Input overload.

Ich glaube, dass ich dieses Leben zum ersten Mal lebe und das ist nur eine bedingt relevante Erkenntnis,  die weder irgendetwas entschuldigt noch einfacher macht. Dies ist zwar in jedem Kindergarten/Schule/Uni/Job anfangs ein gültiges und anerkanntes Argument, zieht sich jedoch leider nicht durch das Leben.
Irrelevant ist dieses Argument vor allem für das, was nicht durch DIN, Paragraphen, Gesetze und Regeln genormt ist: Die eigene Meinung.

Grundsätzlich hat jeder das Recht auf seine Meinung. In Bezug auf alles. Das ist ein Segen und gleichzeitg unsäglich schwer in Bezug auf so vieles, mit dem unser erstes Leben uns konfrontiert. Denn man erwartet, dass wir eine Meinung haben. Zu allem.

Noch nie war es so einfach sich zu informieren. Das Wissen in der Handfläche, jederzeit abrufbar. Keine Ausrede mehr, dass man etwas nicht weiß, nicht mitbekommen hat. Es wird nicht mehr diskutiert, nachgedacht, sich erinnert, sondern gegoogelt. Gespräche und Diskussionen werden im Keim erstickt, weil man die Antwort auf jede Frage nachschlagen kann. Dabei und damit geht jedoch leider auch eine Diskussionskultur verloren, der Austausch, die Überzeugung, die eine Meinung manifestierte und stark machte. Einen Menschen authentisch machte. Statt eine eigene Meinung zu formen, senden wir uns YouTube-Links, Tweets, WhatsApp, Artikel und suggerieren damit, das wäre unsere Meinung. Vorerst.

Doch eines nach dem anderen: „Früher“ waren meine Informations- und Wissensquellen meine Eltern, Freunde, Familie, Lehrer und Bücher. Später kam die ein oder andere Zeitschrift hinzu, eine Fernsehsendung und das Radio. Doch damals musste ich weder politisch versiert sein, noch habe ich gravierende Entscheidungen treffen müssen, die mein Leben enorm beeinflussten.

Je mehr wir selbst entscheiden dürfen und müssen, je mehr die mediale Globalisierung voranschreitet und unsere Daten auf den Märkten gehandelt werden, umso mehr müssen wir uns informieren, eine Meinung entwickeln und verteidigen/begründen können:

Reicht mir im Falle einer Berufsunfähigkeit eine Rente von xy € und wem vertraue ich bei der Frage?
Welcher Partei traue ich eher zu, dieses Land erfolgreich/sozialverträglich/etc. zu führen und woran mache ich das fest?
Was genau schreibe ich in meine Patientenverfügung, ohne medizinisches Hintergrundwissen?
Welche Flüchtlingsorganisation ist vertrauenswürdig und wie verlässlich sind die Informationen darüber im Netz?
Ist es okay, die Buttermilch von Müller zu trinken, obwohl es da im III. Reich angeblich irgendein Gekröse gab?
Gibt es Informationen, die „neutral“ sind oder gehört alles, was ich im Netz finde zu einem ausgeklüngelten Big Data-Plan und dient ausschließlich der Manipulation?
Ist es okay etwas aus „Die Welt“ zu zitieren oder wäre „Die Süddeutsche“ eine „bessere“ Quelle?
Welcher Meinungsmacher, dem ich folge, ist in Wahrheit noch authentisch?
Soll ich lieber Dieter Nuhr für den Bundeskanzler vorschlagen oder eher Volker Pispers, Serdar Somuncu, Carolin Kebekus oder Dennis aus Hürth?
Ist es okay, Michelle Obama zu feiern oder hat sie ggf. mal was echt Doofes gesagt und ich habe das nur noch nicht mitbekommen?
Ist jeder, der einen anderen Menschen schägt, ein von Grund auf schlechter Mensch oder hat er ein Kackleben oder Kindheit gehabt und verdient eine zweite Chance?
Bedeutet eine feste Meinung, dass man nicht offen für andere Argumente ist?
Wie fest ist eine feste Meinung, außer in Bezug darauf, dass Rosenkohl nicht hätte erfunden werden dürfen?

Wie gefestigt kann eine Meinung sein, wenn man andauernd mit neuen Hinweisen, Gerüchten, Fakten, getarnten Lügen konfrontiert wird und dann doch justieren muss, außer man ist Zeuge Jehovas oder radikales AfD-Mitglied?
Wie weit kann man sich auf den eigenen gesunden Menschenverstand (und wer diagnostiziert das, außer die 34 Tests bei Facebook) verlassen und sich mit einer Grundeinstellung anfreunden?

