#GettingGreenChallenge

Als ich auf die Welt kam, interessierte sich niemand in meiner Umgebung für den Umweltschutz.
Die Öfen in den Häusern wurden mit Kohle befeuert, in den harten Wintern in Oberschlesien gerne 24h/Tag, stromfressende Glühbirnen im gelblichen Licht erhellten mehr oder weniger die Räume, deren Wände mitunter so kalt waren, dass auch gleichzeitig feucht waren. Ein weißen T-Shirts hatte am Ende des Tages einen Grauschleier von den Kohlekraftwerken, Eisenhütten und Diesel-Fahrzeugen, die den Schnee innerhalb von kürzester Zeit in einen schwarzbraunen Haufen gefrorenen Drecks am Straßenrand verwandelten.

Es gab einen Bereich, der halbwegs „grün“ war und das war der Bereich Lebensmittel – hier eher erzwungenermaßen als beabsichtigt, denn hinter dem Eisernen Vorhang habe es keine Obstsorten aus fernen Ländern oder ganzjährig Erdbeeren. Es war nicht bio, was wir hatten, aber es war regional und saisonal. Ich erinnere mich an große Speisekammern mit Regalbrettern bis zur Decke, prall gefüllt mit eingekochten Mirabellen, Kirschen, Erdbeeren, Äpfeln, Blaubeeren, Stachelbeeren, Brombeeren, Kürbissen, Birnen, Rhabarber.
Darunter Gläser mit Grützwurst, Leberwurst, Blutwurst – sobald im Dorf geschlachtet wurde, meldete man sich an und füllte die Speisekammern für die langen Winter und für die Zeitperioden, in denen man trotz Lebensmittelmarken nichts zu essen bekommen hat und froh war, gebunkert zu haben. Keine Sorge, ich litt niemals Hunger, denn wir waren allesamt Bauern oder hatten Familie, die Vieh hatte. Außerdem arbeitete meine Oma im Gleiwitzer Schlachthof. Von der Decke der Speisekammer hingen von Opa geräucherte Schicken und Forellen, Würste und Ketten mit duftenden, getrockneten Pilzen.
In den untern Fächern der Regale, die mit Sand gefüllt waren, lagen Mohrrüben, Steckrüben, Rote Beete und Kartoffeln. Kohl wurde meistens in allen Formen eingekocht. Neben den Regalen standen große töpfernde Gefäße mit Salz & Dill-Gurken und Sauerkraut.

Unsere Urlaube verbrachten wir entweder in der Hohen Tatra in umgebauten Zirkuswagen, wo wir auch Selbstversorger waren, weshalb Mama meist Tage vor dem Urlaub kochte, einkochte, buk und briet und den Wagen bis unters Dach mit dem Inhalt der Speisekammer füllte. Nur am Meer sind wir ab und an essen gegangen und schauten, was von der recht kargen Speisekarte noch vorhanden war. Denn auch die Restaurants bekamen ihr Essen teilweise zugewiesen.

Es fehlte mir an gar nichts.
Außer an Gedanken an die Umwelt. Ich nahm sie wahr, ich genoss, wie war Gott gegeben – zumindest dachte ich das damals.

Als wir die erste Wohnung in Deutschland bezogen, eine 90qm Wohnung, sozialer Neubau für unsere 5-köpfige Familie, staunte ich über die vielen Steckdosen in allen Räumen. Als ob man die alle bräuchte? Wofür nur?

Ein paar Wochen später waren sie gefühlt alle belegt. Wir hatten 3 Fernseher, 3 Stereoanlagen, einen C64, einen Discman, den man laden musste, unzählige Lampen und leuchtende Deko-Elemente. In der Küche alles an Elektrogeräten, das man sich vorstellen kann. Meine Eltern hatten zwei Autos, die Kinder machten alle mit 18 ihren Führerschein. Wir verbrannten keine Schwarzkohle mehr und unsere Autos waren keine Dieselfahrzeuge, aber dafür reisten wir kreuz und quer durch Europa, später flogen wir und unser schmutziger Fußabdruck wurde immer größer. Nur auch da machte ich mir keine Gedanken darüber, ich genoss mein Zimmer,  mein Leben, den Luxus.

