#hand2hand2019

Wow.
2019 – herzlich willkommen zum 4. #hand2hand Adventskalender von euch für euch zu Gunsten von Heimatstern e.V.
Einige von euch kennen ihn schon, für viele ist er neu. Hier könnt ihr lesen, wir ihr mitmachen könnt und in welcher Form 🙂

Hinter jedem Türchen verbirgt sich eine liebevoll handgefertigte* Besonderheit, die Du für einen guten Zweck ersteigern kann, nämlich für den besten Zweck der Welt: Menschenleben.
Du bekommst also zwei Geschenke: Das, was Du ersteigert hast und das gute Gefühl mit Deiner Spende etwas Wunderbare getan zu haben: Ein Menschenleben wieder lebenswert(er) gemacht oder gar gerettet zu haben, denn der komplette Erlös geht an Heimatstern e.V. – einen Verein, der unermüdlich mit jedem Euro (ohne Verwaltungsabzug) Tag für Tag Unglaubliches leistet.
Darüber kannst Du Dich auf der Website informieren, aber auch bei Facebook und Twitter.

Bereits zum 4. Mal geht dieser Kalender online und ich bin unendlich dankbar dafür, dass wir auch dieses Jahr gemeinsam Menschen helfen wollen, die unsere Hilfe brauchen. Hier nun etwas konkreter, worum es geht und wie Du mitmachen kannst

Was ist #hand2hand?

Ein Adventskalender auf Twitter mit ❤
Bis zum 24.12. (startend am 30.11. um 21 Uhr) findest Du hinter jedem Türchen auf eBay etwas Handgefertigtes, das von 24 Wichteln eigens für diesen Kalender genäht, gehäkelt, gebacken, gekocht, gestrickt, geklöppelt, geschrieben, fotografiert, etc. wurde.
Diese Personen stellen das kostenlos zur Verfügung und übernehmen sogar den Versand (Inland D, sonst nach Absprache)

Wie kann ich bei #hand2hand mitmachen?

Das ist einfach: Du kannst selbst etwas herstellen (hier gerne etwas, das man nicht überall schon kaufen kann), backen, nähen, klöppeln, unterwassermundtuften, handwerklich bewerkstelligen, dann überleg Dir bitte was es sein könnte. Du kannst Umfragen unter Deinen Followern machen, was sie interessieren würde, was sie kaufen würden, was Du machen könntest oder Du sörberst hier im Blog in der Rubrik #hand2hand

Wenn Du Dir sicher bist, dass Du mitmachen willst und was Du anbieten möchtest

  • schreib mir bis zum 11.11.2019 eine E-Mail an meggyver@gmx.de mit dem Betreff „hand2hand“ und Deinem Nick/Twitternamen und sag mir bitte konkret, was Du beitragen möchtest (vielleicht hast Du bereits Bilder, die Du anhängen kannst) – bitte nicht über Twitter, WhatsApps, etc – nur über Mail, damit ich niemanden übersehe und den Überblick behalten kann 🙂
  •  bedenke bitte, dass Dein Werk im Dezember versandfertig sein muss, damit der glückliche Ersteigerer noch in der Weihnachtszeit Deine Besonderheit in den Händen halten kann
  • Du übernimmst die Herstellung, den Versand (Inland), die Bilder & Text, den Du mir bis Ende November zur Verfügung stellen musst, damit ich die Auktion bei eBay einstellen kann
  • Ich melde mich bei Dir nach dem 11.11. mit einer Zu- oder Absage
  • Bis zum 29.11. brauche ich dann eine Beschreibung Deines Angebots (liebevoll und plastisch, Du bist ja kreativ) und Bilder, damit ich die Auktionen bei eBay einstellen kann und diese pünktlich starten können. Das ist ein wenig Arbeit, weshalb dieser Punkt wichtig ist.

Ich sorge dafür, dass die Auktion pünktlich online geht, teile sie über Twitter, teile Dir nach erfolgreich beendeter Auktion den Namen des Glücklichen mit und Du versendest innerhalb von 3 Tagen Dein wundervolles Werk ❤

