Pierogi

Es stand recht früh fest, dass ich meinen runden Geburtstag nicht zuhause feiern möchte. Wer in der Fastenzeit in Polen geboren ist, hat als Kind in Bezug auf Geburtstage eh bescheidene Karten gezogen. Zumindest in meiner Familie. In der Fastenzeit werden keine Feste gefeiert. somit habe ich nie wirklich viel Hehl um diesen Tag gemacht. Bis ich in der Pubertät in Deutschland zu Geburtstagen eingeladen wurde und feststellte, wie schön das ist, wenn sich einen Tag lang alles um einen dreht, die Leute besonders nett sind, die Mamas das Lieblingsessen kochen und man schöne Geschenke bekommt. Änderte nichts daran, dass ich selbst meinen nicht feierte.

Wohin also? Wellness in Reykjavik? Entspannung in Prag? Verstecken in Helsinki? Oder eine Reise in die Heimat? Ausschlaggebend war der 88. Geburtstag meiner Großmutter, die ich bereits seit mehr als 5 Jahren nicht gesehen hatte und die nur 6 Tage vor mir „feiert“.  Also Oma besuchen und dann für ein paar Tage nach Krakau, eine der schönsten Städte der Welt. Mit Smok (Wawelski) und einem Smog, der dazu führt, dass man Popel aus der Nase rausoperieren möchte und weiße T-Shirts am nächsten Tag nicht mehr anzieht.

Meine Sprachkenntnisse sind nach wie vor beeindruckend, wenn man bedenkt, dass ich seit 28 Jahren in Deutschland „zu Besuch“ bin. Ich telefoniere jedoch regelmäßig mit Oma. Manchmal aus Pflichtgefühl, wenn Mama wieder daran erinnert, dass Oma Namenstag hat oder „Oma-Tag“ oder „Tag des 2. Vornamens des Schwagers …“ – an Feiertagen mangelt es in Polen nicht, das ist klar – aber auch wissend darum, dass sie im Dorf recht einsam ist und sie gerne zuhört, wenn ich von meinen Reisen erzähle oder sich darüber amüsiert, wenn sie mich wieder mal ein Wort minutenlang umschreiben lässt, weil es mir auf polnisch nicht einfällt. Außerdem sagte sie mal: „Mein Mädchen, meine Große, Du hast ein Lachen, das macht einem das Sterben doppelt so schwer“ – also halte ich mich dran, so schnell lasse ich sie nicht gehen. Zumal Oma mit 88 an diversen „alte Leuten-Leiden leidet“, im Kopf jedoch nach wie vor so scharf ist, wie eine polnische Rasierklinge. Sie abonniert eine antiklerikale Zeitung, schaut Nachrichten und liest sehr gerne.

Ich bin das drittälteste von 10 Enkelkindern.

Das wird keine tränenreiche „Oma kocht das Lieblingsessen und wir lächeln uns stundenlang an und verstehen einander ohne Worte“-Geschichte. Die Oma meines Herzens und meiner Seele ist bereits gegangen. Diese Oma ist eine, die ihre Kinder und Enkel mit strenger Hand erzog und führte. Fürsorglich, jedoch nicht umgarnend. Ihre Anerkennung und Liebe musste man sich verdienen: Durch gute Schulnoten, einwandfreien Gehorsam, Fleiß, Geschickt in der Handarbeit (an der Stelle musste ich in allen anderen Kategorien doppelt so hart arbeiten, da gänzlich ungeschickt) und nochmal Gehorsam.


Diese Frau ist resolut, streng, kommt ohne Umschweife auf den Punkt, nimmt kein Blatt vor den Mund und kann einen problemlos vor der gesamten Familie bloßstellen. Ohne, dass sie es darauf anlegt. Als fest stand, dass ich sie sehen werde, habe ich ernsthaft Bauchschmerzen bekommen bei dem Gedanken daran, wie sie mich einem großmütterlichen body check unterzieht, bei dem James Bond und Putin in die Hose machen würden. Seit ich denken kann, hat sie an allen rumgemäkelt: Zu dick, zu dünn, zu lange/kurze Haare, zu wenig/zu viel hiervon oder davon.______________

Ich hatte ganz vergessen, dass ich diesen Text in den Entwürfen hatte. Die Reise ist bereits einige Monate her und was soll ich sagen: Ich habe ihr eine Ansage gemacht. Und danach hatten wir 2 richtig schöne Tage mit vielen Gesprächen. Ich habe sie als Quelle förmlich ausgesaugt: All ihr Wissen über meine Mama, über meine Kindheit, ihre Kindheit und Jugend, über das Leben an sich, ihre Ansichten darüber, was sie bereut und worauf sie stolz ist.

Wer weiß, ob ich sie nochmal sehen werde. Es war eine gute Reise. Und eine längst überfällige.

 

 


Ich kenne eine Fette …

❤️

trish n´chips

Heute war ich bei einer Veranstaltung, bei der Leute die selber diskriminiert werden, nicht müde werden über andere vorschnell zu unteilen.

Ich könne jetzt Beispiele geben, möchte aber lieber von einer Frau erzählen, die ich kenne.