Seit einigen Jahren mache ich mir Gedanken.
Ironischerweise nachdem ich den vermutlich größten schmutzigen CO2-Abdruck hinterließ und nach Kanada flog, um dort einige Wochen auf einer Bio-Farm zu leben und zu arbeiten. Ich wurde sehr stark an die „grünen“ Zeiten meiner Kindheit erinnert, daran, wir man mit kleinen Schritten und Änderungen direkt vor der eigenen Nase etwas verändern kann. Wir ernteten, was wir säten.
Wir aßen, was wir ernteten, was auf der Farm ein langes und entspanntes Leben hatte (Hühner, z.B.) – davon allerdings recht wenig. Wir tranken das Wasser aus der Leitung, wir kauften all das, was wir selbst nicht herstellen konnten auf Märkten oder von anderen Menschen, die es hatten (Mehl aus einer Mühle, Haferflocken, Milch und Butter, etc.). Wie vermieden Plastik. Und ich entdeckte meine Liebe zu Walen und speziell zu Orcas, beschäftigte mich damit, wie ihre #10yearschallenge so war. Besuchte Film Festivals rund um das Thema Umwelt, Erderwärmung, Umweltschutz.

Schaute genauer hin beim Einkaufen, was wie eingepackt ist, in welche Art von Plastik.
Machte mich ein wenig schlauer darüber, wie und wo unser Müll entsorgt wir, nachdem wir ihn getrennt haben.
Verbannte Alu- und Frischhaltefolie, Küchenrolle. Kaufte keine Peelings mehr, sondern machte sie selbst. Keine Wattepads mehr, sondern wieder verwendbare. Kosmetik eher im Glas als in Plastiktuben, gleiches für Zahnpasta. Nicht alles ist perfekt, aber ich bin längst bereit und willens meine Gewohnheiten zu ändern, auch wenn es unbequemer ist.

Ich fahre nach wie vor ein Auto und ich fliege nach wie vor nach Kanada und meine Bemühungen zuhause machen das nicht wett, das weiß ich. Noch bin ich nicht bereit, auf dieses Land zu verzichten, mit dem heimlichen Wunsch, eines Tages dort zu bleiben.
Und dennoch nehme ich mir raus, Menschen darauf anzusprechen, wenn sie 5 Tage die Woche bei Starbucks einen Wegwerfbecher samt Strohhalm nehmen, warum sie das nicht ändern. Und ihnen vor Augen zu halten, dass es extrem viele Stellschrauben gibt, an denen sie drehen können und dass jede davon relevant ist.

 

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Meine Seele hat es eilig.

Gedicht von Mario de Andrade (San Paolo 1893-1945) Dichter, Schriftsteller, Essayist und Musikwissenschaftler.
Einer der Gründer der brasilianischen Moderne.
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*Meine Seele hat es eilig.*

Ich habe meine Jahre gezählt und festgestellt, dass ich weniger Zeit habe, zu leben, als ich bisher gelebt habe.
Ich fühle mich wie dieses Kind, das eine Schachtel Bonbons gewonnen hat: die ersten isst sie mit Vergnügen, aber als es merkt, dass nur noch wenige übrig sind, begann es, sie wirklich zu genießen.
Ich habe keine Zeit für endlose Konferenzen, bei denen die Statuten, Regeln, Verfahren und internen Vorschriften besprochen werden, in dem Wissen, dass nichts erreicht wird.
Ich habe keine Zeit mehr, absurde Menschen zu ertragen , die ungeachtet ihres Alters nicht gewachsen sind.
Ich habe keine Zeit mehr, mit Mittelmäßigkeiten zu kämpfen.
Ich will nicht in Besprechungen sein, in denen aufgeblasene Egos aufmarschieren.
Ich vertrage keine Manipulierer und Opportunisten.
Mich stören die Neider, die versuchen, Fähigere in Verruf zu bringen, um sich ihrer Positionen, Talente und Erfolge zu bemächtigen.
Meine Zeit ist zu kurz um Überschriften zu diskutieren. Ich will das Wesentliche, denn meine Seele ist in Eile. Ohne viele Süssigkeiten in der Packung.