Heimatstern erhält sein Geld direkt vom Käufer über PayPal
Wie wird ausgewählt, wer mitmachen kann?
Es gibt 24 Türchen. Die Erfahrung der letzten Male zeigte, dass es mehr Anfragen gab, doch auch dieses Jahr wird es ein klassischer 24-Türchen-Kalender. Ich wähle aus allen Vorschlägen aus, stets bemüht, eine bunte Mischung an den Start zu bringen. An der Stelle möchte ich um Dein Verständnis und Vertrauen bitten, dass ich nach bestem Wissen und Gewissen auswähle und durchaus auch Angebote leider ablehnen muss, wenn ich z.B. 5 Fotokalender angeboten bekomme oder der Erfahrung nach sagen kann, dass es nicht passt. Bitte sei nicht sauer oder enttäuscht, denn auch wenn das hart klingen mag, es geht an der Stelle nicht um persönliche Präferenzen, sondern eine möglichst vielfältige Mischung, die den unterschiedlichen Interessen gerecht wird. Wenn ich Dein Angebot ablehne (was nicht persönlich ist), kannst Du es dennoch über Twitter anbieten, wie es manch anderer bereits auch tut, nur bitte verwende hierfür nicht den #hand2hand – danke für Dein Verständnis. Ah, und *schweigefuchs* bis Dein Türchen online ist 😬
Wie komme ich an diese tollen Sachen?
Jeden Abend (beginnend am 30.11.) gegen 21 Uhr stelle ich ein Türchen live, dieses kannst Du auf meinem Twitter-Profil sehen. Das Türchen kommt in Form einer eBay-Auktion. Du brauchst also ein eBay-Konto und ein PayPal-Konto, denn das Geld geht danach direkt an Heimatstern e.V. Nachdem Du ein Türchen ersteigert hat, zahlst Du innerhalb von 24h an die bei eBay hinterlegte PayPal-Adresse (Heimatstern) und ich gebe Deine Anschrift an den Versender. Es fallen bei eBay keine Gebühren an, da ich mich mit dem Konto bei eBay Charity beworben und angemeldet habe – danke nochmal hierfür, eBay! ❤ Jeder Spender bekommt auf Wunsch eine Spendenquittung von Heimatstern ausgestellt.
Warum sollte man so viel Geld für ne Mütze/Zeichnung/Kekse, etc. ausgeben?
Musst Du nicht 🙂 Das ist die eine Sichtweise. Eine Freundin hat das sinngemäß folgendermaßen beantwortet: In erster Linie hilft man mit einer Spende Gutes zu tun und bekommt noch etwas Wundervolles dazu
Ich habe weder eBay noch PayPal

Das macht nichts, wenn Du helfen möchtest, kannst Du das tun indem Du

  • Die Türchen jeden Tag bei Twitter teilst (retweetest) und Deinen Freunden und Bekannten von der Aktion erzählst (über WhatsApp, bei Facebook, E-Mail, Luftpost, Flaschenpost (nur bei genügend Strömung), etc.
  • direkt spendest – und hier gibt es viele einfache Möglichkeiten, z.B. über eine Amazon-Wunschliste, die Heimatstern nach Bedarf immer wieder aktualisiert
  • Indem Du z.B. Deine Einkäufe bei Amazon über Amazon Smile machst und dort Heimatstern hinterlegst, so zahlt Amazon eine Spende für jeden Deiner Käufe
  • eine der vielen anderen Möglichkeiten nutzt

Kann ich das steuerlich absetzen?

Ja, wenn Du zu einem der glücklichen Käufer gehörst, wird Dir Heimatstern auf Wunsch eine Spendenquittung ausstellen. Falls es noch Fragen gibt, gerne hier in den Kommentaren oder über Twitter ❤ Ich freue mich sehr auf #hand2hand2019
Meg
Wer Interesse hat, kann hier nachlesen, wie #hand2hand2018 gelaufen ist.

Danke MelanieGywer für den Header!

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Beginnings.

You start dying slowly
if you do not travel,
if you do not read,
If you do not listen to the sounds of life,
If you do not appreciate yourself.

You start dying slowly
When you kill your self-esteem;
When you do not let others help you.

You start dying slowly
If you become a slave of your habits,
Walking everyday on the same paths…
If you do not change your routine,
If you do not wear different colours
Or you do not speak to those you don’t know.

You start dying slowly
If you avoid to feel passion
And their turbulent emotions;
Those which make your eyes glisten
And your heart beat fast.

You start dying slowly
If you do not change your life when you are not satisfied with your job, or with your love,
If you do not risk what is safe for the uncertain,
If you do not go after a dream,
If you do not allow yourself,
At least once in your lifetime,
To run away from sensible advice.

– Martha Medeiros

 

Was sollen die Leute sagen?

Ich bin in der „Was sollen die Leute sagen?“-Gesellschaft aufgewachsen und stelle heute im Erwachsenenalter fest, dass sich daran wenig geändert hat.

Manchmal kommt es mir so vor, als wäre dies vielen Menschen gerade Recht, ihr Leben nach aufdiktierten Normen zu leben, angepasst, vorgezeichnet, ohne, dass man sich selbst groß Gedanken machen muss. Solange man morgens anzieht, was Mutti rausgelegt hat, wird alles gut werden, denn Mutti hat selbst gelernt und weiß, was es zu tragen gilt, damit man nicht zur Angriffsfläche wird. Und es ist ja auch so viel bequemer, statt die eigene Persönlichkeit zu entwickeln, einfach nach Schema F zu handeln.