Brauchen wir solche Leitfäden, damit wir besser filtern können und auch anderen dabei helfen, dies zu tun?

Wovon wir heutzutage eine Menge haben, das ist Halbwissen. Ich staune oft darüber, wie schnell wir Dinge nachplappern und wie oft wir eine Meinung ändern, wobei ich mir nun sicher bin, dass es keine Meinung ist. Und schon gar nicht die eigene Meinung, aber immerhin haben wir zu dem Thema was gesagt. Und morgen sagen wir was anderes. Je nachdem, wer twittert oder ein YouTube-Video dazu macht.

Es ist schwieriger geworden auseinanderhalten zu können, was wahr ist und was nicht.
Wann und ob wir manipuliert werden.

Kann ich darauf vertrauen, dass die heutige Informations-Landschaft und der Aufklärungsgrad in der Bevölkerung ausreichen und dabei helfen, zu verhindern, dass sich die Geschichte aus dem letzten Jahrhundert wiederholt und haben das die Amerikaner nicht auch geglaubt?

Reicht es, dass ein Ralph Ruthe, Peter Breuer, die politisch versierten Comedians mit ihren Ansprachen, Schauspieler wie Jan Josef Liefers, die immer wieder an die Menschen appelieren, das Hirn einzuschalten, reicht es, dass diese und ganz viele andere Menschen mit ihrem Können, Humor, Wissen ihren Einfluss nutzen, um uns die Vergangenheit nicht vergessen zu lassen? Die uns ermahnen, nicht den Terror zu fürchten, sondern Nächstenliebe zu leben?

Kann ich selbst etwas dazu beitragen, mit Vorurteilen und Mythen aufzuräumen, indem ich den Kopf nicht senke, den Rücken nicht krumm mache, wenn man mir sagt: „Pass bloß auf, Du hast ja gesehen, was mit dem Mädchen passierte, das Flüchtlingen geholfen hat“, obwohl mir ein kalter Schauer über den Rücken läuft ob der offensichtlichen Angst in den Augen dieser Person?

Fakt ist, dass ich nicht weiß, ob das reicht. Ob meine Meinung reicht. Ob meine Meinung Bestand hat.
Ich bin jedoch mehr als bereit, es zu versuchen.

 

„Wer fertig ist, dem ist nichts recht zu machen; ein Werdender wird immer dankbar sein.

– Johann Wolfgang von Goethe

 

#hand2hand: Finale

„Message keeps getting clearer
radio’s on and I’m moving ‚round the place
I check my look in the mirror
I wanna change my clothes, my hair, my face
Man I ain’t getting nowhere
I’m just living in a dump like this
There’s something happening somewhere
baby I just know that there is

You can’t start a fire
you can’t start a fire without a spark
This gun’s for hire
even if we’re just dancing in the dark“

Dieses Lied von Bruce Springsteen summte ich seit Anfang November. Immer wieder dann, wenn meine Gedanken um bevorstehende Online-Adventskalender kreisten, in denen es darum geht, dass sich Menschen selbst ein wenig feiern oder aber ihre latenten Bedürfnisse durch Konsumbegehr in Form von Werbung „geweckt“ werden. Legitim. Doch dieses Jahr wollte ich das nicht.
Auf Twitter habe ich über 6.000 Follower, so groß ist mein Ego allerdings nicht, um mich dafür zu feiern, bisweilen stresst mich diese Zahl eher. Ist so’n Defizit. Doch für diese Idee, für dieses kleine, soziale Herzprojekt in einem sozialen Netzwerk, dafür wollte ich sie „nutzen“.

„Was soll ich alleine schon anrichten?“

Ich habe 2 linke Hände, eine androgyne und unmusikalische Stimme, habe meine Oma mit einer Stricknadel verletzt und mir selbst die Häkelnadel bis zum Anschlag zwischen die Finger gejagt. Ich tanze wie Carlton Banks, kann lediglich das Haus vom Nikolaus malen und verbrauche beim Einpacken von Geschenken mehr Tesafilm als Geschenkpapier. Als ich einen Kopfkissenbezug in 40×40 cm nähen sollte, kam ein Trapez dabei raus und das hier ist eine Maus, wenn ich sie mache. maus
Bei der Kollekte habe ich bewusst und beschämt die Leute mit dem Körbchen unauffällig umkreist, von denen ich wußte, dass sie es entweder nicht so dicke haben oder das Geld schon morgens beim Frühschoppen ausgegeben haben.

Aber ich kann Marketing, (berufsbedingt(e)) Krisen meistern. deeskalieren und Menschen das Gefühl vermitteln und geben, dass sie etwas ganz besonderes sind & können.