Ich möchte mit Menschen leben, die sehr menschlich sind.
Menschen, die über ihre Fehler lachen können, die sich nichts auf ihre Erfolge einbilden.
Die sich nicht vorzeitig berufen fühlen und die nicht vor ihrer Verantwortung fliehen.
Die die menschliche Würde verteidigen und die nur an der Seite der Wahrheit und Rechtschaffenheit gehen möchten.
Es ist das, was das Leben lebenswert macht.
Ich möchte mich mit Menschen umgeben, die es verstehen, die Herzen anderer zu berühren.
Menschen, die durch die harten Schläge des Lebens lernten, durch sanfte Berührungen der Seele zu wachsen.

Ja, ich habe es eilig, ich habe es eilig, mit der Intensität zu leben, die nur die Reife geben kann.
Ich versuche, keine der Süßigkeiten, die mir noch bleiben, zu verschwenden.
Ich bin mir sicher, dass sie köstlicher sein werden, als die, die ich bereits gegessen habe.
Mein Ziel ist es, das Ende zufrieden zu erreichen, in Frieden mit mir, meinen Lieben und meinem Gewissen.
Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt, wenn du erkennst, dass du nur eins hast.

#hand2hand2018 – Danke <3

Gestern um 21 Uhr schloss das letzte Türchen des #han2hand2018 Adventskalenders für den besten Zweck der Welt, das Menschenleben.

Bevor ich mit Zahlen die diesjährige Aktion zusammen fasse, möchte ich mich an der Stelle bedanken.

Zuerst bei allen, die ihre kreativen Werke zur Verfügung gestellt haben. Denn das ist das Fundament dieser Aktion und jedes Jahr für mich mit ein wenig aufgeregtem Bauchweh verbunden: Wer macht mit? Was reichen sie ein? Wird es eine gute Mischung geben? Ist für jeden etwas dabei? Wie sind die Texte? Wie sind die Bilder? Werden ein paar Neue dazu stoßen? Wie sehr wird sich die Aktion verbreiten?

Es gibt einige, die bereits zum 3. Mal dabei waren, es gibt Neue, es gibt welche, die ihre wundervollen Kunstwerke schon seit Monaten fertig hatten.
Dann trudeln sie ein und ich schaue und lese und höre auf meinen Bauch und denke an die letzten Jahre, die Vorfreude steigt.

Am liebsten würde ich jeden umarmen, so richtig mit ARME UM DEN MENSCHEN legen und ihm sagen, wie sehr ich schätze, was er getan hat. Wie sehr ich mich darüber gefreut habt, jeden einzelnen Tag in der #hand2hand DM-Gruppe zu lesen, was die Aktion den einzelnen Menschen bedeutet, dass es mitunter ihr kleines Weihnachtswunder ist. Man stärkte sich gegenseitig, feuerte sich an, tröstete, teilte Sorgen und Freude, alberte rum und mit jedem Tag konnte man spüren, wie viel Herzblut diese Aktion in den Menschen zum sprudeln brachte.

Danke an Katja, Heinrich und Carrie für die extrem professionelle Vorbereitung, für das Teilen (!) und mitfiebern. Und für den Header!

Danke an Maori für so viel Liebe in der Gruppe, für die Vision, die wir mit der Summe erreicht haben und für den dafür versprochenen Tanz, auf den wir uns freuen!

Danke an Sarah, die trotz persönlicher Herausforderungen jeden Tag allen die Daumen drückte und ohne Alk die Schnapszahl noch zum Schluss selbst spendete.

Danke an Marcel für die wundervollen Bilder, für das Vertrauen in die Aktion und die tolle Unterstützung.

Danke Verena für die unermüdlichen Insta-Stories, für das Teilen der Sorgen, aber auch das Öffnen des großen Herzens.

Danke Jule, Du Wirbelwind! Auch Dir für das Vertrauen in die Aktion und das unglaubliche Paket!