Wie ich auf dieses Thema komme? Ich lief heute über den Friedhof, als mir dieser gelbe Aufkleber ins Auge stach und meine Aufmerksamkeit auf sich zog:

Den Rest des Spaziergangs dachte ich darüber nach, für wen man – total pragmatisch betrachtet – ein Grab pflegt. Für den Toten? Hand aufs Herz: Für das, was dort noch liegt, ganz sicher nicht. Für das Andenken der verstorbenen Person? Womöglich. Es soll Menschen geben, die diesen Ort brauchen. Doch vor allem machen wir es, weil es andere machen. Meine Oma hatte einen festen Plan, nachdem Opa verstorben ist, wann welche Blumen zu pflanzen seien, wann welche Kerzen zu leuchten haben, wie oft der Stein poliert werden musste. Damals in Polen wurden Tage vor Allerheiligen die Gräber auf Vordermann gebracht, als ginge es einen Preis für das schmuckeste zu gewinnen. Ich saß auf einem Handtuch auf den Grabstein und zeichnete mit sorgfältiger Pinselführung und goldener Farbe die Buchstaben nach, auf dass sie einwandfrei glänzten.

Ich brauche einen solchen Ort nicht. Den habe ich in mir und das ist kein Kitsch, das sind meine Erinnerungen, die ich hege und pflege, deren Buchstaben ich sorgfältig nachzeichne, damit sie nicht verblassen.

Schon recht früh hatte ich meine Schwierigkeiten damit, Dinge zu tun, die man mir nicht logisch erklären konnte, die ich nicht nachvollziehen konnte, wie in etwa:

„Hör auf, Gott zu hinterfragen, was soll der Pfarrer denken?
Nachher heißt es, wir hätten Dich schlecht/falsch erzogen.“

Dabei wollte ich nur wissen, wo Gottes Eltern sind, weshalb der Pfarrer in der Tat meine Eltern zur Rede stellte und ich sehr hart bestraft worden bin.

Wir durften niemals die letzten sonntags in der Kirche sein, sonst hätte man uns nachgesagt, nicht gläubig zu sein.

Es wurde geduldet, dass Kinder und Frauen geschlagen wurden, denn über sowas spricht man nicht. Was sollen die Leute sagen? Was in den eigenen 4 Wänden passiert, hat diese gefälligst nicht zu verlassen.

Man verlässt den säufenden und hurenden Mann nicht. Was sollen die Leute sagen?
Man treibt nicht ab, wenn man zum xten Mann vom eigenen Mann vergewaltigt worden ist und das 6. Kind bekommt, obwohl schon für die ersten 5 kein Geld da ist. Was sollen die Leute sagen? Und der Pfarrer! Todsünde!

Man tritt nicht aus der Kirche aus, obwohl der eigene Sohn verhaltensauffällig geworden ist, seit es ein Ministrant und und die Mutter anbettelt, nicht mehr hingehen zu müssen. Was sollen die Leute sagen?

Man geht aber auch nicht 5x am Tag auf Klo, wenn man Durchfall hat, denn was sollen die Leute sagen, wenn der Scheissewagen mehr als 1x im Monat kommen muss, um die Grube zu leeren?

Mann geht nicht zum Arzt, wenn einem der Druck auf der Arbeit den Schlaf raubt und einen umtreibt, bis man nur noch Galle kotzt. Erst recht nicht als Mann. Männer kriegen keinen burn out! Was sollen die Leute sagen?

Man macht jeden Trend und Hunger-Hype in sozialen Netzwerken mit, denn was sollen sonst die Follower sagen?

Man marschiert mit erhobener rechter Hand, denn was sollen die Kameraden sagen?

Und dann stirbt man. Aber nicht ohne dafür Sorge zu tragen, dass sich jemand um das verfickte Grab kümmert. Auch wenn von all den Menschen, die man nicht kennt und nach deren angeblicher Meinung man sein Leben ausgerichtet und verpasst hat, die meisten tot sind. Weil sie ihre schlagenden Ehemänner, vergewaltigenden Pfarrer, schlagenden Eltern nicht mehr ertragen haben.

#GettingGreenChallenge

Als ich auf die Welt kam, interessierte sich niemand in meiner Umgebung für den Umweltschutz.
Die Öfen in den Häusern wurden mit Kohle befeuert, in den harten Wintern in Oberschlesien gerne 24h/Tag, stromfressende Glühbirnen mit ihrem gelblichen Licht erhellten mehr oder weniger die Räume, deren Wände mitunter so kalt waren, dass sie auch gleichzeitig feucht waren. Ein weißes T-Shirt hatte am Ende des Tages einen Grauschleier von den Kohlekraftwerken, Eisenhütten und Diesel-Fahrzeugen, die den Schnee innerhalb von kürzester Zeit in einen schwarzbraunen Haufen gefrorenen Drecks am Straßenrand verwandelten.

