPal zahlen muss. Wie ihr seht, wurde das Ganze optimiert, so dass fast 100% eurer Spende dort ankommt, wo sie am allermeisten gebraucht wird.

Es wird einige wundern, warum jemand bereit ist eine „unverhältnismäßig hohe Summe“ für „einfache Pralinen“ oder „etwas Gehäkeltes“ auszugeben. Ich sehe das anders: Es handelt sich um Spenden, die Menschenleben retten, Spenden, die man ggf. ohnehin tätigen würde. Nur bekommt man bei #hand2hand noch etwas wunderschönes, handgefertigtes dazu ❤

Ich freue mich noch mehr auf den Dezember als sonst.

Meg

 

 

 

Bist Du sozial loyal?

Jeden Morgen beginne ich den Tag mit einer kleinen Runde durch mein soziales Gewissen, indem ich mir bei Instagram Tipps und gut gemeinte Ratschläge abhole. Nicht, dass ich sie bestellt hätte, das ist ja das Großartige an diesen sozialen Netzwerken: Man bekommt sie einfach so frei Haus und ja, man möchte sie auch haben, denn sonst hätte man ja das Bild von der Leberwurstbemme ja nicht da hochgeladen, sondern ins Tagebuch gemalt. Also lese ich, dass ich mein Bio-Rinderhackfleisch bitte nicht abgepackt im Supermarkt kaufen soll, sondern gefälligst direkt von der Metzgerei und mein Obst schälen soll, in der Haut seien eh nur noch Pestizide statt Vitamine.

Bei Twitter lerne ich, worüber ich heute gefälligst zu twittern habe, denn es kann ja nicht sein, dass schon wieder ein Promi Selbstmord begehen muss, damit ich co-betroffen in puncto Depression bin.

Und überhaupt: Müssen die Frauen weltweit erst den #metoo verwenden, damit ich mir Gedanken darüber mache, ob ich mich von Männern sexuell belästigt und unterjocht fühle? Immerhin würde ich ja mein Profilbild in den jeweiligen Farben des vom Terrorismus betroffenen Landes färben, aber vergesse darüber hinaus, meine Betroffenheit ob der Kinderarmut in Deutschland zu äußern.

Und was ist mit den männlichen Küken, den überfahrenen Igeln, den Kröten, die die Umleitungsschilder für die eigens für sie gebaute Unterführung wieder nicht im Kröten-Anzeiger gelesen und sich haben überfahren lassen?

Was ist mit den Frauen, die eigentlich Männer sind, die Männer, die eigentlich noch Kinder sind und habe ich meine Großeltern schon angerufen, solange sie noch leben, denn dann ist es zu spät und dann habe ich den Schlamassel und konnte nicht aufarbeiten, werde depressiv und dann müssen alle ihre Profilbilder in den Farben meines Familienwappens färben.

Über Facebook rede ich erst gar nicht. Da schaue ich mir nur meine nächsten Reiseziele an, aber muss vorher noch 12 Tests machen, ob ich auch wirklich sicher bin, wie man sich die Hände richtig wäscht und welcher Scheidenpilz-Typ ich bin.

Ihr merkt, es ist ein wenig überzogen*.

Ich bin überzeugt davon, dass der Mensch mit einem Selbstschutz-Mechanismus ausgestattet ist, der verhindert, dass wir ALLES so nahe an uns ranlassen, dass es uns lebensunfähig macht. Kennt ihr das?

Da gibt es diese Abkürzung von der Bahn nach Hause, sie verläuft etwas abgelegen an einer Baustelle entlang, links und rechts ist eine dichte Hecke. Wenn ihr diesen Weg nehmt, seid ihr in 5 Minuten zuhause, statt außen rum zu laufen. Den Weg nehmt ihr jeden Tag, ohne darüber nachzudenken.

Und jetzt denkt darüber nach: Wäre das im Dunkeln nicht der perfekte Ort, um euch aufzulauern und euch sexuell zu belästigen oder gar zu meucheln? Mit dem Gedanken im Kopf geht ihr den Weg nicht mehr. Nach jedem Horror-Film oder gruseligen Thriller beschleunigt sich unsere Atmung kurz, wenn es auf dem Weg zum Auto irgendwo raschelt.

