Der #hand2hand Twitter Adventskalender

Adventskalender gibt es viele.

Adventskalender mit handgemachten, getufteten, gemalten, gezeichneten, gebackenen, gezüchteten, etc. Unikaten gibt es nur auf Twitter. Von Twitter:Innen für Twitter:Innen und wenn das nicht schon echt knorke ist, um sich selbst oder besondere Menschen zu beschenken, kommt noch ein Karma-Bonus:
Der komplette Erlös geht an den wunderbaren, unermüdlichen Verein „Heimatstern e.V.„, der Großartiges leistet:

Wir unterstützen Menschen in Not. Unabhängig von Herkunft, Religion oder Geschlecht. Zusammen mit EUCH! #zusammengehtwas“

Wie läuft das, wie kann ich was ersteigern?

Am 30.11.2021 öffnet das erste Türchen seine Pforten auf Twitter auf meinem Account posten, jeden Abend um 21 Uhr. Die Türchen sind auf eBay* hinterlegte Auktionen, auf die man bieten kann.
Sie laufen 24h von 21-21 Uhr.

In der Zeit kannst Du auf dieses Türchen bieten, das heißt, Du brauchst zwingend einen eBay Account oder Du fragst jemanden, der einen hat und für Dich bietet. Wenn Du die Auktion gewonnen hast, bekommst Du eine Nachricht über eBay (das ist eine automatisch generierte Nachricht, die Dich darüber in Kenntnis setzt, dass Du ein Glückspilzchen bist und Dir sagt, wie Du nun bezahlen kannst. Du hast nur eine Möglichkeit: PayPal – und hier ist es wichtig, dass Du bei der Auswahl der Zahlung die Option „an Freunde und Familie“ auswählst, dann gehen WIRKLICH 100% Deines Geldes ohne Gebühren (für PayPal) an den Heimatstern weiter. Wenn Du den Hinweis übersiehst, behält PayPal eine Bearbeitungsgebühr, die von Deinem Erlös abgezogen wird. Sobald Deine Zahlung bei Heimatstern eingegangen ist, wird Dein Türchen innerhalb weniger Tage an Dich versendet. Das geht nur in Deutschland. Das A-CH von D-A-CH geht nur nach vorheriger Rücksprache mit dem/der Anbieter:In der Türchens, denn er/sie zahlt die Versandkosten.

Und nun: Wie kann ich selbst was anbieten?

Bei #hand2hand21 kannst Du als Wichtel:Ine mitmachen, wenn Du selbst etwas mit Deinen Händen erschaffen hast. Etwas genäht, gestrickt, gemalt, gebacken, geklöppelt, gesät, großgezogen (Pflanzen, keine Tiere und Kinder ☝🏽) hast. Du kannst es extra für die Aktion gemacht haben, denn dafür hast Du ein wenig Zeit, nämlich bis Mitte November, dann brauche ich nämlich Bilder Deines Werkes und einen beschreibenden Text, damit man schnell versteht, worauf man bietet. Beispiele dafür werde ich Dir gerne zuschicken, wenn Du dabei bist. Hier auf dem eBay Profil kannst Du anhand der Bewertungen sehen, was letztes Jahr angeboten wurde und was es gebracht hat.

Vorgehen:

  1. Mach Dir bis zum 01.11. Gedanken, ob Du als Wichtel:Ine mitmachen möchtest und was genau Du beisteuern kannst
  2. Schreib mir eine kurze Mail mit dem Betreff: #hand2hand21: Name auf Twitter an meggyver[at]gmx.de und beschreibe kurz, was Du einbringen möchtest. Ggf. frage ich nach oder gebe einen konstruktiven Tipp 🙂
  3. Nach dem 01.11. werde ich alle Einsendungen sichten und nach bestem Wissen, Gewissen und Erfahrungen der letzten Jahre 24+ Türchen auswählen, die den diesjährigen #hand2hand21 Kalender stellen werden
  4. Bitte sei nicht traurig, wenn Du nicht dabei bist – wenn mir 10 Menschen selbst gestrickte Socken anbieten (was toll ist, keine Frage, wobei ein Paar etwas wenig wäre …), dann werde ich 9 davon absagen müssen. Bitte hab Vertrauen in mich, dass ich eine gute Mischung zusammenstellen werde aus dem, was angeboten wird, damit für Jede/n was dabei ist. Und dabei spielt es keine Rolle, ob Du ein „kleiner“ oder „großer“ Twitter-Account bist, wichtig ist, was Du anbietest und ob andere darauf bieten werden.
    Denn das ist am Ende das Ziel: So viel Geld wie möglich für den Heimatstern.
  5. Wenn Du dabei bist, bekommst Du eine Mail von mir, in der ich ich Dir dazu gratuliere und mich herzlich bedanke und Dich darum bitte, mir bis zum 21.11.2021 Bilder und Texte zu Deinem Kunstwerk zu schicken. Ich werde dann die Zeit bis zum Start brauchen, um alle Türchen auf eBay als Auktionen einzustellen und die Twitter-Texte vorzubereiten.