Die Frau ist fett. Sie hat meist fettige Haare und verlässt das Haus nie, deshalb trägt sie nur Jogginganzüge und Schlafsachen. Sie ist 36, sieht aber mindestens 10 Jahre älter aus.

Diese Frau hat 3 Kinder und einen Mann. Der Mann hat schlechte Zähne und sitzt jeden Abend vor dem TV oder zockt. Er hat Unmengen an Videospielen. Dazu trinkt er gerne mal ein Bier.

Die Teenager-Tocher geht zur Hauptschule. Vor und nach der Schule, muss sie sich um den Hund der Familie kümmern. Im Haushalt muss sie auch helfen und der ist wirklich chaotisch.

Die Söhne sind Zwillinge und gehen noch in den Kindergarten obwohl sie schon 6 sind. Sie wirken verwahrlost, da…

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Hübscher Pragmatismus.

„Wie pragmatisch Du bist.“

Ein Satz, den ich die ersten 30-35 Jahre meines Lebens nicht gehört habe. Pragmatische Menschen kenne ich zu Hauf, 3/4 meiner engsten Familie ist enorm pragmatisch, was die Differenzen zu mir enorm deutlich machte. Ich glaube nicht an Horoskope, bin jedoch fasziniert von den Charaktereigenschaften einzelner Sternzeichen-Gruppen. Am interessantesten finde ich Zwillinge und Fische.

Vor Ewigkeiten habe ich mal gehört, dass die Menschen ab ca. 35 die Charaktereigenschaften ihres eigenen Sternzeichens ablegen und nach und nach die des Aszendenten annehmen, Alter. Das wollte ich nicht. Aber darum geht es hier nicht. Es geht darum, dass ich nun pragmatisch(er) bin. Das ist nicht über Nacht passiert, es war ein schleichender Prozess, der sich nach und nach offenbarte und sein Gesicht in vielen Nuancen der Zwischenmenschlichkeit zeigte, aber auch in Bezug auf die Betrachtungsweise des Lebens. Des eigenen Lebens.

Die erste Hälfte des Lebens lebst Du, um anderen zu gefallen und gerecht zu werden. Dann stellst Du fest, die 2. Hälfte ist womöglich keine.

Ich bin ein unfassbar harmonieliebender Mensch, um den Preis des eigenen „Unglücks“ in Form von nachgeben, einstecken, zurückstecken. Ich streite nicht und diskutiere auch nicht bis aufs Blut, ich werde nicht laut und niemals persönlich oder verletzend. Damit bin ich immer sehr gut gefahren, habe keine Entscheidung bereut, stets in Ruhe und Frieden gelebt und rosapuderiger Harmonie. Lieber steckte ich ein, als dass ich jemanden verletzt hätte. Kritik schluckte ich runter, fraß sie regelrecht in mich. Nicht nur im übertragenen Sinne. Dabei wurde ich fast nur aufgrund meines Aussehens kritisiert und auch nur von den Liebsten, den Engsten, denen, die man nicht verletzt.

Während ich mir diese Zeilen schwarz auf weiß ein- und vor allen Dingen zugestehe, spüre ich etwas Säure im Bauch. Es hat über 35 Jahre gedauert, bis ein leiser Widerstand in mir anfing zu brodeln, der sich anfangs so subtil äusserte, dass ich ihn kaum wahrnahm.

„Wie pragmatisch Du bist.“
„Sowas kenne ich gar nicht von Dir.“
„Das hat Dich doch sonst nie gestört.“
„Sei nicht sauer, ich meine es doch nur gut mit Dir.“

Das waren Codes, die ich nun endlich entzifferte. Ich hatte plötzlich Lust auf Widerstand, auf „Nein“ sagen, auf anecken, auf Provokation, auf Protest, auf „Lass mich!“ und „Leck mich!“

Herrgott, eckte ich damit an. Erstmal nur so mit dem kleinen Zeh, dann auch mit dem Hintern, Kopf und Herzen. Aber es fühlte sich gut an, es fühlte sich aber auch fremd und kühl an.

Vor 3 Monaten beschloss ich, meine Oma in Polen zu besuchen. Sie würde 88 Jahre alt werden und ich hatte sie seit 5 Jahren nicht gesehen. Ich möchte nicht lügen, das würde keine herzergreifende Geschichte werden, dafür verbindet mich nicht sehr viel Emotionales mit dieser Frau. Ich liebe sie, weil sie meine Oma ist. Meine große Oma-Liebe ist bereits gegangen.

Meine Oma ist eine große Kritikerin vor dem Herrn. Sie liebt mich. Mein Lachen, meine Intelligenz, meinen Lebensstil. Sie kritisiert seit ich denken kann meinen Körper. Jeden anderen auch, aber hier geht es um mich. Das machte sie immer, vor allem Leuten führte sie mich vor, tastete mich ab, mäkelte hier und da und sonderte hämische Sätze ab, um mich 5 Minuten später zu maßregeln, wenn ich nicht alles von der überdimensionierten Essensportion aufaß. „Damals im Krieg …“ – man kennt das ja.