Ich bin sicher, wir haben diesen Selbstschutz, der Böses filtert, der uns nicht jeden Tag und jede Minute daran denken lässt, dass uns bei 200 km/h auch ein Reifen auf der Autobahn platzen könnte, jemand einen Stein von der Brücke direkt auf unsere Frontscheibe wirft, wir in dem Flugzeug sitzen, das heute abstürzt und warum wir nicht diejenigen sein sollten, die in der eigenen Wohnung abgeschlachtet werden.

Mir ist bewusst, dass dieser Selbstschutz angegriffen wird, oftmals bekommt er irreparable Schäden. Doch was meinen aufrecht hält, ist der Glaube daran, dass es ihn gibt. Und er ist effektiver als die Vorwürfe von mit fremden Menschen in den sozialen (!) Netzwerken, die sich geneigt fühlen mir vorzuschreiben, wem ich heut die Stange halten müsse, da ich ansonsten ein schlechter Mensch wäre und mit verantwortlich dafür, wenn sich jemand, der an Depressionen leidet, das Leben nimmt. Oder wenn eine Frau sexuell belästigt wird, weil ich mich nicht dazu geäußert habe.

Bis mir nicht das Gegenteil bewiesen wurde, werde ich unbekümmert leben, bis ich eines Tages sterbe.

 

*nur an manchen Stellen

 

#hand2hand: Machst Du mit?

Nachdem ich einige bürokratische Hürden nehmen konnte, möchte ich nun diejenigen bitten, die dieses Jahr etwas für die #hand2hand Aktion spenden möchten, mir dieses mitzuteilen. Ein paar Punkte zur Erklärung, wenn Du mitmachen möchtest:

  • biete bitte etwas selbst hergestelltes an. Du kannst es backen, stricken, töpfern, kochen, Du kannst einen Tag mit Dir bieten, eine Dienstleistung (weil Du z.B. Handwerker bist), irgendwas, das Du nicht einfach gekauft hast
  • sende mir bis zum 03.11. (Mitternacht) eine E-Mail an meggyver@gmx.de in der Du kurz beschreibst, was Du anbieten möchtest. Ggf. hast Du schon ein Bild, so dass ich es mir besser vorstellen kann. Bitte hab Verständnis dafür, dass ich die Nachrichten nicht überall einsammeln kann, deshalb die Bitte nach der E-Mail. Danke.
  • Bitte schreibe mir Deinen Vornamen und Deinen Twitter-Nick in die E-Mail, damit ich Dich im Kopf zuordnen kann.

Danach werde ich aus allen Einsendungen 24 zusammensuchen, die einen schönen #hand2hand Kalender ergeben, eine bunte Mischung, für jeden etwas dabei. Deshalb möchte ich an der Stelle um Verständnis bitten und auch das Vertrauen, dass ich das im Sinne der Sache und für die Spenden mache und nicht aus persönlichen Präferenzen.

Wenn ich die 24 Türchen habe, werde ich diese Personen anschreiben und bis zum 17.11. darum bitten, mir einen ausführlichen Text (und hier sind Deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt, es ist schließlich für den besten Zweck der Welt <3) + Bilder zu schicken, damit ich die Auktionen bei eBay einstellen kann.

Deine Spende sollte dann im Dezember auch (versand-)fertig sein. Den Versand (versichert) trägst Du (Ich werde die Auktionen bei eBay auf Deutschland begrenzen). Nach einer erfolgreichen Auktion werde ich Dich mit dem glücklichen Gewinner „verknüpfen“.

Ich hoffe Du machst mit und freue mich sehr auf die Aktion, für den besten Zweck der Welt ❤

Und an alle, die traurig sind, weil sie wie ich 2 linke Hände haben und nichts beitragen können: Das könnt ihr!