So entstand die Idee zu #hand2hand und ich freue mich wahnsinnig darüber, dass mit 32 Türchen von 32 wundervollen Menschen, die ihre vielfältigen Talente zur Verfügung gestellt haben, damit eine Spende für den besten Zweck der Welt so viel mehr ist, als eine gewissensberuhigende Überweisung an und  ins Unbekannte, eine stolze Summe von 3.746,63€ zusammen gekommen ist.

Diese geht an Heimatstern München e.V.

Ich möchte mich an der Stelle bei den Menschen bedanken, die mich im Vorfeld nicht für belämmert erklärt haben, sondern konstruktiv ihre Argumente vorbrachten und mir den Rücken stärkten und Tipps gaben. Danke Björn, Katie, Peter.

Ich danke von Herzen allen 32 Zuckerwichteln für ihr Vertrauen in ihr Können,  in die Aktion und in mich.
@daskritzelt @DasDingMitHut  @blofeld_
@monstermum75  @schwarze_Rose @viel_davon
@wellenart  @flysig  @Morbus_Laetitia
@kitchencloud  @JeckesDing  @danielabender
@f_reddi  MissSunsine @Froschdomse
@PeterBreuer  @Das_E_  @Ginderful
@kermitnrw @land_pomeranze  @freikampf
@bellarama01  @komponiker  @Huebscherei
@TURQUOISE  @MeggSchicksi  @ElovY_
@herzloewi@petraweber68 @hochfrequent
@MikasAteleier @Ninchen_ohne_Ka

Dafür, dass wir jeden Euro zusammen gefeiert haben und anfingen, die Spenden in Milch umzurechnen.
Dafür, dass ihr euch gegenseitig in dem Tun bestärkt habt und damit auf eine zauberhafte und unaufdringliche Art und Weise euer Selbstvertrauen in eure Talente gestärkt habt. Danke für die vielen Einblicke in eure Herzen, sie bleiben unvergessen und auf ewig gedankt.
Dafür, dass ihr euch aufeinander eingelassen habt, nachdem ich „aus Versehen“ eine Twitter-DM-Gruppe gründete.
Ich danke euch für den 24. Dezember und eure „Rechnung“, eines der schönsten Geschenke, die man für Geld nicht kaufen kann ❤

Ich danke jedem, der unermüdlich und ohne Rücksicht auf Follower-Schwund die Auktionen geteilt und geboten hat.
Danke an die unglaublich großzügigen Spender für ihr Herz am rechten Fleck, an die Deutsche Telekom für das Vertrauen in ihre Mitarbeiterin und die 200€ und an Lambertz für die Kekse ❤

Ob es negative Erfahrungen gab? Keine, die der Rede wert wären.

Mit #hand2hand geht im Advent 2017 weiter, dann hoffentlich mit eBay-Charity an Board, auf dass jeder € einem guten Zweck zugeführt werden kann.

Mein Projekt hat meine Hoffnungen und Erwartungen um ein Vielfaches übertroffen. In jedweder positiven Hinsicht.

Und auch wenn es cheesy klingt: Das war social media at its best 🙂

 

„Das Gute, dass du heute tust, werden die Menschen morgen oft schon wieder vergessen haben.
Tu weiterhin Gutes.“
– Mutter Teresa

Meg ❤

 

Eine detaillierte Übersicht der Spenden ist hier zu finden.

#hand2hand: Los geht’s!

 

img_4099

Twitterer für Twitterer für bedürftige Menschen an Heimatstern München e.V.

Am 25.11. öffnet das erste Türchen und das hat einen Grund, den ihr um 19 Uhr erfahren werdet.
Hier könnt ihr sehen, wer mitmacht.

Ab dem 28.11. öffnet jeden Abend um 19 Uhr ein weiteres Türchen, zu sehen unter @meg_gyver und sicherlich auch auf der Seite des Wichtels 🙂
Jetzt hast Du 3 Tage Zeit für das Türchen zu bieten. Voraussetzung ist, Du hast ein eBay- UND ein PayPal-Konto.

Wenn Du zu den Glücklichen gehörst, die den Zuschlag bekommen haben, freue ich mich auf die zügige Zahlung und gebe Deine Adresse an den Wichtel weiter, der sich zwecks Versandes mit Dir in Verbindung setzt. Bitte die Zahlung unbedingt „an einen Freund“ senden, damit wir nicht noch mehr Gebühren zahlen müssen: fullsizerender

Und dann heisst es: VORFREUDE! \o/

Nach jeder erfolgreichen Auktion werde ich hier den aktuellen Spenden-Stand aktualisieren.
Du kannst auch gerne direkt spenden, falls Du nicht bieten möchtest. Alle Informationen findest Du hier.