3 Monate dachte ich darüber nach, was ich sagen würde, wenn sie wieder damit anfinge. 3 Monate lang überlegte ich mir schlaue Sätze und Beschwichtigungen. Als ich ankam und noch vor dem „Hallo, schön, dass Du da bist“ einen unnötigen Kommentar hörte, wurde ich sehr ruhig und gefasst. Und dachte an einen Tweet, einen, den ich immer und immer und immer wieder wie ein Mantra jeden Tag vor mich hin flüstere:

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Und genau das sagte ich. Mit dem Vermerk: „Es reicht. Es reicht wirklich.“

Unter uns … das mag sich gar nicht so groß anfühlen, für jemanden, der an der Stelle eine sensationelle Pointe erwartet hat, aber lasst es mich so sagen: „Das macht nichts. Ich bin in der Hinsicht ziemlich pragmatisch.“

Niemand – und ich meine wirklich NIEMAND – hat das Recht, meinen Körper zu kritisieren.

 


Die hässlichsten Schuhe der Welt. 

Seine schmutzige und rissige Hand, mit den dunklen Rändern unter den Fingernägeln ist fast zu groß für den recht klobigen Schuh. Er hat sie dennoch fast komplett reingeschoben und drückt seine Hand mit dem Schuh drumherum fest gegen seinen Bauch. Konzentriert gleitet er mit einem Staubtuch über die Oberfläche.
„Das ist eine eher seltene Farbe für Schuhe“, sagt er und lächelt, während er farblose Politur auf dem weichen Leder verreibt und gewissenhaft über die Nähte und den neu angebrachten Absatz gleitet. 
„Den habe ich auch ordentlich beim Kleben drücken können, nicht wie bei dem, den Sie letzte Woche vorbeigebracht haben. Solche Schuhe bekomme ich selten. Die meisten sind Wegwerf-Schuhe, für eine Saison, überall wird eingespart, da muss man aufpassen, dass man bei dem Versuch, einen zu reparieren, nicht noch mehr kaputt macht.“

Ich schäme mich fast ein wenig, ihm letzte Woche einen Stiefel gebracht zu haben, der gerade mal 4 Monate alt ist, bei dem ich mir jedoch den Absatz fast komplett abgerissen habe, aber wegwerfen wollte ich ihn ja nicht gleich. 
Er poliert fast liebevoll das alte Leder und ich kann es kaum erwarten, diese Schuhe wieder anzuziehen. Ewigkeiten lagen sie hinten im Schrank, die Absätze abgelaufen, das Innenleben ein wenig desaströs, das Leder abgegriffen. Mein erstes Paar Schuhe, für das ich mehr Geld ausgegeben habe. Es war Liebe auf den ersten Blick, wie bei allen Schuhen, mit dem Unterschied, dass diese gebraucht waren, orange, eckig und klobig. Meine stil-sichere Freundin Maike bezeichnet sie als „die hässlichsten Schuhe der Welt“ und ich traue mich nicht, sie zu tragen, wenn ich sie treffe, denn ich liebe diese Schuhe und werde dann etwas traurig.
Ich bin kein Maßstab und hinsichtlich Schuhe noch nie mit der Mode gegangen. Bei Chucks damals fehlte das Geld, bei den 3 Streifen sowieso, Doc Martens fand ich furchtbar hässlich. Ich trage Schuhe, die kaum jemand trägt, die modischen Eskapaden und Farbreste der Designer, Meine Schuhe sind orange, türkis, lila und auch mal gemischt. Gut, einige „Klassiker“ sind auch dabei. Spaß machen Schuhe, seit ich mir ein Fußbett leisten kann, seit ich Schuhe kaufen kann, bei denen ein Schuster lächelt, während er sie in den Händen hält.
Nun lächele ich aber, als der Mann, der seit 30 Jahren Schuhe repariert sagt, meine Schuhe seien gut und dass ich sicher noch sehr lange Freude daran haben würde, wenn ich sie regelmäßig pflege. „Das Leder“, sagt er und streichelt über die nun glänzende Oberfläche „das ist ein echt Gutes.“

Morgen hole ich einen Mantel beim Schneider ab, an dem 3 Knöpfe abgefallen sind. Und einen Pulli, an dem sich der Saum aufgeribbelt hat. Ich liebe das Lächeln des uralten Griechen mit den riesigen Händen, dem Nadelkissen ums Handgelenk und dem Maßband um den Hals und weiß, dass die Knöpfe nun den Mantel überleben werden. Und seine Zunft auch noch ein Weilchen, solange ich Knöpfe verliere und deshalb den Mantel nicht gleich wegwerfe.

  


Erkenne dich selbst!

lieblingsgruebchen

Wie gerne würde ich manchen Menschen das entgegen schreien.

Erkenne dich selbst! Schau dich im Spiegel an, schau dir an, wie du bist – körperlich. Suche dir Menschen, die dir ein Spiegel sein können, und schau dir mit ihrer Hilfe an, wie du bist – im Verhalten, von außen, im Denken, im Fühlen. Schau dich selbst an, mit allem was zu dir gehört, und sieh!

Betrachte dich.

Was findest du gut an dir?
Was findest du nicht gut?
Wie möchtest du damit umgehen, dass du etwas an dir nicht gut findest?

