#coffeetalk: Kaffee predigen und Latte trinken.

40 Milliarden Strohhalme wandern in Deutschland pro Jahr in die Tonne, und das für die ca. 500 Sekunden die wir brauchen um ein Getränk in uns hinein zu schlürfen.

#nostrawpleasechallenge

Wisst ihr, das schwierigste ist, Menschen/Freunde darauf anzusprechen, man will ja nicht als so’n „Öko“ gelten. Habe ich bisher gedacht. Jetzt nicht mehr, ich bin kein Öko, mir liegt etwas an dieser Welt und Strohhalme und Einwegbecher sind MIST.

Also werde ich es ansprechen.

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Die Macht der Worte.

Seit ca. zwei Wochen bin ich in einer WhatsApp-Gruppe zum Thema „25-jähriges Stufen-Treffen“ und werde täglich mit Bildern konfrontiert aus der Zeit, in der unsere Mode-Vorbilder BROS, Guns’n’Roses, NKOTB, East 17, Sandra, OMD, Backstreet Boys, Take That, Spice Girls, CITA, Roxette, Soundgarden, Michael Dudikoff, Dolph Lundgren waren und bei mir später noch recht krass die Techno-Szene, wobei man da nicht unbedingt von Mode sprechen kann.

Wir trugen Dauerwellen (und es sei mir an der Stelle verziehen, aber damit sah niemand gut aus, nicht man Michael Cretu), betonten blaue Augen mit blauen Lidschatten, färbten uns die Haare mindestens 1x im Monat in einer Regenbogenfarbe, scheuerten neue Hosen so lange am Bordstein auf, bis die gebraucht aussahen.

Wessen Eltern Kohle hatten, der trug lässig eine Bree-Ledertasche, die natürlich nach 1 Tag nicht mehr neu aussehen durfte, sondern vollgeschmiert und abgefuckt, wofür mich meine Eltern todessicher eigenhändig in einen Gulag nach End-Sibirien gebracht hätten.

Auf unserer Brust prangten Logos wie „United Colors of Benetton“, CHEVIGNON, Pepe Jeans, Chiemsee, Levi’s und die ganz zuckrigen Mädchen trugen alles von Oilily, Wir rochen nach einer Mischung aus „Impulse Mille Fleurs“, die die Kohle hatten ggf. schon CK one und nach Hormonen.

Gefühlt den halben Sommer verbrachten wir im Süßwasserspeicher des Sauerlandes, dem Möhnesee oder vor den Türen von Kneipen wie Pesel oder Kater, weil wir zu jung waren, um reinzugehen. Es sei denn, wir hatten ältere „Freunde“. Wir waren gefühlt ständig draußen. Waren wir drin, überspielten wir stundenlang CDs auf Cassetten. Die Jungs machten ihre 80er Füherscheine. bei den Mädels wichen die Mädchenräder den Mountainbikes. Die ersten trugen Chucks und man rauchte Zigaretten nach angesagten Marken und nicht nach Geschmack. Irish Pubs wurden „in“ und wir tranken Guiness und spielten Billard. An den Wochenenden tanzten wir auf Schaum- oder Popcorn-Parties.

Wir verliebten uns und brachen Herzen. Unsere Herzen wurden gebrochen und heilten wieder. Wir schrieben Liebesbriefe und bekamen welche,

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Ich hatte niemals das Bedürfnis meinem 16-jährigen Ich einen Brief zu schreiben.
Seit zwei Wochen schaue ich die alten Bilder von Klassenfahrten an und sie wecken Erinnerungen an Gespräche, an Worte, an verletzende Worte. Sie werfen einen kleinen Schatten auf die Erinnerungen, die nach Sommer, Möhnesee, den ersten Küssen auf dem Schützenfest.

Die Erinnerungen daran, dass man mir damals schon sagte, ich sei zu dick. Meine Brille sei zu dick. Meine Brüste seien zu groß, meine Füße seien zu groß, meine Ohren seien zu abstehend, meine Hände zu wurstig.