Ich wünsche uns allen viel Freude dabei. Vergesst bitte nicht, dass sich ein jeder Wichtel sehr viel Mühe mit seinem Preis gemacht hat und sehr viel Liebe rein gesteckt hat.

Lieben Gruß,

Meg

#hand2hand: Spendenstand

Aktueller Spendenstand Adventskalender:

  1. Türchen: Adventskalender von @daskritzelt: 483,00 (eBay-Gebühren gedeckelt*)
  2. Türchen: Tasche von @DasDingMitHut75,00€ (eBay-Gebühren gedeckelt*)
  3. Türchen: Fotografie von @blofeld_: 67,00€ (eBay Gebühren gedeckelt*)
  4. Türchen: Loop von @monstermum7539,95€ (eBay Gebühren gedeckelt)
  5. Türchen: Foto-Kalender von @schwarze_Rose129,00€ (eBay Gebühren gedeckelt*)
  6. Türchen: Schlüsselboard von @viel_davon111,00€ (eBay Gebühren gedeckelt*)
  7. Türchen: Bilderahmenlampe von @wellenart102,00€ (eBay Gebühren gedeckelt*)
  8. Türchen: Schal oder Fledermaus von @flysig:  58,00€ (eBay Gebühren gedeckelt*)
  9. Türchen: Buch von @Morbus_Laetitia – 154,00€ (eBay Gebühren gedeckelt*)
  10. Türchen: Lebkuchenhaus von @kitchencloud – 50,00€ (eBay Gebühren gedeckelt*)
  11. Türchen: Pommes essen mit @JeckesDing151,88€ (eBay Gebühren gedeckelt*)
  12. Türchen: Ein Bild von @danielabender – 71,11€ (eBay Gebühren gedeckelt*)
  13. Türchen: Dinner mit f_reddi – 96,00€ (eBay Gebühren gedckelt*))
  14. Türchen: Wohlfühl-Paket von MissSunsine – 51,05€ (eBay Gebühren gedeckelt*)
  15. Türchen: Schal von @Froschdomse101,00€ (eBay Gebühren gedeckelt*)
  16. Türchen: Buch von @PeterBreuer – 111,00€ (eBay Gebühren gedeckelt*)
  17. Türchen 2 Stollen von @Das_E_ – 36,50€ (eBay Gebühren gedeckelt*)
  18. Türchen: Confiserie von @Ginderful153,89 € (eBay Gebühren gedecktelt*)
  19. Türchen: Fotokalender 2017 von @kermitnrw75,99€ (eBay Gebühren gedeckelt*)
  20. Türchen: Beanie von @land_pomeranze71,00€ (eBay Gebühren gedeckelt*)
  21. Türchen: Fotografien von @freikampf167,66€ (eBay Gebühren gedeckelt*)
  22. Türchen: 2 Mützen von @bellarama01 – 56,00€ (eBay Gebühren gedeckelt*)
  23. Türchen: Twiebeslied von @komponiker – 57,82€ (eBay Gebühren gedeckelt*)
  24. Türchen: Kronleuchter von @Huebscherei – 83,00€ (eBay Gebühren gedeckelt*)
  25. Türchen: Tonvogel von @TURQUOISE – 152,00€ (eBay Gebühren gedeckelt*)
  26. Türchen: Ruhrpott-Kiste von @MeggSchicksi40,50€ (eBay Gebühren gedeckelt*)
  27. Türchen: Lied von @ElovY_ – 71,00€ (eBay Gebühren gedeckelt*)
  28. Türchen: Kalender 2017 von @herzloewin – 131,00€ (eBay Gebühren gedeckelt*)
  29. Türchen: Karten von @petraweber6835,00€ (eBay Gebühren gedeckelt*)
  30. Türchen: Halstuch von @hochfrequent53,00€ (eBay Gebühren gedeckelt*)
  31. Türchen: Comic-Zeichnung von @MikasAteleier71,00€ (eBay Gebühren gedeckelt*)
  32. Türchen: 2 Tassen von @Ninchen_ohne_Ka66,00€ (eBay Gebühren gedeckelt*)

Summe: 3.171,90 €
– 317,19 eBay Gebühren
– 6,40 € Einstellungsgebühren)

= 2.848,31 €

Weitere Spenden:

  1. Anonym: 10,00
  2. foerderfoto 10,00
  3. Anonym: 13,00
  4. Anonym: 12,90
  5. Anonym 10,00
  6. Anonym 75,00
  7. gefuehlsbahnhof: 50,00
  8. Anonym 7,00
  9. Anonym 4,00
  10. Anonym 13,00 
  11. Anonym: 5,00
  12. Anonym: 200,00€
  13. Anonym: 20,00€
  14. Anonym: 29,00€
  15. ScharfesF: 50,00€
  16. twittonium 39,42€
  17.  : 50,00€
  18. Anonym: 300,00€