Wenn du deinen Freunden von deiner Lebenssituation erzählst, wenn du unglücklich bist – möchtest du dann eine Rückmeldung?
Möchtest du die Meinung deiner Freunde überhaupt hören oder sollen sie nur zuhören, es über sich ergehen lassen und schweigen?

Möchtest du die Meinung deiner Freunde hören, auch wenn sie dir unbequeme Dinge sagen?
Auch wenn sie dir sagen, dass du…

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Meine Frau und ich. Eine Liebesgeschichte mit bitterem Beigeschmack. Und Happy End.

Unfassbar viel Liebe.

kurzhaarschnitt

Der folgende Text ist in Absprache mit meiner Ehefrau entstanden und wird mit ihrer ausdrücklichen Genehmigung von mir veröffentlicht. Ich nenne sie hier Karo, was nicht ihr richtiger Name ist aber das Schreiben und Lesen einfacher gestaltet.

Damals, als die Welt sich in ‚wir‘ und ‚die anderen‘ teilte und wir riesengroß wurden und einfach losflogen.

@kurzhaarschnitt, Twitter

Wenn ich heute an die Zeit des Kennenlernens meiner heutigen Ehefrau zurückdenke, fällt mir auch immer sofort unser erstes Date ein, bei dem ich mit den Worten „Darf ich?“ die Rechnung übernehmen wollte und sie darauf kodderschnäuzig antwortete „Nee, jeder zahlt für sich. Sonst fühl ich mich beim nächsten Mal verpflichtet, dich einzuladen, und wer weiß, ob ich das dann gerade will?“. Neben der Tatsache, dass sie ein weiteres Treffen in Betracht gezogen hatte (Yay!), hatte sie mich damit beeindruckt. Weil ich klare Ansagen mag, auch und gerade gleich beim Kennenlernen. Es erspart…

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Körperwelten.

Ich wünschte, mir wäre so eine Szene aus der Dove-Werbung passiert, in der ich mich selbst male und dann von jemand anderem gemalt oder beschrieben werde. Und das Bild, was von mir gemalt oder beschrieben wird, stimmt mit dem Bild überein, das ich malte oder beschrieb.

Das würde bedeuten, dass ich mit mir im Reinen bin.

Manchmal überlege ich, ob ich eine Umfrage im Freundes- und Bekanntenkreis mache und die Leute bitte, 3 Attribute aufzuzählen, die ihnen zu meiner Person einfallen. Sie können den Charakter oder das Aussehen beschreiben.
Doch das lasse ich, denn ich kenne das Ergebnis, schließlich habe ich das Drehbuch geschrieben und halte mich daran.

So leicht es mir fällt, Perfektionen an anderen Menschen auszumachen, zu beschreiben und mich daran zu entzücken, so sehr feinde ich meinen eigenen Körper an und frage mich, ob es erst ein bestimmtes Alter oder ein schwerwiegendes Erlebnis braucht, um ihn lieben zu lernen und zu schätzen.

Es gibt diese entzückenden, körperlichen Attribute, an denen ich mich kaum satt sehen kann.

Da wären die wunderschönen Sommersprossen meiner Schwester, die sich jeden Sommer unzählig auf ihrem Gesicht vermehren und die ich seit jeher –  in Gedanken –  zu Blumen und an doofen Tagen zu kleinen fiesen Pickeln verbinde und mir bei jeder Sternschnuppe wünsche, selbst welche zu haben. Also die Sommersprossen.

Oder die Hände meines Vaters, die sehr groß sind, so groß, dass meine Hände, die auch riesig, klobig und unschön sind, immer noch in seine passen, mit kräftigen Fingern, von der Sonne, harter Arbeit und Alter angemalt. Immer warm und trocken.

Das Schlüsselbein einer Freundin, an dem ich mich nicht sattsehen kann, so perfekt geformt und sinnlich diese Kuhlen. Und ihre schönen Fesseln.

Die Wimpern  eines Freundes, die so lang sind, dass er schwer eine Sonnenbrille findet, in denen die Regentropfen glitzern oder neulich, auf dem einen Bild, die Schneeflocken hingen. Dazu seine leicht schiefen Zähne, selten verdeckt von den wunderschönen Lippen, die so oft lächeln und zauberhafte Grübchen in seinen Wangen formen, die mich an die Grübchen meiner Oma erinnern, deren Teddybär-Knopfaugen, umrahmt von Millionen zart gewobener Lachfältchen waren, obwohl sie so viel Leid und Kummer im Leben gesehen haben.

Die langen, muskulösen Beine einer Freundin, die über ihren Bauch schimpft, während ich den Blick kaum von den schönen Schenkeln abwenden kann und mich darüber freue, dass sie diese nun doch mit langen Hosen und hohen Schuhen betont.

Da ist der Mann mit diesen entzückenden Grübchen über dem Po, die man mit den Fingern ertasten kann, wie auch die einzelnen Knöpfe seiner Wirbelsäule, je nachdem, wie er den Rücken gerade dreht oder dehnt. Und die Vertiefungen an seinen Schultern, wo sich die Muskeln abzeichnen.