Danke Nicole. Für eine Menge Liebe, gute Gespräche und eine unglaublich gesunde und beruhigende Sicht auf die Hilfsbereitschaft der Menschen.

Danke Ingrid, Du Verpackungs- und Pinselvirtuöse 😀 für meinen Leuchtturm ❤ und Dein großes Herz.

Danke Anita, Du warme, wärmende, liebevolle Seele – für all die Unterstützung trotz Stresses.

Nina und Frau_Eff danke ich sehr dafür, dass Du unbeirrt die Aktion geteilt hast, ohne Rücksicht auf Motzköppe 😉

Sarina, Du Eneregiebündel – es ist der Wahnsinn, wo Du all diese Energie hernimmst, um auf gefühlt 10 Hilfshochzeiten gleichzeitig zu tanzen und so viel Gutes zu tun!

Manu, ah liebe Manu. Danke für Deine unermüdliche, ansteckende Freude und Enthusiasmus, Deine Großzügigkeit und Liebe.

René – zum ersten Mal dabei und gleich so voller Begeisterung. Ich habe mich sehr darüber gefreut, wie sehr Du die Aktion unterstützt hast!

Axel, das war ein sehr knappes Höschen – in JEDWEDER Hinsicht. Ich kann mir #hand2hand ohne Dich gar nicht mehr vorstellen. Und Björn – für die Fischis!

Julia – auch zum ersten Mal dabei und so viel Liebe mitgebracht, danke dafür!

Beate, Dir danke ich für die Hilfsbereitschaft, die offenen Augen und das Mitfiebern.

Moni – auch ohne Dich gibt es gefühlt kein #hand2hand, danke für Deine unermüdliche Kreativität und Unterstützung.

Mathis, liebster Mathis, trotz Krankenhaus und so viele Sorgen, hast Du mitgemacht und einen wahnsinnig großen Beitrag geleistet. Danke!

Tobias, danke, dass Du mitgemacht hast!

Frank, mein Lieblingsgrumpy, danke dafür, dass Du bereits vor Monaten Dein wundervolles Brett fertig hattest und ich mich so Monate lang auf die Aktion freuen konnte ❤

Lena – danke dafür, dass Du doch noch Zeit gefunden hattest, mitzumachen und dann auch noch mit einer sehr herausfordernden Materie 🙂

Marlene, wie Du gefiebert hast! Das war sehr entzückend, danke für Deine Hilfe und Deine Gedanken.

Anne, Du kleine Zauberin, danke für das Vertrauen an die Aktion und Deine tollen Werke.

Manuela – danke, dass Du Dir so viele Gedanken und Mühe gemacht hast, in dieser Ziege steckt unfassbar viel Liebe drin.

Danke für jeden von euch, der den einen Meter mehr gegangen ist, damit andere Menschen eine kleine und/oder große Chance auf ein lebenswerteres Leben erhalten.

Unser Dank geht an die Menschen, die mit ihrem Geld dazu beigetragen haben, dass Heimatstern in den kommenden Wochen und Monaten sehr viel Gutes bewirken kann.

Was sie tun werden, könnt ihr das ganze Jahr über auf deren Profilen lesen, z.B. bei Facebook oder Twitter.

Diese Aktion hat dem Heimatstern e.V. über 10.000€ eingebracht

9.429,44€ brachten die 25 Türchen ein.
Ich habe auf  9.500€ aufgerundet.

200€ gab es von der Telekom.
30€ als zusätzliche Spende.

9730€

Diese Summe wurde gestern noch auf 10.000€ aufgerundet.
Dann kam noch die Schnapszahl in Höhe von 111,11€ dazu.

Wir landen also bei 10.111,11€ 

Und last but not least danke ich allen, die die Aktion bei Twitter, Facebook, Instagram etc. unermüdlich geteilt haben, weil ihnen der Gedanke dahinter wichtiger ist als das, was ihre Follower darüber denken würden, wenn sie einen Tag mal kein Witzchen posten.
Würde ich für jeden meiner Follower 2€ für Heimatstern bekommen, ich würde meinen Account morgen schließen und neu anfangen.