Schaue ich die Bilder heute an, schnürt es mir die Kehle zu, denn ich sehe ein glückliches, hübsches, lebensfrohes Mädchen, welches jeden Tag Rad fuhr, schwimmen ging, Volleyball spielte und ihre Kleidung nicht in Übergrößen-Geschäften kaufte. Ok, meine Kleidung war von C&A und Famila, ich trug keine Markenschuhe und hatte einen NoName-Rucksack statt einer Bree-Ledertasche, mein Mountain-Bike war von Aldi und ich trug Glasbausteine auf der Nase, aber eines war ich nicht, wenn ich mir die Bilder heute so anschaue: Dick und hässlich. Und dennoch werden mit jedem Bild diese Erinnerungen wach und sie lassen sich nicht über die Bilder legen, die ich gefunden habe. Ich war stark, ich war muskulös, ich war fit und gesund, ich war sehr gut in der Schule, ich war sogar durchaus beliebt, ich hatte einen Freund, der eine 80er fuhr und meine Lehrer mochten mich.
Und ich stand heulend vor dem Spiegel und zupfte an meinem Bauch und an meinen Brüsten, die mich anwiderten, je mehr ein Mann sie mochte. Ich hasste meine Grübchen, weil alle Familienmitglieder ihre Finger reinbohrten, ich war unsicher ob meiner Deutschkenntnisse. Wenigstens hatte mich die Pubertät insofern verschont, dass ich keine Pickel hatte.

Wahnsinn, wie viel Macht Worte haben, wenn man sich selbst noch nicht gefunden hat.
Und wie viel Macht sie immer noch haben, wenn man erwachsen geworden ist.

Bitte seid sensibler zu euren Kindern. 

Das Verhalten erwachsener Frauen auf der Bürotoilette

Es gibt eine Menge Mythen rund um dieses stille Örtchen. „Wäre es denn bloß still“, denkt sich jetzt manch eine Frau und errötet zart, den Feierabend herbeisehnend, wenn sie Zuhause auf der mit 4-lagigem Toilettenpapier schallgedämpften Toilette, umgeben von elektrischen Duftzerstäubern, Kerzen und Ladekabel endlich die „9 Pfund ohne Knochen“ rausdrücken kann.

 

 Katharina Wieland Müller  / pixelio.de

Horrorszenario im Büro:

Druck auf dem Darm und es gibt nur eine Toilette. Einhalten.
Druck auf dem Darm und es gibt nur zwei Toiletten: Einhalten
Druck auf dem Darm und es gibt 3 Toiletten: Tricky!
Sind die einzelnen Kabinen oben und unten offen: Einhalten
Sind die einzelnen Kabinen in sich geschlossen: Drauf!

Jetzt beginnt die Präzisionsarbeit und hierfür einige ausgeklügelte Techniken:

1. Einige werfen eine Menge des Toilettenpapiers in die Schüssel, um den Aufprall zu dämpfen

2. Andere ziehen während des Vorgangs mehrmals die Spülung, um die Geräusche und Gerüche zu unterdrücken

3. Wiederum andere telefonieren laut oder täuschen tuberkulöse Hustenanfälle vor – der Grund dafür konnte bisher nicht eruiert werden. Die männlichen Forscher können es nicht nachvollziehen, die weiblichen haben nur Einzeltoiletten und leugnen alles

4. Der Extrem-Fall (hier wollte die Autokorrektur Exkremfall schreiben, wobei Ex-Krem, wer hat sich diese Sprache ausgedacht?!): Diarrhoe und ich weiß nicht, ob neben Land auch Winde kommen. Also krampfe ich 20 Minuten vor mich hin und entlasse homöopathische Mengen nach und nach, anstatt einmal den Mann in mir rauszulassen und alles andere mit.