    Eine Bitte: Ab dem 30.11. darfst Du erst auf Twitter/Facebook/etc. darüber berichten, dass Du dabei bist – aber bis Dein Türchen seine Pforten öffnet, bitte ich um 🤫🤫 es soll ja eine Überraschung werden. Ich lege auch fest, wann welches Türchen aufgeht, kann hier und da Rücksicht nehmen auf Urlaube oder andere Umstände.

    Wenn Du mitmachen möchtest, solltest Du noch folgendes Wissen: Du stellst Dein Kunstwerk zur Verfügung und übernimmst den Versand dessen innerhalb von Deutschland. Sollte jemand einen Versand außerhalb wünschen, muss das im Vorfeld mit Dir abgesprochen werden. In der Regel findet sich immer eine gute Lösung.
  6. Twitter-Gruppe: Die einen fürchten sie, die anderen zwingen mich jedes Jahr dazu eine zu öffnen und ja, es wird auch diesmal eine geben. Jede/r die/der mitmacht, wird am 30.11. auf Twitter in eine Gruppe von mir eingeladen, die da #hand2hand21 heißt. Dort poste ich immer den Link zum aktuellen Türchen und die Vergangenheit hat gezeigt, dass wenn alle Wichtel:Innen auf einmal retweeten, die Reichweite des Türchens steigt – und das ist wichtig!

Ich verdiene nichts an dieser gesamten Geschichte, weil diese Fragen auch schon mal kamen. Weder Geld noch Reichweite. Leider. Wenn es so wäre, würde ich es auch spenden.
Alles, was ich davon habe ist Freude darüber, tolle Künstler:Innen kennenzulernen, dem Heimatstern zu Weihnachten hoffentlich eine Menge Geld verschafft zu haben, damit sie Menschenleben retten oder lebenswerter machen können und naja, ein bisschen Arbeit habe ich auch damit.

Wie kann ich mitmachen, wenn ich 2 linke Hände habe? (also wie ich 😁)

Du kannst jeden Tweet/Türchen teilen. Du kannst auch gerne Heimatstern direkt unterstützen, hier findest Du eine Menge Möglichkeiten

Vielleicht kennst Du jemanden auf Twitter, der/die etwas sehr gut handwerklich kann: Leite ihm/ihr gerne den Beitrag weiter.

Wenn Du noch Fragen hast, melde Dich gerne bei mir – auf Twitter oder per Mail an meggyver[at]gmx.de

Meg 🙂

* Der #hand2hand Adventskalender ist Teil einer eBay Charity Aktion. Das bedeutet, dass eBay für diese Auktionen keine Gebühren berechnet, Dein Geld fließt also 1:1 an Heimatstern weiter.

Danke an die wunderbare MelanieGywer für das Header Bild 😍

Schöpfungshöhe: Niedrig

Gastbeitrag von dem wunderbaren @komponiker
(Ursprünglich veröffentlicht auf der Facebook-Seite)

 

Natürlich gibt es größere Probleme. Dennoch brodelt es schon zu lange in mir, als dass ich es noch länger bei mir behalten könnte:

Hier auf Facebook gibt es eine Seite mit mehr als 2 Mio. „Anhängern“, die fast täglich lustige oder nachdenkliche Sprüche in Bildchenform postet und damit eine ganze Menge Likes erntet. Natürlich ist das so, denn die Sprüche sind meistens auch gut. Ich sehe diese ja täglich in meiner Chronik, weil sie irgendeinem oder -einer von euch gefällt. So weit, so gut.

Was mich allerdings sehr stört ist die Tatsache, dass sich die Betreiber der Seite diese Sprüche nicht selbst ausgedacht haben, sondern zum Großteil vom Netzwerk Twitter kopiert und eine „ansprechende“ visuelle, quadratische Form gepresst. Diese Tatsache an sich wäre noch nicht verwerflich – würde zumindest ein Hinweis auf den Verfasser zu sehen sein. Ist es aber nicht. Stattdessen erheben die Betreiber – wie auf der Infoseite vermerkt – sogar ein eigenes Copyright auf die geposteten Bilder.