Es gab einen Bereich, der halbwegs „grün“ war und das war der Bereich Lebensmittel – hier eher erzwungenermaßen als beabsichtigt, denn hinter dem Eisernen Vorhang gab es keine Obstsorten aus fernen Ländern oder ganzjährig Erdbeeren. Es war nicht bio, was wir hatten, aber es war regional und saisonal. Ich erinnere mich an große Speisekammern mit Regalbrettern bis zur Decke, prall gefüllt mit eingekochten Mirabellen, Kirschen, Erdbeeren, Äpfeln, Blaubeeren, Stachelbeeren, Brombeeren, Kürbissen, Birnen, Rhabarber.
Darunter Gläser mit Grützwurst, Leberwurst, Blutwurst – sobald im Dorf geschlachtet wurde, meldete man sich an und füllte die Speisekammern für die langen Winter und für die Zeitperioden, in denen man trotz Lebensmittelmarken nichts zu essen bekommen hat und froh war, gebunkert zu haben. Keine Sorge, ich litt niemals Hunger, denn wir waren allesamt Bauern oder hatten Familie, die Vieh hatte. Außerdem arbeitete meine Oma im Gleiwitzer Schlachthof. Von der Decke der Speisekammer hingen von Opa geräucherte Schinken und Forellen, Würste und Ketten mit duftenden, getrockneten Pilzen.
In den untern Fächern der Regale, die mit Sand gefüllt waren, lagen Mohrrüben, Steckrüben, Rote Beete und Kartoffeln. Kohl wurde meistens in allen Formen eingekocht. Neben den Regalen standen große töpfernde Gefäße mit Salz & Dill-Gurken und Sauerkraut.

Unsere Urlaube verbrachten wir entweder in der Hohen Tatra in umgebauten Zirkuswagen, wo wir auch Selbstversorger waren, weshalb Mama meist Tage vor dem Urlaub kochte, einkochte, buk und briet und den Wagen bis unters Dach mit dem Inhalt der Speisekammer füllte. Nur am Meer sind wir ab und an essen gegangen und schauten, was von der recht kargen Speisekarte noch vorhanden war. Denn auch die Restaurants bekamen ihr Essen teilweise zugewiesen.

Es fehlte mir an gar nichts.
Außer an Gedanken an die Umwelt. Ich nahm sie wahr, ich genoss, sie war Gott gegeben – zumindest dachte ich das damals.

Als wir die erste Wohnung in Deutschland bezogen, eine 90qm Wohnung, sozialer Neubau für unsere 5-köpfige Familie, staunte ich über die vielen Steckdosen in allen Räumen. Als ob man die alle bräuchte? Wofür nur?

Ein paar Wochen später waren sie gefühlt alle belegt. Wir hatten 3 Fernseher, 3 Stereoanlagen, einen C64, einen Discman, den man laden musste, unzählige Lampen und leuchtende Deko-Elemente. In der Küche alles an Elektrogeräten, das man sich vorstellen kann. Meine Eltern hatten zwei Autos, die Kinder machten alle mit 18 ihren Führerschein. Wir verbrannten keine Schwarzkohle mehr und unsere Autos waren keine Dieselfahrzeuge, aber dafür reisten wir kreuz und quer durch Europa, später flogen wir und unser schmutziger Fußabdruck wurde immer größer. Nur auch da machte ich mir keine Gedanken darüber, ich genoss mein Zimmer, mein Leben, den Luxus.

Seit einigen Jahren mache ich mir Gedanken.
Ironischerweise nachdem ich den vermutlich größten schmutzigen CO2-Abdruck hinterließ und nach Kanada flog, um dort einige Wochen auf einer Bio-Farm zu leben und zu arbeiten. Ich wurde sehr stark an die „grünen“ Zeiten meiner Kindheit erinnert, daran, wir man mit kleinen Schritten und Änderungen direkt vor der eigenen Nase etwas verändern kann. Wir ernteten, was wir säten.
Wir aßen, was wir ernteten, was auf der Farm ein langes und entspanntes Leben hatte (Hühner, z.B.) – davon allerdings recht wenig. Wir tranken das Wasser aus der Leitung, wir kauften all das, was wir selbst nicht herstellen konnten auf Märkten oder von anderen Menschen, die es hatten (Mehl aus einer Mühle, Haferflocken, Milch und Butter, etc.). Wie vermieden Plastik. Und ich entdeckte meine Liebe zu Walen und speziell zu Orcas, beschäftigte mich damit, wie ihre #10yearschallenge so war. Besuchte Film Festivals rund um das Thema Umwelt, Erderwärmung, Umweltschutz.