Endlich habe ich es geschafft! Ich bin so stolz auf mich, endlich wieder Mensch! Der gesamte Körper von Haarspitze bis großer Onkel entspannt. Ich bin glücklich und zufrieden. Doch dann passiert es! Ich höre, wie jemand die Tür zur Toilette öffnet und weiß, ich habe genau zwei Möglichkeiten, je nach Anzahl und Art der Kabinen (wir erinnern uns: Offen oder geschlossen)

1. Ich warte, bis die Person in der Kabine verschwunden ist und renne los, in der Hoffnung keine weitere Person betritt den Raum. Puh. Glück gehabt. Wir wissen zwar davon, wir reden jedoch nicht darüber. Der Zauber wurde bewahrt.

2. Ich bin mutig und verlasse die Kabine. Falls jemand reinkommt, rolle ich theatralisch die Augen, rümpfe die Nase, während meine Lippen mit einem dezenten Kopfnicken Richtung besetzter Kabine leise „Phieeeew“ formen und ich den Raum schnellstmöglich verlasse

Doch eigentlich wissen wir es alle: Frauen exkrementieren nicht uns das alles basiert nur auf meiner recht sonderbaren Phantasie.
Ich habe allerdings gehört, wie Männer es tun:

Sie gehen kacken. Und machen es laut.

 

Lesen Sie bald wieder:
Frauen und Raststätten-Toiletten
Exclusiv: Zu Besuch bei Freunden ohne Fenster im Bad

Spotlich wie Cartman

Für alle, die Cartman nicht kennen: Sein voller Name ist Eric Cartman, er wird allerdings nur bei seinem Nachnamen gerufen und ist ein Charakter aus der US-Serie „South Park“ und so sieht Cartman aus:

Quadratisch.
Meiner Erfahrung nach, dient Cartman als Vorlage für Mode-Designer und solche, die offensichtlich ihren Beruf bei eBay-Kleinanzeigen für letzten Preis von 20€ erworben haben und die sich auf Sportkleidung in Übergrößen, bzw. wie es schon schön heißt „plus size“ „spezialisiert“ haben. Wenn es so weiter geht, werde ich noch vielen Gänsen ihre Füße klauen müssen.

Wie ich darauf komme?

Nunja. Ich bin so eine „plus size“-Frau, die Sport macht. Für viele ist das bereits ein Oxymoron, aber lasst mich euren Horizont erweitern: In Japan gelten Sumō-Ringer als Sportler. 

Um beim Sumō erfolgreich zu sein, ist neben einer vorteilhaften Physis eine hohe Explosivität und Standfestigkeit notwendig. Deshalb müssen die Kämpfer über ausreichend Schnellkraft und Gewandtheit verfügen. So besitzen Sumōkämpfer nicht nur eine wenn auch kaum sichtbare, sehr gut ausgeprägte Muskulatur, sondern sind für ihr hohes Körpergewicht auch ungewöhnlich beweglich. Nicht wenige von ihnen beherrschen beispielsweise den Spagat. (Quelle Wikipedia)

Ich bin kein Sumō-Ringer und habe auch nicht die Figur, zum Glück, sage ich bewusst an der Stelle und möchte hiermit keinen einzigen Sumō-Kämpfer beleidigen. Denn während diese fast nackt ihre Sportart ausüben dürfen und auch sollen und müssen, muss ich mir was anziehen. Das hat rechtliche, aber auch ästhetische und persönliche Gründe.

Und hier beginnt das Trauerspiel.
Ich mache Crossfitness, gehe schwimmen, laufen und Rad fahren. Das sind Sportarten, die ich zum einen sehr gut kann, zum anderen machen sie mir in der Tat Spaß und ich kann sie mit meinem Körper ganz gut bewältigen. Ich habe starke Beine und ein recht breites Schwimmer-Kreuz, als Jugendliche habe ich Volleyball in einer Schülermannschaft gespielt und stärkte meinen – durch damals zu große und zu schnell wachsende Brüste – in Mitleidenschaft gezogenen Rücken durch Schwimmtraining. Meine Waden sind sehr stattlich, da ich früher sehr, sehr, sehr viel Rad gefahren bin – also damals vor dem Führerschein. Und erstaunlicherweise gibt es Muskeln, die sehr anhänglich sind und bleiben. Waden, z. B.,  während in den Armen Pudding fließt.
Dabei esse ich nicht mal welchen, ohne jetzt die Debatte über Pudding-Haut oder nicht anzetteln zu wollen.