Dieses zu kritisieren hatte bisher auf dieser Facebook-Seite wenig Zweck: die Anfragen, weshalb keine Quellenangabe vermerkt sei, wurden kommentarlos von den Betreibern gelöscht. Selbst Twitter-User, die auf dem Schriftwege mit den Betreibern Kontakt aufnahmen, wurden z. T. als „arrogant“ bezeichnet und dass man sich „nicht so anstellen“ solle. Rein rechtlich scheint dieser Punkt wohl tatsächlich nicht unstrittig zu sein, da die Länge der erdachten Sprüche die sogenannte „Schöpfungshöhe“ nicht erreichen würden.

Ein Ärgernis, mit dem sich viele Twitterer Tag für Tag herumschlagen müssen.

Nun haben sich die Betreiber jedoch überlegt, die – so muss ich es nach meinem derzeitigen Kenntnisstand formulieren – kopierten und damit „gestohlenen“ Sprüche in Buchform zu pressen (Autor: „Anonymous“ – aha) und diese bei amazon feilzubieten. Natürlich nicht zur eigenen Bereicherung, nein: die „Honorarerlöse“ würden an die gemeinnützige Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ gespendet. Alles prima, also? Nicht so richtig: schade für die Organisation, denn Honorare werden ja gar nicht gezahlt. Gerade mit diesem Deckmantel einer Charity-Aktion versucht man sich, gegen berechtigte Kritik zu schützen.

„Ärzte ohne Grenzen“ ist bereits an die Betreiber herangetreten und haben um eine Stellungnahme gebeten, bisher jedoch keine Antwort erhalten. Die Rezensionen auf der Amazon-Seite (die man nicht einfach löschen kann) sprechen für sich.

Ich selbst bin bei Twitter und bisher nicht betroffen. Ich möchte es aber auch nicht sein. Genauso wenig möchte ich, dass sich jemand meine Songs zu eigen macht oder meine Stücke aufführt. Schöpfungshöhe hin oder her. Es geht nicht darum, was juristisch korrekt ist, sondern was moralisch vertretbar ist.

Ich weiß, dass viele von Euch die betreffende Seite mögen. Aber jedesmal, wenn mir etwas von MadeMyDayCC in die Chronik gepostet wird, möchte ich mich am liebsten löschen.

Danke für Eure Aufmerksamkeit.

Geistiges Eigentum

„Um Twitter zu verstehen, musst Du twittern.“

Mehr muss man an sich nicht wissen. Sagt man.
Und dann kommt es doch ein wenig anders.

Am 18.12.2013 habe ich mich bei Twitter angemeldet. Es war mein 3. Versuch mich mit diesem Netzwerk anzufreunden. Der Grund? Rein beruflich.

Meinen ersten Tweet gibt es nicht mehr, den habe ich längst gelöscht, als ich erfahren habe, dass man ihn ganz einfach mit

https://discover.twitter.com/first-tweet#meg_gyver

herausfinden kann. Der jetzige „Erste“ ist auch kein Knaller, aber zumindest nichts, wofür ich mich schämen müsste.

Die erste Zeit verbrachte ich damit, dass ich las. Ich suchte nach Freunden und Bekannten – ein Anfänger-Fehler 😉 – und hangelte mich über deren Follower und Twitterer, denen sie folgten immer weiter und tiefer in das Dickicht dieser Welt, die weltweit als „Kurznachrichten-Netzwerk“ gilt.
Ihr kennt sicher diese tollen Geschichten, in denen Menschen Twitter ihr Leben verdanken, weil sie rechtzeitig vor dem nahenden Tsunami, Vulkanausbruch oder zu früh nach Hause kommenden Ehemann gewarnt wurden.

Ich bin sicher, dass sich das in einigen Fällen sogar so zugetragen hat.
Ich bin mir allerdings auch sicher, dass das der kleinste Grund ist, warum man sich dort anmeldet.

Ich muss gestehen, dass ich eingeschüchtert war.
Zum einen von einigen Zahlen: Twitterer mit mehr als 10.000 – ZEHN TAUSEND Menschen, die einen lesen. Die theoretisch jeden Pups lesen, den ich in 140 Zeichen presse. Was für eine Zahl! Was für eine Macht! Was für ein Wahnsinn!