898,32€ (davon werden u.a. die eBay Gebühren gedeckelt)

 

Summe, die an Heimatstern München e.V. geht: 3.746,63€

 

Spenden im Zuge der Aktion, die direkt an Heimatstern München e.V. gehen (und von denen ich weiß):

  1. Deutsche Telekom AG: 200,00€
  2. Anonym: 50,00€
  3. Anonym 50,00€
  4. Anonym 25,00€
  5. Für Leerbücher von @morbus_laetitia: 150,00€

<3lichen Dank an alle Spender!

 

 

 

 

Cheers,

Meg

  • * Gedeckelt bedeutet, dass Spenden zum „Ausgleich“ der eBay Gebühren gespendet wurden. eBay bekommt seine Gebühren, aber für diese kamen freundlicherweise edle Spender auf.

#hand2hand: So machst Du mit

img_4099

Am 26.11. 2016 geht es los: #hand2hand öffnet das erste Türchen des Adventskalenders und Du kannst ein Herzstück ersteigern und damit sehr viele Menschen erfreuen.
An erster Stelle Dich selbst, indem Du Dir etwas kaufst, das ein anderer Twitterer mit Liebe gebastelt, genäht, geschrieben, gebacken, etc. hat.
Dann erfreust Du die Person, die das mit ❤ hergestellt und zur Verfügung gestellt hat.

Und Du machst sehr viele andere Menschen glücklich, die den Erlös erhalten werden. Darum wird sich Heimatstern München e.V. kümmern.

Wenn Du nicht mitbieten möchtest, würde ich mich sehr freuen, wenn Du die Aktion dadurch unterstützt, indem Du die Beiträge/Auktionen von #hand2hand teilst. Hier kannst Du sehen, wer mitmacht.

Ab dem 26.11. wirst Du in diesem eBay Konto jeden Tag eine neue Auktion finden, an der Du mitbieten kannst. 
Ich werde das auf meinem Twitter-Kanal twittern: meg_gyver unter dem #hand2hand und auch hier im Blog.
Der Erlös geht (abzüglich der Gebühren*) an Heimatstern München e.V.  (Es gibt eBay Charity, bei der keine Gebühren angefallen wären. Nach schriftlicher Rücksprache mit eBay Charity befindet sich deren Portal jedoch derzeit im Umbau und es werden keine Auktionen angenommen).
Hierbei ist es wichtig, dass Du ein PayPal-Konto hast, über welches Du die Zahlung an mich abwickeln kannst. Wähle hier bitte den Versand an Freunde, damit bei mir keine weiteren Gebühren anfallen. Eine andere Zahlung ist leider nicht möglich.

fullsizerender

Ich werde nach Ablauf jeder Auktion ein Update geben, wie viel zusammen gekommen ist und wie viele Gebühren angefallen sind.

Einen wichtigen Punkt gibt es noch: Solltest Du glückliche/r Gewinner einer Auktion sein, gibst Du damit Dein Einverständnis zur Weitergabe Deiner Postadresse an den Versender (nur zum Zweck dieses einen Versands).

Ich hoffe sehr, dass wir alle Spaß an der Aktion haben.

Herzlichen Dank an alle, die mich mit Rat und vor allem Tat unterstützen ❤

Cheers,
Meg

* Die Verkaufsgebühren bei eBay betragen 10% (siehe eBay AGB)

#hand2hand – Teilnehmer

img_4099

 

Noch 2,5 Wochen, bis ihr 24 Tage lang, jeden Tag etwas Schönes von euren Lieblings-Twitterern ersteigern könnt.

Ich habe bereits tolle Geschenke, Events, Herzdinge von

@bellarama01
@blofeld_
@DanielaBender
@Das_E_
@daskritzelt
@DasDingMitHut
@ElovY_
@f_reddi
@flysig
@freikampf
@froschdomse
@ginderful
@Herzloewin
@Huebscherei
@jeckesding
@kermitnrw
@Kitchencloud
@komponiker
@land_pomeranze
@MeggSchicksi
@_MissSunsine
@monstermum75
@morbus_laetitia
@peterbreuer
@PetraWeber68
@schwarze_Rose
@Tur_quoise1
@viel_davon
@wellenart

 

Ab dem 01.12. könnt ihr jeden Tag ein tolles Geschenk bei ebay ersteigern. Der Erlös* geht gesammelt an Heimatstern München e.V.