Um all diese Sportarten ausüben zu können, brauche ich Kleidung. Funktionskleidung. Denn dicke Menschen schwitzen. Sie schwitzen sogar ein wenig mehr als dünne Menschen, Oder früher. Oder intensiver. Oft ist es Angstschweiß vor dem Sport, Versagerangstschweiß währenddessen und dann das übliche Nachschwitzen, was den Rest des Tages vonstattengeht. Alles nicht sehr lecker, aber hat man Funktionskleidung, wird all dieser Schweiß wie durch Magie vom Körper weggebeamt und verpufft geruchlos in den Weiten der Galaxien, während die Haut angenehm kühl und trocken bleibt. It’s all magic.

Diese Magie halten jedoch die Mode-Designer gerne von den Dicken fern. Vermutlich ist es viel zu teuer, all diese intelligenten Stoffe in diesen Mengen und Größen herzustellen, weshalb man lieber die dumme, alte Baumwolle nimmt. Versteht mich nicht falsch. Baumwolle ist toll, olé olé Baumwolle, wenn es darum geht, nur das beste an die Vagina zu lassen: Bio-Baumwolle (auch wenn ich mich immer frage, wo all diese Baumwolle zur Hölle angebaut wird, wenn alleine C&A schon fast alles aus Bio-Baumwolle anbietet für 7€)

(Quelle C&A, mehr darüber hier)

Niemand, der ausgiebig Sport treibt und dabei schwitzt, möchte 100% Baumwolle auf seiner Haut in jeder Falte kleben haben. Mal abgesehen davon, dass man jeden Schweißfleck sieht, die Haut feucht und kalt ist, man schneller friert und riskiert, krank zu werden – es sieht auch noch bescheuert aus. Und entgegen vieler Meinungen über dicke Menschen: Ich möchte auch dabei halbwegs gut aussehen und nicht wie der biggest loser Cartman.

Nun schauen wir uns mal an, welche Anbieter von Sportkleidung in großen Größen auch Funktionskleidung anbieten (hier geht es nicht um den Geschmack, was die Kleidung angeht, sondern das blanke Vorhandensein):

Ulla Popken – der No. 1-Anbieter für große Größen und leider auch überwiegend für Muster, die man aus Filmen wie  „Schreck – die tollkühne Tischdecke“, „MegFitty feat. Zelte-Weber“ oder „The Time Machine – was an aus Gardinen sonst noch machen kann“ bekannt ist.

Nichts desto trotz bietet Frau Popken nach Jahren des Baumwoll-ElDorados endlich auch Funktionskleidung an. Die Auswahl ist recht groß, allerdings würde ich gerne verstehen wollen, warum bei Kleidung, die recht oft genutzt und strapaziert wird, überall Glitzer-Steine, Ziersteinchen oder Schriftzüge/Applikationen drauf sind, die womöglich ein kleines Mädchen gerne auf dem Shirt hätte, weil es nicht lesen kann.

Warum mich das so nervt? Folgendes Szenario – und das ist eine rein persönliche Erfahrung basierend auf meinem recht kleinen Selbstbewusstsein: Wenn es mir nicht gelingt, vor der Arbeit eine Runde laufen zu gehen, wenn alle Hater schlafen oder im Stau stehen, riskiere ich es Menschen zu begegnen, die einen nicht nur freundlich anlächeln, sondern auch einen blöden Spruch abgeben, was dazu führt, dass das kleine Selbstbewusstsein noch kleiner wird und die kommenden Wochen mit dem Arsch auf dem Sofa bleibt. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die gerne mit ihrem Aussehen auffallen, das ist schwer genug, denn ich habe viel Aussehen – umso wichtiger ist mir, dass ich nicht vom Weiten blinke, glitzere und mich in der Sonne spiegele, wie eine Glitzer-Discokugel-Lawine auf dem CSD!

Pluspunkt: Es gibt Fitness-Videos in denen eine Frau turnt, deren six pack einem nicht gleich den Gersten-Smootie danach im Hals steckenbleiben lässt.