In dem Sinne: Danke und frohe Weihnachten.

Meg

#hand2hand 2018

Herzlich willkommen zu einem ganz besonderen Adventskalender: #hand2hand
  Hinter jedem Türchen verbirgt sich eine liebevoll handgefertigte Besonderheit, die Du für einen guten Zweck ersteigern kann, nämlich für den besten Zweck der Welt: Menschenleben. Du bekommst also zwei Geschenke: Das, was Du ersteigert hast und das gute Gefühl mit Deiner Spende etwas Wunderbare getan zu haben: Ein Menschenleben wieder lebenswert(er) gemacht oder gar gerettet zu haben, denn der komplette Erlös geht an Heimatstern e.V. – einen Verein, der unermüdlich mit jedem Euro (ohne Verwaltungsabzug) Tag für Tag Unglaubliches leistet. Davon kannst Du Dich auf der Website informieren, aber auch bei Facebook und Twitter. Bereits zum dritten Mal geht dieser Kalender online und ich bin unendlich dankbar dafür, dass wir auch dieses Jahr gemeinsam Menschen helfen wollen, die unsere Hilfe brauchen. Hier nun etwas konkreter, worum es geht und wie Du mitmachen kannst 🙂Was ist #hand2hand?Ein Adventskalender auf Twitter mit ❤ Bis zum 24.12. (startend am 01.12., bzw. 30.11.) findest Du hinter jedem Türchen etwas Handgefertigtes, das von 24 Wichteln eigens für diesen Kalender genäht, gehäkelt, gebacken, gekocht, gestrickt, geklöppelt, geschrieben, fotografiert, etc. wurde.  Diese Personen stellen das kostenlos zur Verfügung und übernehmen sogar den Versand (Inland D, sonst nach Absprache)Wie kann ich bei #hand2hand mitmachen?Das ist einfach: Du kannst selbst etwas herstellen (hier gerne etwas, das man nicht überall schon kaufen kann), backen, nähen, klöppeln, unterwassermundtuften, handwerklich bewerkstelligen, dann überleg Dir bitte was es sein könnte.
  • schreib mir bis zum 11.11.2018 eine E-Mail an meggyver@gmx.de mit dem Betreff „hand2hand“ und Deinem Nick/Twitternamen und sag mir bitte konkret, was Du beitragen möchtest (vielleicht hast Du bereits Bilder, die Du anhängen kannst) – bitte nicht über Twitter, WhatsApps, etc – nur über Mail, damit ich niemanden übersehe und den Überblick behalten kann 🙂
  •  bedenke bitte, dass Dein Werk im Dezember versandfertig sein muss, damit der glückliche Ersteigerer noch in der Weihnachtszeit Deine Besonderheit in den Händen halten kann
  • Du übernimmst die Herstellung, den Versand (Inland), die Bilder & Text, den Du mir bis Ende November zur Verfügung stellen musst, damit ich die Auktion bei eBay einstellen kann
  • Ich melde mich bei Dir nach dem 11.11. mit einer Zu- oder Absage