Diese eine Frau, deren Kurven mich schier um den Verstand bringen, die so unsicher ob ihrer Wirkung und Ausstrahlung ist und deren Umarmungen sich wie Wolkenwandern anfühlen und den Himmel auf Erden versprechen.

Die Kollegin, die jederzeit ein Hand-Modell sein könnte, mit ihren grazilen, schönen Fingern und Händen, die so sanft sein können, wenn sie eine nasse Wange berührt, um Trost zu spenden.

Und die Twitterin, die langsam Frieden mit ihrem Körper schließt und sich immer wieder durch unüberlegte Äußerungen verunsichern lässt, dabei eines der schönsten Lächeln hat, die ich je sehen durfte.

Der Mann, der sich die Hand vor den Mund hält beim lächeln, weil er seine Zähne nicht mag, wo ich nur Augen für seine lachenden Augen habe.

Die Frau bei Twitter, die sich recht gut selbstdarstellt und auch kokettiert, wohlwissend um ihre körperlichen und vor allem geistigen Attribute, die sich jedoch blitzschnell verunsichern lässt, durch ihre Mutter.

Der menschliche Körper besteht aus sehr vielen Quadratmetern sensibler Liebesfläche. Wie einfach es ist, das bei anderen Menschen zu bemerken und wie schwer es ist, 3 Dinge zu finden, die man an sich selbst mag. Ohne Einschränkung. Auch wenn man sich vor Augen führt, wie gut einen dieser Körper bisher durch das Leben gebracht hat, was er bewältigt hat, was ihn gezeichnet hat, all seine Imperfektionen. Ein Körper, der Geborgenheit, Schutz, Erlösung, Frieden bringt. Anderen.

Und bevor ich falsch verstanden werde. Es geht nicht primär um Gewicht und Proportionen, sodern um die eigene Wahrnehmung. Ich bin sicher, dass ich nicht sehr viel glücklicher wäre, hätte ich Konfektionsgröße 38 und dabei immernoch eine Narbe im linken Auge, eine schiefe Nase, schiefe Zähne, ein zu großes Ohr, Knubbelknie, Narben und Milliarden von Muttermalen, statt Sommersprossen, Schwangerschaftsstreifen in den Kniekehlen und nen Entenarsch.

Es gibt viele Faktoren und Einflüsse, die uns immer wieder verunsichern und unsere Wahrnehmung verzerren: Die eigenen Eltern, die ihre Unzufriedenheit auf uns projizieren, Werbebotschaften, die uns erst einreden, dass etwas mit uns nicht stimmt und dann eine ‚Lösung‘ präsentieren, Sendungen und Trends.

Neulich bat ich mein Patenkind, uns beide zu malen. Er ist 5 und kann durchaus Proportionen malen. Ich hatte etwas Bammel davor und erwartete einen großen Kreis mit kurzen Beinen und dicken Händen, einer Explosion an der Stelle, an der andere Menschen Haare haben. Gehofft habe ich auf ein Strichmännchen mit einem großen Grinsen.

Er sagte „Keine Lust! Du hast doch das Foto von uns gemacht, wo wir voll lachen, nimm das mit und lass uns spielen.“

Ich habe keine Ahnung, ob das eine Weisheit ist, aber ich werde heute ganz doll versuchen, 3 Dinge an mir zu finden, mit denen ich zufrieden bin. Versucht es auch.

 

  
 


Man tötet meine Nachbarn. Ich will das nicht.

kurzhaarschnitt

In den 90er Jahren, ich war so Mitte zwanzig, bereiste ich Frankreich. In einem kleinen Ort am Rande der schönen Carmargue war ich an einem sonnigen Vormittag unterwegs und suchte eine Straße. Ich hatte eine Wegbeschreibung aber keinen Stadtplan, und so musste ich mich durchfragen. Ich tat dies mit meinem Schulfranzösisch, mit dem ich, gespickt mit vielen „Äh-s“, einen alten Mann vor einem kleinen Café ansprach, der dort mit einer Zigarette saß und in der Zeitung blätterte. Er hörte mir geduldig zu, wie ich ihm den Straßennamen nannte, sah mich an und schmunzelte. Dann wies er mit seiner Hand die Straße hinauf und erklärte mir, ich solle die nächste Straße rechts nehmen und dem Verlauf folgen, dann würde ich zu meinem Ziel kommen.
Ich bedankte mich und ging den beschriebenen Weg. Es dauerte wohl etwa zehn Minuten, dann stand ich wieder in der Straße mit dem Café, vor dem immer…

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Magic carpet ride.

„Bist Du schon wieder angekommen?“ ist die Frage, die ich in den letzten 2 Wochen, seit der Rückkehr aus Kanada, am häufigsten höre. Dicht gefolgt von „Und, wann wanderst Du aus?“

Die erste Frage ist sehr leicht zu beantworten: Ja, leider. Das ging sehr schnell, nämlich, sobald ich auf deutschem Boden war, muss ich gestehen. Was mir vor Kanada nicht so klar und deutlich war, ist die schlechte Grundstimmung in Deutschland. Bevor man mir die Glorifizierung Kanadas vorwirft, sei hier anzumerken, dass ich nicht ausschliesslich aus der Sicht eines Touristen spreche, sondern eines Menschen, der, unter anderem, 6 Wochen lang auch einen Alltag hatte und sehr viele Menschen traf und kennenlernte, die dort leben, arbeiten und lieben.