Erstaunlicherweise bietet auch der Kaffeeröster Tchibo Sportkleidung an. Ok, so überraschend ist das nicht. Was bieten sie nicht an? Leider, leider, leider entsprechen die Größen, die Tchibo zugrunde legt irgendwelchen phantastischen Größen, denn weder passen mir die Schuhe, die sie anbieten, noch die Kleidung. Was ich allerdings hervorragend tragen kann, sind die Schals und die Muffinförmchen!
Liebe Tchibos, ich habe unzählige Male bei euch bestellt, voller Hoffnung – doch leider ist meine Erfahrung, dass ihr weder die Größen richtig kennt, noch die Bedürfnisse von Menschen, die jenseits der Gr. 40 tummeln. Dabei wäre es so einfach, diese herauszufinden, wenn ihr die sozialen Netzwerke nutzen würdet. Zum Beispiel. Und noch ein Tipp: Große Größen bei BH heißt nicht nur Körbchen-Größe Z, sondern auch ein passender Umfang, der die Möpse halten kann.

H&M – herrjeh. Was ist bei euch schief gelaufen? Es gab Zeiten … aus welchen ich noch 2 Sporthosen habe und 2 T-Shirts, die mittlerweile gut 6 Jahre alt sind und nach wie vor großartig sitzen. Bestelle ich heute Sportkleidung in den Größen oder andere Kleidung, überprüfe ich meine Bestellung nach Erhalt 2x, weil ich das Gefühl habe, falsch bestellt zu haben. Wie kann es denn sein, dass eure Größen auf dem Zettel gleich geblieben sind, aber der Stoff immer weniger wird? Es gibt Hosen in meiner Größe, da bekomme ich die Wade nicht durch. Lege ich eine Hose in der gleichen Größe von vor 4 Jahren daneben, passt sie einwandfrei.

Andererseits, wenn ich sehe, wie ihr mich gerne seht, bin ich mir eh nicht sicher, ob ihr mich liebt habt:

Quelle: H&M 

Es gibt unzählige Beispiele, die keine guten sind. Und in Zeiten von Social Media wundere ich mich jedes einzelne Mal, warum sich die Modeindustrie nicht das abschaut, was die Beauty-Industrie so wundervoll vormacht: FRAGEN. Die Menschen, für die man die Produkte herstellen möchte, fragen, WAS sie wollen? Was ihre Bedürfnisse sind? Was die pain points sind? Das ist eine enorme Zielgruppe von Meinungsmachern!

Um jetzt aber noch 1 tolles Beispiel zu nennen, bevor ich zu einer großen Enttäuschung komme:

André Kossmann, selbst ein Sportler, hat sich mit einem eigenen Label selbstständig gemacht. Er bietet Laufkleidung & Funktionskleidung an.

Seine Kollektionen werden in Deutschland und Ungarn gefertigt, die Materialien für die funktionelle und hochwertige Runningbekleidung stammen aus Deutschland und Europa. Mit seinem Credo für Qualität, Passform und Verarbeitung fühlt sich Kossmann dem Prinzip der Nachhaltigkeit verpflichtet.
(Quelle)

Ich habe seine Marke in einem kleinen Laufladen in Bad Neuenahr-Ahrweiler entdeckt, wo ich all meine Laufschuhe gekauft habe, denn man wird dort von Sportlern und Orthopäden sehr individuell beraten.
Ich nahm mit André Kontakt auf, weil ich eine Laufjacke und Laufhose in einer bestimmen Länge haben wollte. Sowohl die Ärmel der Laufjacke als die Beine der Hose waren zu kurz. André stellte sie passend her. Außerdem hatte er in seinem Sortiment Laufkleidung bis Gr. 48 – für Damen. Das hatte er leider nicht lange, denn die Damen waren nicht bereit, 60-80€ für eine Hose auszugeben, die bei mir jetzt mehr als 6 Jahre hält. Bevor er das Sortiment eingestellt hat, gab er mir Bescheid und ich kaufte einige Kleidungsstücke auf, die ich bis heute trage und liebe.
Kein Pilling, keine offenen Nähte, keine anderen Knübbelchen, Passform nach wie vor 1a – danke André, dass Du es versucht hast ❤

Und nun komme ich zu Nike – einer Marke, die mit großartigen Menschen Rekorde gebrochen hat (LeBron James, Michael Jordan, Kobe Bryant, Neymar, Lewandowski, Scharapowa, to name a few …) und seit den 70er Jahren existiert. Eine Menge Zeit, um Erfahrungen zu sammeln, sich zu entwickeln und ich glaube, das machen sie echt, echt gut.