Schaut hier, was sie Tolles machen und wobei euer Geld helfen kann, während ihr Freude an einem exclusiven Geschenk habt.
Eine reine win-win-Geschichte ❤

Danke,
Meg
#hand2hand

 

 

#hand2hand

img_4099

 

Es wird immer schwieriger sich der Weihnachtsstimmung zu entziehen. Einige denken mit gemischten Gefühlen an das bevorstehende Weihnachtsfest oder verdrängen den Gedanken noch recht erfolgreich. Andere haben bereits die Geschenke für die Liebsten seit Monaten in Kisten sortiert.

Ich laufe seit einigen Tagen mit einer Idee „schwanger“ Menschen in Not, Menschen, die noch fremd sind in unserem Land, Menschen, denen es schlechter geht als uns,  das Weihnachtsfest ein wenig schöner zu gestalten.

Dafür brauche ich Dein Talent.

Ich möchte an 24 Tagen (absolut) exclusive Geschenke versteigern (ebay, Zahlung via PayPal) und das Geld spenden.
Wenn Du also etwas backen, kochen, stricken, singen, schreiben, strippen, unterhalten, basteln, etc. kannst und willst und ich das versteigern darf, dann melde Dich. Vielleicht hast Du ein Café und möchtest jemanden einladen? Oder Du kannst nähen? Oder Du hast Zeit, jemandem Deine Stadt zu zeigen? Oder was anderes? Oder oder oder …

An wen spenden wir?
Heimatstern in München

http://www.heimatstern.org/
Hier mehr zu ihren Projekten:
https://www.facebook.com/heimatstern/info/?tab=page_info
https://twitter.com/Heimatstern_org

Was? Auch das sammle ich gerade. Ich habe durch Twitter wahnsinnig talentierte Menschen kennenlernen dürfen und habe bereits das ein oder andere grandiose Geschenk zugesagt bekommen.

Ich würde von Dir ein Bild + Beschreibung brauchen, das über ebay versteigern und das Geld sammeln, um es dann zu spenden.* Du versendest den Gewinn.

Falls Du mitmachen möchtest, schreib mir bitte eine E-Mail an meggyver@gmx.de

Danke,
Meg

 

 

P.S. Bitte sei mir nicht böse, wenn ich Geschenke ablehne.
Das mache ich nur, wenn ich zuviel aus einer Kategorie habe oder sich der Preis nicht „versenden“ lässt.

(Auch wenn es traurig ist, dass ich das machen muss, ich mache es dennoch:
Ich möchte mich daran nicht bereichern, weder finanziell noch followemäßig. Ich diskutiere nicht über den Grundgedanken der Aktion, mach mit oder belächele es – im zweiten Fall behalte es bitte für Dich.)

* Die Gebühren für ebay und PayPal müssten allerdings vom Preis abgezogen werden.

Pierogi

Es stand recht früh fest, dass ich meinen runden Geburtstag nicht zuhause feiern möchte. Wer in der Fastenzeit in Polen geboren ist, hat als Kind in Bezug auf Geburtstage eh bescheidene Karten gezogen. Zumindest in meiner Familie. In der Fastenzeit werden keine Feste gefeiert. somit habe ich nie wirklich viel Hehl um diesen Tag gemacht. Bis ich in der Pubertät in Deutschland zu Geburtstagen eingeladen wurde und feststellte, wie schön das ist, wenn sich einen Tag lang alles um einen dreht, die Leute besonders nett sind, die Mamas das Lieblingsessen kochen und man schöne Geschenke bekommt. Änderte nichts daran, dass ich selbst meinen nicht feierte.

Wohin also? Wellness in Reykjavik? Entspannung in Prag? Verstecken in Helsinki? Oder eine Reise in die Heimat? Ausschlaggebend war der 88. Geburtstag meiner Großmutter, die ich bereits seit mehr als 5 Jahren nicht gesehen hatte und die nur 6 Tage vor mir „feiert“.  Also Oma besuchen und dann für ein paar Tage nach Krakau, eine der schönsten Städte der Welt. Mit Smok (Wawelski) und einem Smog, der dazu führt, dass man Popel aus der Nase rausoperieren möchte und weiße T-Shirts am nächsten Tag nicht mehr anzieht.