In 10 Wochen ist mir kein einziger, unfreundlicher Mensch begegnet. Sehr schnell bestätigte sich auch der „Witz“:

„Woran erkennt man in einem  dunklen Raum mit 50 Personen den einzigen Kanadier? Er ist der einzige, der sich entschuldigt, wenn man ihm auf den Fuß tritt.“

Wer schon mal in den USA war, kennt ggf. diese „How do you do?/How are you?“-Mentalität, deren Interesse und Freundlichkeit mit dem Setzen des Fragezeichens endet. Nicht so in Kanada. Ob auf der Fähre, im Bus, in der Schlange im Supermarkt, an der Kasse, auf dem Parkplatz, im Geschäft, in der Fußgängerzone, im Flugzeug, auf der Toilette, etc. pp. – selten kommt man so einfach mit Menschen ins Gespräch, die einen anlächeln. Eine Service-Kultur, die ich mir für Deutschland sehr wünschen würde. Ich gehe gerne essen und gebe für gutes Essen auch gerne (mehr) Geld aus, dafür erwarte ich einen einwandfreien Service.

Als ich mit 15 Jahren anfing zu kellnern, sagte mein damaliger Chef: „Hier geben Menschen ihr schwer verdientes Geld für ein wenig Luxus aus. Nicht für die schlechte Laune der Kellner. Wenn ihr also einen Scheiß-Tag habt, ruft lieber an und bleibt zuhause.“

In Kanada wurde ich in meiner (guten) Menü-Wahl bestätigt, man kümmerte sich sehr zuvorkommend. Ob bei Wendy’s oder in der gehobenen Gastronomie. Sicher mag es auch daran liegen, dass das Grundgehalt niedrig ist und das Haupteinkommen durch Trinkgeld verdient werden muss. Das Modell sollten sich einige Gastronomen in Deutschland zumindest mal durch den Kopf gehen lassen. Denn wäre ein Kellner z.B. am Getränke-Umsatz beteiligt, würde ich mit Sicherheit mehr konsumieren (können), statt entnervt und dann resigniert nach der Bedienung Ausschau zu halten und entschuldigend-devot um ein weiteres Getränk bitten.

Mimi nahm mich stets mit, wenn sie ihre Freunde und Bekannten besuchte, so dass ich auf diese Art und Weise sehr viele Menschen kennengelernt habe. Sehr unterschiedliche Menschen. Akademiker, die ihre Professuren der Landwirtschaft zur Liebe an den Nagel gehängt haben, emeritierte Ingenieure, First Nations-Menschen, mit tollen Geschichten, Ziegen- und Schweine-Züchter, Köche, Kindergärnterinnen. Sie alle hießen mich herzlich willkommen und beim spätestens zweiten Besuch, servierten sie mir einen Earl Grey-Tee, den sie beim ersten Mal ggf. noch nicht im Haus hatten. Das mag zwar nun ein schöner Zufall sein, aber jedes Mal, wenn wir jemanden besucht haben – und das geschah beinahe täglich – wurde gerade irgendwas gebacken oder gerade aus dem Ofen geholt😉 Niemand von ihnen jammerte. Man echauffierte sich über die Politik des Landes oder sorgte sich über die Dürre-Periode und diskutierte über die anstehenden Veränderungen, die diese mit sich brächte, wenn sie noch länger andauernde. Man steckte jedoch viel mehr Energie in eine praktische Lösungsfindung, als in das Problem selbst. NACHBARSCHAFTSHILFE wird groß geschrieben.

Auf der Suche nach Schuhen in einer bestimmten Größe, graste ich eine Menge Geschäfte ab. In allen, die diesen Schuh nicht führten, entschuldigte man sich nicht nur dafür, sondern zählte mitunter sogar Alternativen bei der Konkurrenz vor. In Deutschland bekam ich lediglich ein „Führen wir nicht.“ Was ja schon in Ordnung ist. Aber wenn ich möchte, dass diese Person wiederkommt, schlage ich Alternativen vor.

Doch genug davon, ich möchte ja nicht jammern, sondern ich werde handeln. Zum einen werde ich es mir nicht mehr bieten lassen, sondern den Mund aufmachen. Ich möchte nicht der Mensch sein, der die Klappe hält und danach auf Bewertungsplattformen eben diese, destruktiv, aufreisst.

Ich möchte meinen Freunden und Menschen, die mir nahe stehen, deutlicher sagen, wenn mich etwas stört. Konstruktiv und liebevoll, aber sehr deutlich.

Ich werde negative Menschen aus meinem Leben verbannen und den Seelenvampiren den Zugang kappen. Einer der Gründe, warum ich zum Schluss gar nicht mehr getwittert habe: Ich wollte meine schönen, glücklichen Erlebnisse nicht in diese Jauchegrube werfen, in der sie vor lauter Selbstmitleid und Luxus-Pessimismus untergehen, denn es ist offenbar angesagter, auf der negativen Welle zu surfen, als Erfolgserlebnisse zum besten zu geben. Ich wollte das Schöne nicht verpesten lassen. Auch wenn Twitter nur ein Auszug ist, es spiegelt den Querschnitt der Bevölkertung wieder.