Ich sorge dafür, dass die Auktion pünktlich online geht, teile sie über Twitter, teile Dir nach erfolgreich beendeter Auktion den Namen des Glücklichen mit und Du versendest innerhalb von 3 Tagen Dein wundervolles Werk ❤ Heimatstern erhält sein Geld direkt vom Käufer.Wie wird ausgewählt, wer mitmachen kann?Es gibt 24 Türchen. Die Erfahrung der letzten beiden Male zeigte, dass es mehr Anfragen gab, doch auch dieses Jahr wird es ein klassicher 24-Türchen-Kalender. Ich wähle aus allen Vorschlägen aus, stets bemüht, eine bunte Mischung an den Start zu bringen. An der Stelle möchte ich um Dein Verständnis und Vertrauen bitten, dass ich nach bestem Wissen und Gewissen auswähle und durchaus auch Angebote leider ablehnen muss, wenn ich z.B. 5 Fotokalender angeboten bekomme oder der Erfahrung nach sagen kann, dass es nicht passt. Bitte sei nicht sauer oder enttäuscht, denn auch wenn das hart klingen mag, es geht an der Stelle nicht um persönliche Präferenzen, sondern eine möglichst vielfältige Mischung, die den unterschiedlichen Interessen gerecht wird. Wenn ich Dein Angebot ablehne (was nicht persönlich ist), kannst Du es dennoch über Twitter anbieten, wie es manch anderer bereits auch tut, nur bitte verwende hierfür nicht den #hand2hand – danke für Dein Verständnis. Ah, und *schweigefuchs* bis Dein Türchen online ist 😬 Wie komme ich an diese tollen Sachen?Jeden Abend (beginnend am 30.11.) gegen 21 Uhr stelle ich ein Türchen live, dieses kannst Du auf meinem Twitter-Profil sehen. Das Türchen kommt in Form einer eBay-Auktion. Du brauchst also ein eBay-Konto und ein PayPal-Konto, denn das Geld geht danach direkt an Heimatstern e.V. Nachdem Du ein Türchen ersteigert hat, zahlst Du innerhalb von 24h an die bei eBay hinterlegte PayPal-Adresse (Heimatstern) und ich gebe Deine Anschrift an den Versender. Es fallen bei eBay keine Gebühren an, da ich mich mit dem Konto bei eBay Charity beworben und angemeldet habe – danke nochmal hierfür, eBay! ❤Warum sollte man so viel Geld für ne Mütze/Zeichnung/Kekse, etc. ausgeben?Musst Du nicht 🙂 Das ist die eine Sichtweise. Eine Freundin hat das sinngemäß folgendermaßen beantwortet: In erster Linie hilft man mit einer Spende Gutes zu tun und bekommt noch etwas Wundervolles dazu ❤Ich habe weder eBay noch PayPalDas macht nichts, wenn Du helfen möchtest, kannst Du das tun indem Du
  • Die Türchen jeden Tag bei Twitter teilst (retweetest) und Deinen Freunden und Bekannten von der Aktion erzählst (über WhatsApp, bei Facebook, E-Mail, Luftpost, Flaschenpost (nur bei genügend Strömung), etc.
  • direkt spendest – und hier gibt es viele einfache Möglichkeiten, z.B. über eine Amazon-Wunschliste, die Heimatstern nach Bedarf immer wieder aktualisiert
  • Indem Du z.B. Deine Einkäufe bei Amazon über Amazon Smile machst und dort Heimatstern hinterlegst, so zahlt Amazon eine Spende für jeden Deiner Käufe
  • eine der vielen anderen Möglichkeiten nutzt
Kann ich das steuerlich absetzen?Ja, wenn Du zu einem der glücklichen Käufer gehörst, wird Dir Heimatstern auf Wunsch eine Spendenquittung ausstellen. Falls es noch Fragen gibt, gerne hier in den Kommentaren oder über Twitter ❤ Ich freue mich sehr auf #hand2hand 2018 Meg Wer Interesse hat, kann hier nachlesen, wie #hand2hand 2017 gelaufen ist und 2016. Danke MelanieGywer für den Header!  