Schaute genauer hin beim Einkaufen, was wie eingepackt ist, in welche Art von Plastik.
Machte mich ein wenig schlauer darüber, wie und wo unser Müll entsorgt wir, nachdem wir ihn getrennt haben.
Verbannte Alu- und Frischhaltefolie, Küchenrolle. Kaufte keine Peelings mehr, sondern machte sie selbst. Keine Wattepads mehr, sondern wieder verwendbare. Kosmetik eher im Glas als in Plastiktuben, gleiches für Zahnpasta. Nicht alles ist perfekt, aber ich bin endlich bereit und willens meine Gewohnheiten zu ändern, auch wenn es unbequemer ist.

Ich fahre nach wie vor ein Auto und ich fliege nach wie vor nach Kanada und meine Bemühungen zuhause machen das nicht wett, das weiß ich. Noch bin ich nicht bereit, auf dieses Land zu verzichten, mit dem heimlichen Wunsch, eines Tages dort zu bleiben.
Und dennoch nehme ich mir raus, Menschen darauf anzusprechen, wenn sie 5 Tage die Woche bei Starbucks einen Wegwerfbecher samt Strohhalm nehmen, warum sie das nicht ändern. Und ihnen vor Augen zu halten, dass es extrem viele Stellschrauben gibt, an denen sie drehen können und dass jede davon relevant ist.

Meine Seele hat es eilig.

Gedicht von Mario de Andrade (San Paolo 1893-1945) Dichter, Schriftsteller, Essayist und Musikwissenschaftler.
Einer der Gründer der brasilianischen Moderne.
________________________

*Meine Seele hat es eilig.*

Ich habe meine Jahre gezählt und festgestellt, dass ich weniger Zeit habe, zu leben, als ich bisher gelebt habe.
Ich fühle mich wie dieses Kind, das eine Schachtel Bonbons gewonnen hat: die ersten isst sie mit Vergnügen, aber als es merkt, dass nur noch wenige übrig sind, begann es, sie wirklich zu genießen.
Ich habe keine Zeit für endlose Konferenzen, bei denen die Statuten, Regeln, Verfahren und internen Vorschriften besprochen werden, in dem Wissen, dass nichts erreicht wird.
Ich habe keine Zeit mehr, absurde Menschen zu ertragen , die ungeachtet ihres Alters nicht gewachsen sind.
Ich habe keine Zeit mehr, mit Mittelmäßigkeiten zu kämpfen.
Ich will nicht in Besprechungen sein, in denen aufgeblasene Egos aufmarschieren.
Ich vertrage keine Manipulierer und Opportunisten.
Mich stören die Neider, die versuchen, Fähigere in Verruf zu bringen, um sich ihrer Positionen, Talente und Erfolge zu bemächtigen.
Meine Zeit ist zu kurz um Überschriften zu diskutieren. Ich will das Wesentliche, denn meine Seele ist in Eile. Ohne viele Süssigkeiten in der Packung.

Ich möchte mit Menschen leben, die sehr menschlich sind.
Menschen, die über ihre Fehler lachen können, die sich nichts auf ihre Erfolge einbilden.
Die sich nicht vorzeitig berufen fühlen und die nicht vor ihrer Verantwortung fliehen.
Die die menschliche Würde verteidigen und die nur an der Seite der Wahrheit und Rechtschaffenheit gehen möchten.
Es ist das, was das Leben lebenswert macht.
Ich möchte mich mit Menschen umgeben, die es verstehen, die Herzen anderer zu berühren.
Menschen, die durch die harten Schläge des Lebens lernten, durch sanfte Berührungen der Seele zu wachsen.

Ja, ich habe es eilig, ich habe es eilig, mit der Intensität zu leben, die nur die Reife geben kann.
Ich versuche, keine der Süßigkeiten, die mir noch bleiben, zu verschwenden.
Ich bin mir sicher, dass sie köstlicher sein werden, als die, die ich bereits gegessen habe.
Mein Ziel ist es, das Ende zufrieden zu erreichen, in Frieden mit mir, meinen Lieben und meinem Gewissen.
Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt, wenn du erkennst, dass du nur eins hast.

#hand2hand2018 – Danke <3

Gestern um 21 Uhr schloss das letzte Türchen des #han2hand2018 Adventskalenders für den besten Zweck der Welt, das Menschenleben.

Bevor ich mit Zahlen die diesjährige Aktion zusammen fasse, möchte ich mich an der Stelle bedanken.