Zum Schluss mochte ich nicht mal mehr Nachrichten lesen. Wisst ihr, in der Sportwelt kann man diese „Grund-Negativität“ sehr deutlich sehen. Wird bei einem großen Sportereignis ein Deutscher nicht Erster, sondern Zweiter oder 14er, ist die Euphorie verhalten. Ich wäre FROH, wenn ich bei einer Tour de France EINE Etappe schaffen würde. Die Wertschätzung für Erfolge ist schlichtweg verschroben. Gänzlich. Auch wenn mir schleierhaft ist, welche Meßlatte man an diesen Stellen zugrunde legt.

Wenn man dann ein wenig Abstand zu Twitter und Facebook, den Nachrichten-Apps, WhatsApp-Gruppen bekommt und wenn man glücklich ist oder wie ich, von Grund auf positiv, lösungsorientiert und optimistisch, fällt es zunehmend schwer, dieses Wohlstandsjammern zu ertragen.

Daraus resultierend, bin ich sehr vielen Menschen entfolgt, die ausschliesslich negative Stimmung machen und mitunter ernsthafte, seelische Probleme haben.Der einfache und durchaus egoistische Grund dafür ist: Es zieht mich runter.

Da ich weder ein Psychologe bin, noch die Ambition habe, die (wildfremden) verlorenen Seelen zu retten, die seit Jahren, täglich vom Ende ihres Lebens twittern, muss ich sie meiden. Ich muss und will so leben, als hätte ich nur dieses eine Leben und in diesem steht an erster Stelle der wichtigste Mensch: ICH. Nur dann, wenn dieser Mensch frei atmen und sich entfalten kann, kann er für andere nützlich sein.

Jeder hat sein Päckchen zu tragen, auch wenn er dieses nicht täglich vor einem großen Publikum ausbreitet. Doch jeder hat das Recht zu entscheiden, ob er sich noch ein weiteres auflädt und noch ein weiteres. Auch Kanadier haben ihre Päckchen, die Polen, Niederländer … es ist eine Frage der inneren Einstellung, wie man mit diesem Paket umgeht. Eine Willensentscheidung, ob und wie weit man es trägt oder sich dabei helfen lassen möchte und kann. Ich bin kein Arzt und maße mir nicht an, darüber urteilen zu können. Ich weiß jedoch aus eigener Erfahrung, dass es Selbstheilungskräfte gibt, die man aktivieren kann und das passiert nicht dadurch, dass man sich selbst jeden Tag den Dämonen hingibt.

Deutschland ist ein tolles Land, lasst euch das von jemandem sagen, der in einigen Ländern dieser Welt leben durfte oder zumindest einen guten Einblick bekommen hat. Deutschland hat viele Regeln und Gesetze – manche mögen übertrieben sein und auch unlogisch, doch im Großen und Ganzen haben wir das Privileg eines Rechtsstaates, in dem der Wille vom Volke ausgeht,  wir sind größtenteils von Naturkatastrophen verschont und idealerweise hat niemand von uns, der hier seit Jahren lebt, Angst um sein Leben und seine Zukunft haben müssen. Klar, kann es dann schon mal langweilig werden, weshalb man sich dann über Straßenschilder, zu viele Kalorien in der Pizza, Schnee im Winter, Sonne im Sommer, Regen im Frühling und Laub im Herbst, zu laute Vögel, zu grüne Frösche, etc. pp.  aufregt.

Oder man kann den Stock aus dem Arsch ziehen und authentisch sein, statt auf jedes Brett zu treten, das vorbeirollt.

Die zweite Frage, die mir seit meiner Rückkehr gestellt wird, ist auch einfach zu beantworten:

An dem Tag, an dem ich das ewige Jammern nicht mehr ertragen kann.


Eine denkwürdige Begegnung

Kurz vor dem Ortsausgang fällt mir ein, dass ich meinen Unternehmesausweis vergessen habe, also drehe ich die Runde im Kreisverkehr um 180 Grad und fahre nochmal zurück. Die Sonne scheint, es sind 11 knackige Grad, ein wolkenloser Himmel über der Stadt. Die Sonne blendet ein wenig.

In dem Moment, indem ich die Sonnenblende herunterklappen will, sehe ich sie aus dem Augenwinkel und trete mit beiden Füßen fest auf den Bremsklotz. Erstaunlicherweise habe ich in dem Moment die Stimme des Wagenverkäufers im Ohr: „Im Falle eines Falles, treten Sie mit beiden Füßen drauf, dann steht der Wagen wie ne 1.“

Womöglich hat mein Unterbewusstsein gerade ein Leben gerettet. Ich spüre jedoch, dass es einen Kontakt zwischen meinem Wagen und der Frau gab. Ich schalte den Warnblinker ein und springe aus dem Auto. Sie steht da. Klein, zierlich, ein großes Tuch um den zitternden Körper gewickelt, sie trägt einen Rock, ihre dicke Strumpfhose wirft Falten, als wäre sie zu groß, die Füße stecken in klobigen Schuhen. Mit einer Hand hält sie sich an meiner Motorhaube fest, die andere hat sie fest um das Tuch vor ihrer Brust zur Faust geballt, die Knöchel treten weiß hervor. Ihr Atem bildet Atemwölkchen, stoßweise.