Ihr könnt die Aktion unterstützen, indem ihr auf diesen Beitrag bei Twitter aufmerksam macht und in der Weihnachtszeit die Türchen jeden Tag teilt. Außerdem könnt ihr gerne auch direkt spenden. Jede Windel, jeder Liter Milch, jedes Paar Socken hilft – hier könnt ihr schauen, wie es geht und wie einfach es ist. Danke!

Meg 

hand2hand 2017

Wahnsinn. Weihnachten steht wieder vor der Tür und Anfang des Jahres habe ich gesagt, dass ich dieses Jahr wieder #hand2hand machen werde.

Für alle, die es nicht kennen:

Es ist ein Online/eBay Adventskalender mit handgemachten Dingen – das kann alles sein von Bildern, Schmuck, Gebäck (wir hatten Kekse und Kuchen, Müsli, Pralinen), Getöpfertes, Gesungenes, etc. Hauptsache nicht einfach gekauft, sondern selbst hergestellt.
Auf diese Schätze kann man bieten.
Der Erlös ging zu 100% an Heimatstern e.V. und das wird auch dieses Jahr der Fall sein, denn sie tun Großartiges (damals abzüglich der eBay und PayPal-Gebühren). Die großzügigen Bastler stellten alles kostenlos zur Verfügung (inkl. Bild & Beschreibung) und übernahmen sogar den Versand. Die großzügigen Spender/Käufer übernahmen teilweise sogar die PayPal-Gebühren.

Hier könnt ihr das Ergebnis sehen.

Das Ziel dieses Jahr: Ich möchte diese Aktion in das eBay-Charity-Programm bringen. Das würde bedeuten, dass wir keine Gebühren zahlen müssen. Es sieht gut aus dieses Jahr, ich bin bereits mit eBay in Kontakt.

Desweiteren möchte ich es dieses Jahr auf 24 Türchen begrenzen – zum einen, damit es ein „klassischer“ Adventskalender ist und zum anderen aus persönlichen und zeitlichen Gründen.

Sobald ich das GO von eBay habe, werde ich die Türen öffnen für alle, die mitmachen wollen, also die etwas für den Kalender zur Verfügung stellen wollen und dann aus den Angeboten eine schöne Mischung zusammenstellen.

Ich möchte an der Stelle um Verständnis und Vertrauen bitten, dass es „nur“ 24 Türchen sein werden und dass ich gut mischen möchte, damit wir nicht „nur“ Fotokalender oder „nur“ gehäkelte Mützen haben. Am Ende geht es um Spaß und darum, Menschen zu helfen und Leben zu retten, weshalb ich hoffe, dass sich niemand in der Ehre verletzt fühlt, wenn ich sein Angebot ablehne. Ihr könnt auch helfen, in dem ihr die Türchen teilt, auf die Aktion aufmerksam macht oder selbst etwas ersteigert.
Bitte überlegt es euch also im Vorfeld genau, ob und womit ihr mitmachen wollt ❤

Wer nichts ersteigern, aber helfen möchte, kann jederzeit gerne direkt an Heimatstern spenden. Eine Spendenquittung wird auf Wunsch ausgestellt.

Außerdem freue ich mich über jeden, der die Aktion teilt und darauf aufmerksam macht.

Ich freue mich darauf.

Meg

 

P.S. Bitte geduldet euch noch ein bisschen, bis ich all den bürokratischen Quatsch im Hintergrund geklärt habe 🙂

„Du bist dick.“

Neulich war ich mit meinen 4-jährigen Patenkindern verabredet. Wir wollten mit einer handbetriebenen Fähre über die Sieg fahren – man kann an der Stelle als Erwachsener durch die Sieg laufen, aber für Kinder ist das ein kleines Spektakel.