Zuerst bei allen, die ihre kreativen Werke zur Verfügung gestellt haben. Denn das ist das Fundament dieser Aktion und jedes Jahr für mich mit ein wenig aufgeregtem Bauchweh verbunden: Wer macht mit? Was reichen sie ein? Wird es eine gute Mischung geben? Ist für jeden etwas dabei? Wie sind die Texte? Wie sind die Bilder? Werden ein paar Neue dazu stoßen? Wie sehr wird sich die Aktion verbreiten?

Es gibt einige, die bereits zum 3. Mal dabei waren, es gibt Neue, es gibt welche, die ihre wundervollen Kunstwerke schon seit Monaten fertig hatten.
Dann trudeln sie ein und ich schaue und lese und höre auf meinen Bauch und denke an die letzten Jahre, die Vorfreude steigt.

Am liebsten würde ich jeden umarmen, so richtig mit ARME UM DEN MENSCHEN legen und ihm sagen, wie sehr ich schätze, was er getan hat. Wie sehr ich mich darüber gefreut habt, jeden einzelnen Tag in der #hand2hand DM-Gruppe zu lesen, was die Aktion den einzelnen Menschen bedeutet, dass es mitunter ihr kleines Weihnachtswunder ist. Man stärkte sich gegenseitig, feuerte sich an, tröstete, teilte Sorgen und Freude, alberte rum und mit jedem Tag konnte man spüren, wie viel Herzblut diese Aktion in den Menschen zum sprudeln brachte.

Danke an Katja, Heinrich und Carrie für die extrem professionelle Vorbereitung, für das Teilen (!) und mitfiebern. Und für den Header!

Danke an Maori für so viel Liebe in der Gruppe, für die Vision, die wir mit der Summe erreicht haben und für den dafür versprochenen Tanz, auf den wir uns freuen!

Danke an Sarah, die trotz persönlicher Herausforderungen jeden Tag allen die Daumen drückte und ohne Alk die Schnapszahl noch zum Schluss selbst spendete.

Danke an Marcel für die wundervollen Bilder, für das Vertrauen in die Aktion und die tolle Unterstützung.

Danke Verena für die unermüdlichen Insta-Stories, für das Teilen der Sorgen, aber auch das Öffnen des großen Herzens.

Danke Jule, Du Wirbelwind! Auch Dir für das Vertrauen in die Aktion und das unglaubliche Paket!

Danke Nicole. Für eine Menge Liebe, gute Gespräche und eine unglaublich gesunde und beruhigende Sicht auf die Hilfsbereitschaft der Menschen.

Danke Ingrid, Du Verpackungs- und Pinselvirtuöse 😀 für meinen Leuchtturm ❤ und Dein großes Herz.

Danke Anita, Du warme, wärmende, liebevolle Seele – für all die Unterstützung trotz Stresses.

Nina und Frau_Eff danke ich sehr dafür, dass Du unbeirrt die Aktion geteilt hast, ohne Rücksicht auf Motzköppe 😉

Sarina, Du Eneregiebündel – es ist der Wahnsinn, wo Du all diese Energie hernimmst, um auf gefühlt 10 Hilfshochzeiten gleichzeitig zu tanzen und so viel Gutes zu tun!

Manu, ah liebe Manu. Danke für Deine unermüdliche, ansteckende Freude und Enthusiasmus, Deine Großzügigkeit und Liebe.

René – zum ersten Mal dabei und gleich so voller Begeisterung. Ich habe mich sehr darüber gefreut, wie sehr Du die Aktion unterstützt hast!

Axel, das war ein sehr knappes Höschen – in JEDWEDER Hinsicht. Ich kann mir #hand2hand ohne Dich gar nicht mehr vorstellen. Und Björn – für die Fischis!

Julia – auch zum ersten Mal dabei und so viel Liebe mitgebracht, danke dafür!

Beate, Dir danke ich für die Hilfsbereitschaft, die offenen Augen und das Mitfiebern.

Moni – auch ohne Dich gibt es gefühlt kein #hand2hand, danke für Deine unermüdliche Kreativität und Unterstützung.

Mathis, liebster Mathis, trotz Krankenhaus und so viele Sorgen, hast Du mitgemacht und einen wahnsinnig großen Beitrag geleistet. Danke!

Tobias, danke, dass Du mitgemacht hast!

Frank, mein Lieblingsgrumpy, danke dafür, dass Du bereits vor Monaten Dein wundervolles Brett fertig hattest und ich mich so Monate lang auf die Aktion freuen konnte ❤

Lena – danke dafür, dass Du doch noch Zeit gefunden hattest, mitzumachen und dann auch noch mit einer sehr herausfordernden Materie 🙂

Marlene, wie Du gefiebert hast! Das war sehr entzückend, danke für Deine Hilfe und Deine Gedanken.