Meine Sprachkenntnisse sind nach wie vor beeindruckend, wenn man bedenkt, dass ich seit 28 Jahren in Deutschland „zu Besuch“ bin. Ich telefoniere jedoch regelmäßig mit Oma. Manchmal aus Pflichtgefühl, wenn Mama wieder daran erinnert, dass Oma Namenstag hat oder „Oma-Tag“ oder „Tag des 2. Vornamens des Schwagers …“ – an Feiertagen mangelt es in Polen nicht, das ist klar – aber auch wissend darum, dass sie im Dorf recht einsam ist und sie gerne zuhört, wenn ich von meinen Reisen erzähle oder sich darüber amüsiert, wenn sie mich wieder mal ein Wort minutenlang umschreiben lässt, weil es mir auf polnisch nicht einfällt. Außerdem sagte sie mal: „Mein Mädchen, meine Große, Du hast ein Lachen, das macht einem das Sterben doppelt so schwer“ – also halte ich mich dran, so schnell lasse ich sie nicht gehen. Zumal Oma mit 88 an diversen „alte Leuten-Leiden leidet“, im Kopf jedoch nach wie vor so scharf ist, wie eine polnische Rasierklinge. Sie abonniert eine antiklerikale Zeitung, schaut Nachrichten und liest sehr gerne.

Ich bin das drittälteste von 10 Enkelkindern.

Das wird keine tränenreiche „Oma kocht das Lieblingsessen und wir lächeln uns stundenlang an und verstehen einander ohne Worte“-Geschichte. Die Oma meines Herzens und meiner Seele ist bereits gegangen. Diese Oma ist eine, die ihre Kinder und Enkel mit strenger Hand erzog und führte. Fürsorglich, jedoch nicht umgarnend. Ihre Anerkennung und Liebe musste man sich verdienen: Durch gute Schulnoten, einwandfreien Gehorsam, Fleiß, Geschickt in der Handarbeit (an der Stelle musste ich in allen anderen Kategorien doppelt so hart arbeiten, da gänzlich ungeschickt) und nochmal Gehorsam.


Diese Frau ist resolut, streng, kommt ohne Umschweife auf den Punkt, nimmt kein Blatt vor den Mund und kann einen problemlos vor der gesamten Familie bloßstellen. Ohne, dass sie es darauf anlegt. Als fest stand, dass ich sie sehen werde, habe ich ernsthaft Bauchschmerzen bekommen bei dem Gedanken daran, wie sie mich einem großmütterlichen body check unterzieht, bei dem James Bond und Putin in die Hose machen würden. Seit ich denken kann, hat sie an allen rumgemäkelt: Zu dick, zu dünn, zu lange/kurze Haare, zu wenig/zu viel hiervon oder davon.______________

Ich hatte ganz vergessen, dass ich diesen Text in den Entwürfen hatte. Die Reise ist bereits einige Monate her und was soll ich sagen: Ich habe ihr eine Ansage gemacht. Und danach hatten wir 2 richtig schöne Tage mit vielen Gesprächen. Ich habe sie als Quelle förmlich ausgesaugt: All ihr Wissen über meine Mama, über meine Kindheit, ihre Kindheit und Jugend, über das Leben an sich, ihre Ansichten darüber, was sie bereut und worauf sie stolz ist.

Wer weiß, ob ich sie nochmal sehen werde. Es war eine gute Reise. Und eine längst überfällige.

 

 

Ich kenne eine Fette …

❤️

trish n´chips

Heute war ich bei einer Veranstaltung, bei der Leute die selber diskriminiert werden, nicht müde werden über andere vorschnell zu unteilen.

Ich könne jetzt Beispiele geben, möchte aber lieber von einer Frau erzählen, die ich kenne.

Die Frau ist fett. Sie hat meist fettige Haare und verlässt das Haus nie, deshalb trägt sie nur Jogginganzüge und Schlafsachen. Sie ist 36, sieht aber mindestens 10 Jahre älter aus.

Diese Frau hat 3 Kinder und einen Mann. Der Mann hat schlechte Zähne und sitzt jeden Abend vor dem TV oder zockt. Er hat Unmengen an Videospielen. Dazu trinkt er gerne mal ein Bier.

Die Teenager-Tocher geht zur Hauptschule. Vor und nach der Schule, muss sie sich um den Hund der Familie kümmern. Im Haushalt muss sie auch helfen und der ist wirklich chaotisch.

Die Söhne sind Zwillinge und gehen noch in den Kindergarten obwohl sie schon 6 sind. Sie wirken verwahrlost, da…

Ursprünglichen Post anzeigen 487 weitere Wörter

Hübscher Pragmatismus.

„Wie pragmatisch Du bist.“

Ein Satz, den ich die ersten 30-35 Jahre meines Lebens nicht gehört habe. Pragmatische Menschen kenne ich zu Hauf, 3/4 meiner engsten Familie ist enorm pragmatisch, was die Differenzen zu mir enorm deutlich machte. Ich glaube nicht an Horoskope, bin jedoch fasziniert von den Charaktereigenschaften einzelner Sternzeichen-Gruppen. Am interessantesten finde ich Zwillinge und Fische.