Der Wagen hat sie am Bein berührt, glücklicherweise nur berührt. Ich berühre ihre Schulter, sie starrt auf den Boden. „Hallo, sind Sie in Ordnung?“ frage ich. Sie schweigt, der gesamte Körper zittert.

„Hören Sie mich? Geht es Ihnen gut? Haben Sie sich wehgetan?“

Ihre Lippen sind blau, eine dunkle Haarsträhne lugt unter dem Kopftuch hervor. Ich berühre sie sachte an der Schulter, um sie zum Bürgersteig zu führen. Hinter meinem Wagen bleiben andere Autos stehen. Jemand fragt, ob wir Hilfe brauchen, ich schüttele den Kopf und bedanke mich.

Sie lässt sich zum Bürgersteig führen. Ganz langsam setzt sie einen Fuß vor den anderen, als wären ihre Gelenke steif. Ihre Hand ist kalt. Ich öffne meine Jacke und ziehe die Frau an mich. Keine Ahnung, warum ich das mache. Ich kann sie komplett umarmen, sie ist so kalt und ich sehr warm. Beide Herzen rasen.

„Mamaaaa!“ höre ich und ein Körper schiebt sich zwischen sie und mich. „Mama!“.

Den Rest verstehe ich nicht. Diese Sprache kenne ich nicht. Ein Junge von vielleicht 10 oder 12 Jahren tastet ihren Körper ab, berührt ihr Gesicht und redet auf sie ein. Sie schweigt, legt den Arm um seine Schulter. Ich stehe etwas verloren da. Dann dreht er sich zu mir. Seine Augen sind rot verquollen, ganz klein sind sie.

„Nicht die Polizei rufen“ sagt er. Und fügt hinzu: „Bitte.“

Hinter mir hupt ein Wagen. „Fahren Sie mal beiseite!“ Ruft jemand rüber.

Ich schaue den Jungen an: „Frag Deine Mama, ob sie sich wehgetan hat“, bitte ich ihn.

Er schaut mich an. „Hat Deine Mama Schmerzen? Aua am Knie?“ frage ich und deute auf ihr Knie. Er schaut auf die Beine seiner Mutter, spricht mit ihr. Sie schüttelt den Kopf.

„Kann ich euch nach Hause fahren?“ frage ich.

„Nein, wir wohnen hier“ sagt er und deutet irgendwo hinter sich. Ich laufe zum Auto, suche ein Blatt Papier, schreibe meinen Namen und die Telefonnummer darauf. Gebe ihm den Zettel mit den Worten:

„Ruf mich an, wenn ich helfen kann. Oder gib jemandem die Nummer, der mich dann anruft.“

Er nickt, legt den Arm um die Taille seiner Mutter und geht.

Ich habe so viele Fragen.


daskritzelt

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Jetzt kocht sie auch noch!

ABER MEISTENS SCHMECKT ES

Von unterwegs fuer alle zu Hause

Travelling Canada and Alaska

Mama arbeitet

Alleinerziehend und berufstätig

TrulyLulu

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bruecken_schlag_worte

Brückenschläge und Schlagworte

Costume-Soul

This is who I am, nobody has to like it.

MODEPRALINE

von süss bis ungeniessbar

madame tongtong

The last Unicorn in Wonderland! Greetings from Alice! We are off to Mansfield Park!

Sweet and sticky

Ich hab' was zu sagen. Aber mich fragt ja keiner.

Cosmopolitin

Nicht nach Mitternacht mit Cosmopolitans füttern

Supersonic 4.4

i better be quiet now

WerdenundSein

Ich will nicht werden. Ich will sein.

Doktor FreakOuts Sprechstunde

Alle Kassen, mit Ausnahme der gesetzlichen.

Die Postwurfsendung

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Jetzt kocht sie auch noch!

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Von unterwegs fuer alle zu Hause

Travelling Canada and Alaska

Mama arbeitet

Alleinerziehend und berufstätig

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Wenn es mehr als 140 Zeichen braucht.

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Brückenschläge und Schlagworte

Costume-Soul

This is who I am, nobody has to like it.

MODEPRALINE

von süss bis ungeniessbar

madame tongtong

The last Unicorn in Wonderland! Greetings from Alice! We are off to Mansfield Park!

Sweet and sticky

Ich hab' was zu sagen. Aber mich fragt ja keiner.

Cosmopolitin

Nicht nach Mitternacht mit Cosmopolitans füttern

Supersonic 4.4

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WerdenundSein

Ich will nicht werden. Ich will sein.

Doktor FreakOuts Sprechstunde

Alle Kassen, mit Ausnahme der gesetzlichen.

Die Postwurfsendung

Mein Universum passt in 140 Buchstaben. Meistens. Den Rest finden Sie hier.

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