Anne, Du kleine Zauberin, danke für das Vertrauen an die Aktion und Deine tollen Werke.

Manuela – danke, dass Du Dir so viele Gedanken und Mühe gemacht hast, in dieser Ziege steckt unfassbar viel Liebe drin.

Danke für jeden von euch, der den einen Meter mehr gegangen ist, damit andere Menschen eine kleine und/oder große Chance auf ein lebenswerteres Leben erhalten.

Unser Dank geht an die Menschen, die mit ihrem Geld dazu beigetragen haben, dass Heimatstern in den kommenden Wochen und Monaten sehr viel Gutes bewirken kann.

Was sie tun werden, könnt ihr das ganze Jahr über auf deren Profilen lesen, z.B. bei Facebook oder Twitter.

Diese Aktion hat dem Heimatstern e.V. über 10.000€ eingebracht

9.429,44€ brachten die 25 Türchen ein.
Ich habe auf  9.500€ aufgerundet.

200€ gab es von der Telekom.
30€ als zusätzliche Spende.

9730€

Diese Summe wurde gestern noch auf 10.000€ aufgerundet.
Dann kam noch die Schnapszahl in Höhe von 111,11€ dazu.

Wir landen also bei 10.111,11€ 

Und last but not least danke ich allen, die die Aktion bei Twitter, Facebook, Instagram etc. unermüdlich geteilt haben, weil ihnen der Gedanke dahinter wichtiger ist als das, was ihre Follower darüber denken würden, wenn sie einen Tag mal kein Witzchen posten.
Würde ich für jeden meiner Follower 2€ für Heimatstern bekommen, ich würde meinen Account morgen schließen und neu anfangen.

In dem Sinne: Danke und frohe Weihnachten.