Nike ist seit 1989 weltweit führender Sportartikelanbieter. Nike kam Anfang 2017 auf eine Marktkapitalisierung von 91,2 Milliarden US-Dollar, womit es zu den 100 wertvollsten Unternehmen weltweit zählt. (Quelle)

Nun hat Nike endlich auch Sportkleidung für Frauen in „Großen Größen„. Ich habe lange gewartet, bis ich dort was bestellt habe. Ich bestellte 2 Shirts, ein Longsleeve und 2 Hosen. Eine lange Sporthose (Leggings) und eine 3/4 Hose. Wie ich so bin, bestellte ich mal „vorsichtshalber“ eine Nummer größer. Nike definiert die Größen folgendermaßen:

Quelle

Als ich diesen Satz las: „Unsere Produkte in großen Größen sind nicht einfach nur „größer“. Ihre Proportionen wurden an die Maße des Körpers angepasst (Größe 1X bis 3X)“ war meine Freude so groß! Endlich richtige Sportkleidung! In richtigen Größen! Aus richtigen Stoffen!

Ich packte das erste Shirt aus und fühlte den Stoff. Ganz okay, aber nicht so, wie ich es erwartet habe oder von anderen Nike-Stoffen kenne (in normalen Größen). Was mir zuerst auffiel: Es war breiter, als es lang war. Woran dachte ich also sofort? Richtig:

Ich zog es an. Es schloss knapp unter meinen Nabel ab. Hoch die Hände, das war’s für Sehende.
Breite(re) Schultern aufgrund der Schnittform, runder, recht hoher Halsausschnitt und dann so kurz.
Das zweite Shirt: Same drama.

In die Hosen passte ich nicht rein, obwohl ich der Größe nach keine Probleme haben dürfte. Enttäuschung. Fast so groß wie damals bei Puma.

Quelle 

Echt jetzt? Bedeutet #bodypositivity , dass dicke Frauen immer weniger Stoff tragen? Wozu dann noch das ‚Leibchen‘, außer ggf. für ein ‚sexy‘ Bild? Damit ich ständig an den Fetzen rumzuppele? Nach 1h Sport kann man mich auswringen: Wo ist der Stoff, der den Schweiß von der Haut transportiert? Wohin mit meinem Bauch? Warum zur Hölle holen sich diese namhaften Marken nicht endlich ein paar Frauen meines Formats und fragen nach deren Bedürfnissen und ‚Problemen‘?!

Ich würde gerne wissen, ob Nike jemals die Sportkleidung der Sumō-Ringer als Sponsor fertigen könnte …

P.S. Ich habe heute aus Neugierde 3,80€ investiert und eine Weight Watchers-Zeitschrift gekauft, die ein „Fit in den Frühling“-Beileger drin hat.

„20 Seiten Fitness-Sonderheft Extra. Exclusiv: Anleitung zu Ihrer flexiblen 5 km-Challenge“- ah, dachte ich mir, da werden sie sicher auch mal zeigen, was man dafür so anziehen könnte. Tun sie, sie sagen, dass man einen Sport-BH anziehen soll und Nike-Schuhe. Ah, und eine Vaude-Radlerhose (die gibt es immerhin bis 48, sonst ist alles auf deren Seite drunter).
Die WW-Zeitung ist für mich ein Wachturm für die Dicken – immer wieder kauen sie Dir vor, was Du essen darfst, seitenlang sagen sie Dir, mit welchen Lotionen Du Dich salben sollst, damit der Speck schmilzt. Was Du dabei tragen könntest, wissen nicht mal sie. Aber dafür liegt ein Abklatsch eines „Klingel“-Katalogs dabei. Mit „Klingel“ assoiere ich kittel- und sackartige Kleidung für Großmütter. Und die junggebliebene 60-jährige. Nur dass ich das nicht mal mit 80 anziehen würde. Aber immerhin bieten sie seit 1976 „zeitlose Dessins“ an … und so sehen sie auch aus.