Vor Ewigkeiten habe ich mal gehört, dass die Menschen ab ca. 35 die Charaktereigenschaften ihres eigenen Sternzeichens ablegen und nach und nach die des Aszendenten annehmen, Alter. Das wollte ich nicht. Aber darum geht es hier nicht. Es geht darum, dass ich nun pragmatisch(er) bin. Das ist nicht über Nacht passiert, es war ein schleichender Prozess, der sich nach und nach offenbarte und sein Gesicht in vielen Nuancen der Zwischenmenschlichkeit zeigte, aber auch in Bezug auf die Betrachtungsweise des Lebens. Des eigenen Lebens.

Die erste Hälfte des Lebens lebst Du, um anderen zu gefallen und gerecht zu werden. Dann stellst Du fest, die 2. Hälfte ist womöglich keine.

Ich bin ein unfassbar harmonieliebender Mensch, um den Preis des eigenen „Unglücks“ in Form von nachgeben, einstecken, zurückstecken. Ich streite nicht und diskutiere auch nicht bis aufs Blut, ich werde nicht laut und niemals persönlich oder verletzend. Damit bin ich immer sehr gut gefahren, habe keine Entscheidung bereut, stets in Ruhe und Frieden gelebt und rosapuderiger Harmonie. Lieber steckte ich ein, als dass ich jemanden verletzt hätte. Kritik schluckte ich runter, fraß sie regelrecht in mich. Nicht nur im übertragenen Sinne. Dabei wurde ich fast nur aufgrund meines Aussehens kritisiert und auch nur von den Liebsten, den Engsten, denen, die man nicht verletzt.

Während ich mir diese Zeilen schwarz auf weiß ein- und vor allen Dingen zugestehe, spüre ich etwas Säure im Bauch. Es hat über 35 Jahre gedauert, bis ein leiser Widerstand in mir anfing zu brodeln, der sich anfangs so subtil äusserte, dass ich ihn kaum wahrnahm.

„Wie pragmatisch Du bist.“
„Sowas kenne ich gar nicht von Dir.“
„Das hat Dich doch sonst nie gestört.“
„Sei nicht sauer, ich meine es doch nur gut mit Dir.“

Das waren Codes, die ich nun endlich entzifferte. Ich hatte plötzlich Lust auf Widerstand, auf „Nein“ sagen, auf anecken, auf Provokation, auf Protest, auf „Lass mich!“ und „Leck mich!“

Herrgott, eckte ich damit an. Erstmal nur so mit dem kleinen Zeh, dann auch mit dem Hintern, Kopf und Herzen. Aber es fühlte sich gut an, es fühlte sich aber auch fremd und kühl an.

Vor 3 Monaten beschloss ich, meine Oma in Polen zu besuchen. Sie würde 88 Jahre alt werden und ich hatte sie seit 5 Jahren nicht gesehen. Ich möchte nicht lügen, das würde keine herzergreifende Geschichte werden, dafür verbindet mich nicht sehr viel Emotionales mit dieser Frau. Ich liebe sie, weil sie meine Oma ist. Meine große Oma-Liebe ist bereits gegangen.

Meine Oma ist eine große Kritikerin vor dem Herrn. Sie liebt mich. Mein Lachen, meine Intelligenz, meinen Lebensstil. Sie kritisiert seit ich denken kann meinen Körper. Jeden anderen auch, aber hier geht es um mich. Das machte sie immer, vor allem Leuten führte sie mich vor, tastete mich ab, mäkelte hier und da und sonderte hämische Sätze ab, um mich 5 Minuten später zu maßregeln, wenn ich nicht alles von der überdimensionierten Essensportion aufaß. „Damals im Krieg …“ – man kennt das ja.

3 Monate dachte ich darüber nach, was ich sagen würde, wenn sie wieder damit anfinge. 3 Monate lang überlegte ich mir schlaue Sätze und Beschwichtigungen. Als ich ankam und noch vor dem „Hallo, schön, dass Du da bist“ einen unnötigen Kommentar hörte, wurde ich sehr ruhig und gefasst. Und dachte an einen Tweet, einen, den ich immer und immer und immer wieder wie ein Mantra jeden Tag vor mich hin flüstere:

//platform.twitter.com/widgets.js

Und genau das sagte ich. Mit dem Vermerk: „Es reicht. Es reicht wirklich.“

Unter uns … das mag sich gar nicht so groß anfühlen, für jemanden, der an der Stelle eine sensationelle Pointe erwartet hat, aber lasst es mich so sagen: „Das macht nichts. Ich bin in der Hinsicht ziemlich pragmatisch.“

Niemand – und ich meine wirklich NIEMAND – hat das Recht, meinen Körper zu kritisieren.