Das Verhalten erwachsener Frauen auf der Bürotoilette

Es gibt eine Menge Mythen rund um dieses stille Örtchen. „Wäre es denn bloß still“, denkt sich jetzt manch eine Frau und errötet zart, den Feierabend herbeisehnend, wenn sie Zuhause auf der mit 4-lagigem Toilettenpapier schallgedämpften Toilette, umgeben von elektrischen Duftzerstäubern, Kerzen und Ladekabel endlich die „9 Pfund ohne Knochen“ rausdrücken kann.

 

 Katharina Wieland Müller  / pixelio.de

Horrorszenario im Büro:

Druck auf dem Darm und es gibt nur eine Toilette. Einhalten.
Druck auf dem Darm und es gibt nur zwei Toiletten: Einhalten
Druck auf dem Darm und es gibt 3 Toiletten: Tricky!
Sind die einzelnen Kabinen oben und unten offen: Einhalten
Sind die einzelnen Kabinen in sich geschlossen: Drauf!

Jetzt beginnt die Präzisionsarbeit und hierfür einige ausgeklügelte Techniken:

1. Einige werfen eine Menge des Toilettenpapiers in die Schüssel, um den Aufprall zu dämpfen

2. Andere ziehen während des Vorgangs mehrmals die Spülung, um die Geräusche und Gerüche zu unterdrücken

3. Wiederum andere telefonieren laut oder täuschen tuberkulöse Hustenanfälle vor – der Grund dafür konnte bisher nicht eruiert werden. Die männlichen Forscher können es nicht nachvollziehen, die weiblichen haben nur Einzeltoiletten und leugnen alles

4. Der Extrem-Fall (hier wollte die Autokorrektur Exkremfall schreiben, wobei Ex-Krem, wer hat sich diese Sprache ausgedacht?!): Diarrhoe und ich weiß nicht, ob neben Land auch Winde kommen. Also krampfe ich 20 Minuten vor mich hin und entlasse homöopathische Mengen nach und nach, anstatt einmal den Mann in mir rauszulassen und alles andere mit.

Endlich habe ich es geschafft! Ich bin so stolz auf mich, endlich wieder Mensch! Der gesamte Körper von Haarspitze bis großer Onkel entspannt. Ich bin glücklich und zufrieden. Doch dann passiert es! Ich höre, wie jemand die Tür zur Toilette öffnet und weiß, ich habe genau zwei Möglichkeiten, je nach Anzahl und Art der Kabinen (wir erinnern uns: Offen oder geschlossen)

1. Ich warte, bis die Person in der Kabine verschwunden ist und renne los, in der Hoffnung keine weitere Person betritt den Raum. Puh. Glück gehabt. Wir wissen zwar davon, wir reden jedoch nicht darüber. Der Zauber wurde bewahrt.

2. Ich bin mutig und verlasse die Kabine. Falls jemand reinkommt, rolle ich theatralisch die Augen, rümpfe die Nase, während meine Lippen mit einem dezenten Kopfnicken Richtung besetzter Kabine leise „Phieeeew“ formen und ich den Raum schnellstmöglich verlasse

Doch eigentlich wissen wir es alle: Frauen exkrementieren nicht uns das alles basiert nur auf meiner recht sonderbaren Phantasie.
Ich habe allerdings gehört, wie Männer es tun:

Sie gehen kacken. Und machen es laut.

 

Lesen Sie bald wieder:
Frauen und Raststätten-Toiletten
Exclusiv: Zu Besuch bei Freunden ohne Fenster im Bad

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