Meg

#hand2hand 2018

Herzlich willkommen zu einem ganz besonderen Adventskalender: #hand2hand
  Hinter jedem Türchen verbirgt sich eine liebevoll handgefertigte Besonderheit, die Du für einen guten Zweck ersteigern kann, nämlich für den besten Zweck der Welt: Menschenleben. Du bekommst also zwei Geschenke: Das, was Du ersteigert hast und das gute Gefühl mit Deiner Spende etwas Wunderbare getan zu haben: Ein Menschenleben wieder lebenswert(er) gemacht oder gar gerettet zu haben, denn der komplette Erlös geht an Heimatstern e.V. – einen Verein, der unermüdlich mit jedem Euro (ohne Verwaltungsabzug) Tag für Tag Unglaubliches leistet. Davon kannst Du Dich auf der Website informieren, aber auch bei Facebook und Twitter. Bereits zum dritten Mal geht dieser Kalender online und ich bin unendlich dankbar dafür, dass wir auch dieses Jahr gemeinsam Menschen helfen wollen, die unsere Hilfe brauchen. Hier nun etwas konkreter, worum es geht und wie Du mitmachen kannst 🙂Was ist #hand2hand?Ein Adventskalender auf Twitter mit ❤ Bis zum 24.12. (startend am 01.12., bzw. 30.11.) findest Du hinter jedem Türchen etwas Handgefertigtes, das von 24 Wichteln eigens für diesen Kalender genäht, gehäkelt, gebacken, gekocht, gestrickt, geklöppelt, geschrieben, fotografiert, etc. wurde.  Diese Personen stellen das kostenlos zur Verfügung und übernehmen sogar den Versand (Inland D, sonst nach Absprache)Wie kann ich bei #hand2hand mitmachen?Das ist einfach: Du kannst selbst etwas herstellen (hier gerne etwas, das man nicht überall schon kaufen kann), backen, nähen, klöppeln, unterwassermundtuften, handwerklich bewerkstelligen, dann überleg Dir bitte was es sein könnte.
  • schreib mir bis zum 11.11.2018 eine E-Mail an meggyver@gmx.de mit dem Betreff „hand2hand“ und Deinem Nick/Twitternamen und sag mir bitte konkret, was Du beitragen möchtest (vielleicht hast Du bereits Bilder, die Du anhängen kannst) – bitte nicht über Twitter, WhatsApps, etc – nur über Mail, damit ich niemanden übersehe und den Überblick behalten kann 🙂
  •  bedenke bitte, dass Dein Werk im Dezember versandfertig sein muss, damit der glückliche Ersteigerer noch in der Weihnachtszeit Deine Besonderheit in den Händen halten kann
  • Du übernimmst die Herstellung, den Versand (Inland), die Bilder & Text, den Du mir bis Ende November zur Verfügung stellen musst, damit ich die Auktion bei eBay einstellen kann
  • Ich melde mich bei Dir nach dem 11.11. mit einer Zu- oder Absage
Ich sorge dafür, dass die Auktion pünktlich online geht, teile sie über Twitter, teile Dir nach erfolgreich beendeter Auktion den Namen des Glücklichen mit und Du versendest innerhalb von 3 Tagen Dein wundervolles Werk ❤ Heimatstern erhält sein Geld direkt vom Käufer.Wie wird ausgewählt, wer mitmachen kann?Es gibt 24 Türchen. Die Erfahrung der letzten beiden Male zeigte, dass es mehr Anfragen gab, doch auch dieses Jahr wird es ein klassicher 24-Türchen-Kalender. Ich wähle aus allen Vorschlägen aus, stets bemüht, eine bunte Mischung an den Start zu bringen. An der Stelle möchte ich um Dein Verständnis und Vertrauen bitten, dass ich nach bestem Wissen und Gewissen auswähle und durchaus auch Angebote leider ablehnen muss, wenn ich z.B. 5 Fotokalender angeboten bekomme oder der Erfahrung nach sagen kann, dass es nicht passt. Bitte sei nicht sauer oder enttäuscht, denn auch wenn das hart klingen mag, es geht an der Stelle nicht um persönliche Präferenzen, sondern eine möglichst vielfältige Mischung, die den unterschiedlichen Interessen gerecht wird. Wenn ich Dein Angebot ablehne (was nicht persönlich ist), kannst Du es dennoch über Twitter anbieten, wie es manch anderer bereits auch tut, nur bitte verwende hierfür nicht den #hand2hand – danke für Dein Verständnis. Ah, und *schweigefuchs* bis Dein Türchen online ist 😬 Wie komme ich an diese tollen Sachen?Jeden Abend (beginnend am 30.11.) gegen 21 Uhr stelle ich ein Türchen live, dieses kannst Du auf meinem Twitter-Profil sehen. Das Türchen kommt in Form einer eBay-Auktion. Du brauchst also ein eBay-Konto und ein PayPal-Konto, denn das Geld geht danach direkt an Heimatstern e.V. Nachdem Du ein Türchen ersteigert hat, zahlst Du innerhalb von 24h an die bei eBay hinterlegte PayPal-Adresse (Heimatstern) und ich gebe Deine Anschrift an den Versender. Es fallen bei eBay keine Gebühren an, da ich mich mit dem Konto bei eBay Charity beworben und angemeldet habe – danke nochmal hierfür, eBay! ❤Warum sollte man so viel Geld für ne Mütze/Zeichnung/Kekse, etc. ausgeben?Musst Du nicht 🙂 Das ist die eine Sichtweise. Eine Freundin hat das sinngemäß folgendermaßen beantwortet: In erster Linie hilft man mit einer Spende Gutes zu tun und bekommt noch etwas Wundervolles dazu ❤Ich habe weder eBay noch PayPalDas macht nichts, wenn Du helfen möchtest, kannst Du das tun indem Du
  • Die Türchen jeden Tag bei Twitter teilst (retweetest) und Deinen Freunden und Bekannten von der Aktion erzählst (über WhatsApp, bei Facebook, E-Mail, Luftpost, Flaschenpost (nur bei genügend Strömung), etc.
  • direkt spendest – und hier gibt es viele einfache Möglichkeiten, z.B. über eine Amazon-Wunschliste, die Heimatstern nach Bedarf immer wieder aktualisiert
  • Indem Du z.B. Deine Einkäufe bei Amazon über Amazon Smile machst und dort Heimatstern hinterlegst, so zahlt Amazon eine Spende für jeden Deiner Käufe
  • eine der vielen anderen Möglichkeiten nutzt
Kann ich das steuerlich absetzen?Ja, wenn Du zu einem der glücklichen Käufer gehörst, wird Dir Heimatstern auf Wunsch eine Spendenquittung ausstellen. Falls es noch Fragen gibt, gerne hier in den Kommentaren oder über Twitter ❤ Ich freue mich sehr auf #hand2hand 2018 Meg Wer Interesse hat, kann hier nachlesen, wie #hand2hand 2017 gelaufen ist und 2016. Danke MelanieGywer für den Header!  

#coffeetalk: Kaffee predigen und Latte trinken.

40 Milliarden Strohhalme wandern in Deutschland pro Jahr in die Tonne, und das für die ca. 500 Sekunden die wir brauchen um ein Getränk in uns hinein zu schlürfen.

#nostrawpleasechallenge

Wisst ihr, das schwierigste ist, Menschen/Freunde darauf anzusprechen, man will ja nicht als so’n „Öko“ gelten. Habe ich bisher gedacht. Jetzt nicht mehr, ich bin kein Öko, mir liegt etwas an dieser Welt und Strohhalme und Einwegbecher sind MIST.

Also werde ich es ansprechen.