Wie großartig, witzig, außerordentlich, genial diese Menschen sein mussten, die es geschafft haben, dass ihnen SO VIELE Menschen ihr Gehör schenkten. Das müssen Vorbilder sein. Also nichts wie „Folgen“ klicken und sich verzaubern, verändern, verlieben, verwirren lassen.

Ich las, las, las …

Es war das witzigste Witzebuch, das ich je gelesen habe.
Es war die romantischste Komödie, der spannendste Krimi, das großartigste Drama, die traurigste Tragödie … und der schrecklichste Zeitfresser aller Zeiten in einem.

Ich tippte, was mir in den Sinn kam, auch mal ohne Sinn und Verstand, ohne Strategie. Ich musste ein Gefühl dafür entwickeln, mich zurechtfinden, die „Regeln“, die es angeblich nicht gibt, lernen. auffinden, wer der Chabo und wer der Babo ist. Ich wollte wissen, warum manche Menschen mehr gelesen werden als andere. Und so fing meine Reise an – während ich hier und da was absonderte, saugte ich haufenweisen Wissen auf und versuchte, mir einen Reim darauf zu machen, denn immerhin hatte ich den Auftrag, Twitter zu verstehen und meinem Chef dabei zu helfen, damit Geld zu verdienen (daran arbeite ich immer noch sehr .. intensiv. Ihr kennt das.)

Zu meinem großen Erstaunen, sprach es sich rum, was ich da so schreibe und der ein oder andere fand es auch besternenswert.

Schon bald überholte ich den Chef und einige Kollegen, was die Followerzahlen anging und erntete ein: „Kein Wunder, bei Deiner Themenwahl“. Über die hatte ich mir bis dato keine Gedanken gemacht, doch unbewusst hatte ich damit begonnen zu erkennen, welche Muster es bei den Tweets gibt. Floskeln, Textbausteine, Rituale und diese auch zu verwenden.

Von der Analystin zu Twitterin. Ich fand meinen Platz als Emo-Witze-Alltag-Account.

Anfangs dachte ich mir auch nichts dabei – obwohl ich sehr gut mit dem Thema Urheberrecht vertraut bin – den ein oder anderen, bei Pinterest gefundenen Spruch, wortwörtlich oder sinngemäß zu vertwittern, schließlich machten es andere (Top-Twitterer) auch so, wie ich schnell herausfand.

Das Gedächtnis hat auch eine Art „Stille Post“ – wir Menschen neigen dazu, einige Geschichten aus der Kindheit zu verherrlichen, im Laufe der Zeit wird aus dem einen komatösen Besäufnis ein ganzes Dutzend, beim ersten Mal werden wir von Jahr zu Jahr etwas jünger in unseren Geschichten und außerdem waren wir eh viel toller, als wir das heute jemals jemandem gestehen würden.

Nun werden wir tagtäglich mit Millionen von Informationen konfrontiert, es geht schon morgens los mit dem Update im Bett: n-tv, Push-Benachrichtigungen, Instagram, Twitter, Facebook, Threema, Zitat des Tages, Weisheit des Tages, Horoskop des Tages, Mondphase, Stuhlphase, Hormonhaushalt, etc. pp.

Im Auto/Bus/Bahn läuft Musik, Menschen erzählen sich Geschichten, wir spingsen dem Sitznachbar über die Schulter, um einen Blick in seine altmodische Zeitung zu werfen. Im Büro lesen wir Mails, Newsletter, während wir beim Mittagessen wieder das Smartphone bemühen oder die tollen Sprüche auf der Verpackung unserer Nahrungsmittel lesen.

Abends brummt der Kopf, aber da sind wir noch lange nicht fertig, der Kopf rattert, Informationen werden sortiert, verknüpft, verworfen, zugeordnet, gelöscht, eingeschätzt.

Menschen, die mit einem guten Gedächtnis gesegnet sind, verfluchen unter Umständen dieses, weil sie genau wissen, wer den einen Tweet geschrieben hat, den sie gerade ohne Quellennachweis bei Facebook lesen, aber vergessen haben, den einen Dauerauftrag zu stornieren.

Eines Tages las ich meinen Tweet bei Facebook und freute mich wie BOLLE, dass er Zigtausend Likes & Kommentare hatte.

Leider konnte ich damit nicht prahlen, denn dort fehlte mein Name, der mich als Schöpfer dieses witzigen Tweets zeigte. Das war blöd. Die Freude über die Aufmerksamkeit schwand. Von wegen „Plagiate sind die aufrichtigste Form des Kompliments“, Herr Theodor Fontane – drauf geschissen, ich will die Anerkennung!