#coffeetalk: Kaffee predigen und Latte trinken.

40 Milliarden Strohhalme wandern in Deutschland pro Jahr in die Tonne, und das für die ca. 500 Sekunden die wir brauchen um ein Getränk in uns hinein zu schlürfen.

#nostrawpleasechallenge

Wisst ihr, das schwierigste ist, Menschen/Freunde darauf anzusprechen, man will ja nicht als so’n „Öko“ gelten. Habe ich bisher gedacht. Jetzt nicht mehr, ich bin kein Öko, mir liegt etwas an dieser Welt und Strohhalme und Einwegbecher sind MIST.

Also werde ich es ansprechen.

Die Macht der Worte.

Seit ca. zwei Wochen bin ich in einer WhatsApp-Gruppe zum Thema „25-jähriges Stufen-Treffen“ und werde täglich mit Bildern konfrontiert aus der Zeit, in der unsere Mode-Vorbilder BROS, Guns’n’Roses, NKOTB, East 17, Sandra, OMD, Backstreet Boys, Take That, Spice Girls, CITA, Roxette, Soundgarden, Michael Dudikoff, Dolph Lundgren waren und bei mir später noch recht krass die Techno-Szene, wobei man da nicht unbedingt von Mode sprechen kann.

Wir trugen Dauerwellen (und es sei mir an der Stelle verziehen, aber damit sah niemand gut aus, nicht man Michael Cretu), betonten blaue Augen mit blauen Lidschatten, färbten uns die Haare mindestens 1x im Monat in einer Regenbogenfarbe, scheuerten neue Hosen so lange am Bordstein auf, bis die gebraucht aussahen.

Wessen Eltern Kohle hatten, der trug lässig eine Bree-Ledertasche, die natürlich nach 1 Tag nicht mehr neu aussehen durfte, sondern vollgeschmiert und abgefuckt, wofür mich meine Eltern todessicher eigenhändig in einen Gulag nach End-Sibirien gebracht hätten.

Auf unserer Brust prangten Logos wie „United Colors of Benetton“, CHEVIGNON, Pepe Jeans, Chiemsee, Levi’s und die ganz zuckrigen Mädchen trugen alles von Oilily, Wir rochen nach einer Mischung aus „Impulse Mille Fleurs“, die die Kohle hatten ggf. schon CK one und nach Hormonen.

Gefühlt den halben Sommer verbrachten wir im Süßwasserspeicher des Sauerlandes, dem Möhnesee oder vor den Türen von Kneipen wie Pesel oder Kater, weil wir zu jung waren, um reinzugehen. Es sei denn, wir hatten ältere „Freunde“. Wir waren gefühlt ständig draußen. Waren wir drin, überspielten wir stundenlang CDs auf Cassetten. Die Jungs machten ihre 80er Füherscheine. bei den Mädels wichen die Mädchenräder den Mountainbikes. Die ersten trugen Chucks und man rauchte Zigaretten nach angesagten Marken und nicht nach Geschmack. Irish Pubs wurden „in“ und wir tranken Guiness und spielten Billard. An den Wochenenden tanzten wir auf Schaum- oder Popcorn-Parties.

Wir verliebten uns und brachen Herzen. Unsere Herzen wurden gebrochen und heilten wieder. Wir schrieben Liebesbriefe und bekamen welche,

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Ich hatte niemals das Bedürfnis meinem 16-jährigen Ich einen Brief zu schreiben.
Seit zwei Wochen schaue ich die alten Bilder von Klassenfahrten an und sie wecken Erinnerungen an Gespräche, an Worte, an verletzende Worte. Sie werfen einen kleinen Schatten auf die Erinnerungen, die nach Sommer, Möhnesee, den ersten Küssen auf dem Schützenfest.

Die Erinnerungen daran, dass man mir damals schon sagte, ich sei zu dick. Meine Brille sei zu dick. Meine Brüste seien zu groß, meine Füße seien zu groß, meine Ohren seien zu abstehend, meine Hände zu wurstig.

Schaue ich die Bilder heute an, schnürt es mir die Kehle zu, denn ich sehe ein glückliches, hübsches, lebensfrohes Mädchen, welches jeden Tag Rad fuhr, schwimmen ging, Volleyball spielte und ihre Kleidung nicht in Übergrößen-Geschäften kaufte. Ok, meine Kleidung war von C&A und Famila, ich trug keine Markenschuhe und hatte einen NoName-Rucksack statt einer Bree-Ledertasche, mein Mountain-Bike war von Aldi und ich trug Glasbausteine auf der Nase, aber eines war ich nicht, wenn ich mir die Bilder heute so anschaue: Dick und hässlich. Und dennoch werden mit jedem Bild diese Erinnerungen wach und sie lassen sich nicht über die Bilder legen, die ich gefunden habe. Ich war stark, ich war muskulös, ich war fit und gesund, ich war sehr gut in der Schule, ich war sogar durchaus beliebt, ich hatte einen Freund, der eine 80er fuhr und meine Lehrer mochten mich.
Und ich stand heulend vor dem Spiegel und zupfte an meinem Bauch und an meinen Brüsten, die mich anwiderten, je mehr ein Mann sie mochte. Ich hasste meine Grübchen, weil alle Familienmitglieder ihre Finger reinbohrten, ich war unsicher ob meiner Deutschkenntnisse. Wenigstens hatte mich die Pubertät insofern verschont, dass ich keine Pickel hatte.