Es war heiß an dem Tag, ich fuhr mit offenem Verdeck und parkte unter einer Brücke im Schatten. Beim Einparken sah ich einen flachsblonden Jungen mit nacktem Hintern ins Gebüsch pullern, schätzte ihn auf 3 Jahre. Moritz (wie sich später herausstellte) sah mich einparken und das Verdeck schließen und kam mit großen Augen angerannt. Seine Mutter war zu dem Zeitpunkt ein paar Autos weiter fast komplett im Kofferraum eines SUV verschwunden und wickelte die kleine Schwester von Moritz. Folgender Dialog entspann sich:

Moritz: „Du hast ja ein tolles Auto! Was ist das für einer?“
Ich: „Danke schön. Das ist ein Golf Cabrio.“
„Aha! Wir haben sowas nicht. Nur Schiebedach.“
„Das ist doch auch schön, dann kannst Du ja während der Fahrt in den Himmel gucken.“
„Hast Du denn auch Rücksitze? Kann ich mal mitfahren? Kannst Du das Dach nochmal aufmachen?“

Es folgte ein kurzes Fachgespräch über Autos. In der Zwischenzeit gesellte sich die kleine Schwester dazu, die sogleich meine Beine umarmte und sich an mich drückte. Ich wunderte mich ein wenig über die Zutraulichkeit beider Kinder, zumal die Mama nach wie vor in den Kofferraum des Wagens vertieft war und von dort aus nicht sehen konnte, wo ihre Kinder sind. Während also die Kleine mit meinen Beinen kuschelte, fragte Moritz mich, wo meine Kinder denn seien und warum ich jetzt eine kurze Hose anzöge (was etwas schwierig war, da nach wie vor ein extrem süßes Mädchen mit meinen Beinen kuschelte) um dann festzustellen: „Du bist dick. Meine Mama ist nicht dick. Mein Papa auch nicht.“

Puh. Nachdem ich das Messer aus den Speckschichten gezogen hatte, halbwegs wieder die Röte aus meinem Gesicht verbannte und in das offene, lächelnde Gesicht von Moritz schaute, wurde mir klar (abgesehen vom Fakt, dass er offenkundig sehr gute Augen hat), dass er nicht wertete mit seinen 3 Jahren, sondern beobachtete, bzw. feststellte und natürlich damit Recht hatte. Nachdem ich wieder Luft in den Lungen hatte, sagte ich statt „Ey, das sagt man nicht, was soll das?“

„Du hast Recht, Moritz. Ich bin dick und super nett, wie Du auch.“

Woraufhin mir Moritz nochmal die Luft nahm, indem er sagte: „Ich finde Dich hübsch.“

Dann wurde er von seiner Mutter abgepfiffen, die mich fragte, ob ihre Kinder mich belästigt hätten, was ich lachend verneinte, mich allerdings über die Wortwahl ein wenig wunderte.

Ich zog mich um und lief Richtung Siegfähre, wo mir eines meiner Patenkinder entgegenlief und sich, laut meinen Namen rufend, in meine Arme warf. Ich nahm ihn hoch und drückte ihn ganz fest, küsste seine Wange, wurde geküsst und hörte Moritz zu seiner Mama sagen: „Die Frau mit dem Cabrio finde ich hübsch, Mama.“

Ich bin seit 6 Jahren Patentante von Alex und seit 4 Jahren von Jonas und irgendwie auch seinem Zwillingsbruder Niklas. Ich habe ein weiteres männliches Zwillings-Paar im Alter von 3 Jahren, das ich sehr oft sehe und finde es interessant, ab wann aus einer reinen Feststellung/Beobachtung eine Wertung wird. Immer dann, wenn sie es vorgelebt bekommen, von den Eltern, Großeltern, Freunden …

Zuerst ist dick und dünn nur eine Bezeichnung, nicht nur für Menschen, auch für Linien, die man zeichnet oder Formen, die man knetet.

Zuerst ist „behindert“ (wenn man das überhaupt so gebrauchen muss) nicht gleichzusetzen mit „doof“ oder „gaga“ oder „scheisse“.

Zuerst ist schwul nicht „krank“, „behindert“ oder „ekelhaft“, sondern ein bezeichnendes Wort für die Liebe zwischen zwei Männern.

Und so weiter, und so fort.

Wir geben diesen Bezeichnungen einen (meist) abwertenden Stempel. Für Moritz ist es egal, ob ich dick oder dünn bin. In erster Linie war ich zu ihm nett und freundlich.

Schade, dass sich das mit der Zeit verliert.