Das brachte mich dazu, meine inzwischen beachtlich dahin geschriebene Anzahl an Tweets durchzusuchen, um die zu löschen, die nicht von mir waren. Und hier kam das Problem mit dieser „Stillen Post“ – bei einigen war ich nicht mal mehr sicher, ob sie von mir waren. Ob sie 1:1 von jemand anderem waren, ob ich mich habe inspirieren lassen; von einer Grundidee und diese, um meine Gedanken, erweitert habe. Also löschte ich einfach mehr, aus „Angst“, an einen virtuellen Pranger gestellt zu werden, wenn mein Account größer geworden ist und man mich öfter retweetet oder gar in den alten Schinken wühlt, was mit „FavStar“ kein Problem ist.

Doch ich erwischte nicht alle. Hier und da taucht mal einer auf, von damals, aus den Anfängen, bei denen ich nicht mehr sicher bin, ob sie zu 100% aus meinem Hirn stammen. Dann lösche ich sie und hoffe, dass ich ihnen nicht Unrecht tue und sie vielleicht doch aus den Tiefen meiner Hirnrinde geflossen sind. Stichwort: „Kryptomnesie“ (Danke Wolf!)

„Als Kryptomnesie (griechisch κρυπτός kryptos „verborgen“ und μνήσης mnésis „Erinnerung“) versteht die moderne Psychologie das Phänomen, dass vergessene oder verdrängte Erinnerungen und Ideen überraschend wiederkehren, ähnlich einem Déjà-vu.“
(Quelle: Wikipedia

Bedenklich wird es, wenn man selbst erst die Twitter-Suche bemüht, bevor man etwas twittert, da die Unsicherheit zu groß ist, der Gedanke wurde schon mal von jemand anderem gedacht. Wenn das kein entspanntes twittern ist.

Du hast erst dann Twitter verstanden, wenn …

… Du nicht mehr über Regeln nachdenkst, die es angeblich eh nicht gibt
… Du nicht mehr auf Follower-Zahlen achtest und daran, wie viele Menschen Dir entfolgen und warum.
Was allerdings widernatürlich wäre, denn der Mensch misst sich ständig. Am liebsten an anderen. Hier kann man sich allerdings das Leben auch wirklich unnötig schwer machen, wenn man sich zu sehr reinsteigert. Ich verrate euch etwas: Die Menschen entfolgen, weil sie einen nicht mehr lesen wollen. Spielt da der Grund wirklich eine Rolle? Ihr kennt diese Menschen in 99,9% der Fälle gar nicht.
… Du nur dann schreibst, wenn Dir etwas einfällt, was Du Deinen „echten Freunden“ erzählen würdest.
… Du nicht mehr berechnend schreibst, weil gerade ein Thema angesagt ist und Du Dir extra Follower und Sternchen erhoffst

Unsinn.
Da gibt es nichts zu verstehen. Verstanden hat man es dann, wenn man nicht versucht, es zu verstehen.

Lasst euch nicht einschüchtern, wenn ihr euch anmeldet. Seid ehrlich zu euch selbst: Entweder habt ihr etwas zu sagen oder nicht. Kaum jemand von den großen Twitterern in Deutschland mit mehr als 10.000 Followern ist ein Pulitzer-Preis-Anwärter oder ein großer deutscher Lyriker – mit Verlaub und bei allem Respekt.
Diese Menschen sind in der Regel viel länger Mitglied bei Twitter und haben auch (!) deshalb so viele Follower. Und eines kann ich euch versichern: Es ist auch nicht immer alles witzig, für das Leben wertvoll, sinnvoll, großartig, spektakulär, bahnbrechend und weltbewegend, was sie schreiben.

Überzeugt euch selbst.
Schreibt, was euch in den Sinn kommt – aber schreibt nicht ab.

Es gibt ein Urheberecht, welches besagt:

„Das Urheberrecht bezeichnet zunächst das subjektive und absolute Recht auf den Schutz geistigen Eigentums in ideeller und materieller Hinsicht“

„Als geistiges Eigentum (engl. intellectual property, kurz IP) eines Menschen wird all jenes Wissen und Kulturgut bezeichnet, das dieser sich durch geistige Anstrengungen wie Lernen, Forschen, Nachdenken, Lesen oder auch Diskutieren zu eigen gemacht hat. Der Begriff wird außerdem als Jargon für Urheberrechte und gewerbliche Schutzrechte verwendet.“
(Quelle: Wikipedia)

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