Wahnsinn, wie viel Macht Worte haben, wenn man sich selbst noch nicht gefunden hat.
Und wie viel Macht sie immer noch haben, wenn man erwachsen geworden ist.

Bitte seid sensibler zu euren Kindern. 

Das Verhalten erwachsener Frauen auf der Bürotoilette

Es gibt eine Menge Mythen rund um dieses stille Örtchen. „Wäre es denn bloß still“, denkt sich jetzt manch eine Frau und errötet zart, den Feierabend herbeisehnend, wenn sie Zuhause auf der mit 4-lagigem Toilettenpapier schallgedämpften Toilette, umgeben von elektrischen Duftzerstäubern, Kerzen und Ladekabel endlich die „9 Pfund ohne Knochen“ rausdrücken kann.

 

 Katharina Wieland Müller  / pixelio.de

Horrorszenario im Büro:

Druck auf dem Darm und es gibt nur eine Toilette. Einhalten.
Druck auf dem Darm und es gibt nur zwei Toiletten: Einhalten
Druck auf dem Darm und es gibt 3 Toiletten: Tricky!
Sind die einzelnen Kabinen oben und unten offen: Einhalten
Sind die einzelnen Kabinen in sich geschlossen: Drauf!

Jetzt beginnt die Präzisionsarbeit und hierfür einige ausgeklügelte Techniken:

1. Einige werfen eine Menge des Toilettenpapiers in die Schüssel, um den Aufprall zu dämpfen

2. Andere ziehen während des Vorgangs mehrmals die Spülung, um die Geräusche und Gerüche zu unterdrücken

3. Wiederum andere telefonieren laut oder täuschen tuberkulöse Hustenanfälle vor – der Grund dafür konnte bisher nicht eruiert werden. Die männlichen Forscher können es nicht nachvollziehen, die weiblichen haben nur Einzeltoiletten und leugnen alles

4. Der Extrem-Fall (hier wollte die Autokorrektur Exkremfall schreiben, wobei Ex-Krem, wer hat sich diese Sprache ausgedacht?!): Diarrhoe und ich weiß nicht, ob neben Land auch Winde kommen. Also krampfe ich 20 Minuten vor mich hin und entlasse homöopathische Mengen nach und nach, anstatt einmal den Mann in mir rauszulassen und alles andere mit.

Endlich habe ich es geschafft! Ich bin so stolz auf mich, endlich wieder Mensch! Der gesamte Körper von Haarspitze bis großer Onkel entspannt. Ich bin glücklich und zufrieden. Doch dann passiert es! Ich höre, wie jemand die Tür zur Toilette öffnet und weiß, ich habe genau zwei Möglichkeiten, je nach Anzahl und Art der Kabinen (wir erinnern uns: Offen oder geschlossen)

1. Ich warte, bis die Person in der Kabine verschwunden ist und renne los, in der Hoffnung keine weitere Person betritt den Raum. Puh. Glück gehabt. Wir wissen zwar davon, wir reden jedoch nicht darüber. Der Zauber wurde bewahrt.

2. Ich bin mutig und verlasse die Kabine. Falls jemand reinkommt, rolle ich theatralisch die Augen, rümpfe die Nase, während meine Lippen mit einem dezenten Kopfnicken Richtung besetzter Kabine leise „Phieeeew“ formen und ich den Raum schnellstmöglich verlasse

Doch eigentlich wissen wir es alle: Frauen exkrementieren nicht uns das alles basiert nur auf meiner recht sonderbaren Phantasie.
Ich habe allerdings gehört, wie Männer es tun:

Sie gehen kacken. Und machen es laut.

 

Lesen Sie bald wieder:
Frauen und Raststätten-Toiletten
Exclusiv: Zu Besuch bei Freunden ohne Fenster im Bad