Quelle: DW-Shop

Fasten yourself.

Bald ist es wieder so weit: Millionen von Menschen werden versuchen, 40 Tage lang auf etwas zu verzichten, das sie seit ihren letzten Vorsätzen vor 6 Wochen schon wieder verworfen haben.

1/5 der Deutschen will in der Zeit den Wagen öfter stehen lassen, fast 1/4 will weniger ins Internet gehen und/oder grundsätzlich den Computer benutzen. Rund 2/3 wollen eh weniger online sein und sich dafür mehr mit Freunden und Familie treffen – (hoffentlich gehören diese auch zu den 2/3 ;)), dann kommen die meisten mit dem Verzicht auf Nikotin, Zucker, Alkohol und Fleisch.*

Also das Übliche, was man sich schon zum Neujahr vornimmt, was dann allerdings für das gesamte Jahr gelten soll und dann kommt diese Fastenzeit, nur 40 Tage, das ist doch eine machbare Challenge! Man hat der Umwelt was Gutes getan, einem Schwein/Huhn/Rind das Leben gerettet und kann sich dafür etwas auf das imaginäre Karma-Konto schreiben.

Ursprünglich wird das Fasten als freiwilliger Verzicht auf feste Nahrung definiert und ist auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt. Normalerweise wird für fünf bis zehn, manchmal aber auch für 14 Tage gefastet. Man müffelt dann, ist schlecht gelaunt und erzählt allen, welch großartige Erfahrung das ist, wenn man endlich Geist und Darm so richtig durchgefeudelt hat. Zack sind 5-10 kg runter und die Glückshormone peitschen einen schon morgens die gute Laune ins Gesicht.

Ich habe heute auf Twitter gefragt,  worauf die Menschen ab Aschermittwoch verzichten werden. Keine Überraschungen, aber in der Tat ein Trend in der Hinsicht, dass man es leid ist, zu verzichten. Das Leben sei kurz genug, Verzicht ist oll, was soll der Scheiß, wir entbehren doch schon andauernd,  etc.

Ich finde, dass 40 Tage in der Tat ein guter Zeitkorridor ist, um sich zu challengen, um bestimmte Verhaltensweisen/Denkmuster zu „fasten“, sich bewusst in diesem Zeitrahmen ein Ziel zu setzen um sich selbst richtig herauszufordern und sich mit sich selbst intensiver und bewusster zu beschäftigen. Sich selbst bestimmten Situationen aussetzen und das eigene Verhalten zu reflektieren.

Letztes Jahr schrieb ich bei Facebook:

40 Tage weniger Selbstzweifel.
40 Tage weniger Selbsthass.
40 Tage kein Twitter (ihr dürft hier bei Facebook nicht entfolgen, wir sind Freunde!)
40 Tage kein Zucker.
40 Tage mehr Selbstakzeptanz.
40 Tage mehr Bewegung.

Eine Menge Ideen habe ich im Kopf, aber ich möchte was anderes machen. Mich darauf besinnen, wie gut es mir geht. Jeden Tag einer Tatsache bewusst werden, welch ein privilegiertes Leben ich führen darf.

40 Gründe dankbar zu sein.

Außerdem werde ich jeden Tag 1€ in eine Dose werfen und das Geld am Ende der Fastenzeit an Heimatstern spenden und jeden Tag einen Menschen auf das Thema und den Verein Heimatstern ansprechen.

*Quelle

Danke <3

Letzte Nacht fiel mir siedend heiß ein, dass ich mich gar nicht richtig bedankt habe bei allen, die bei der #hand2hand Aktion mitgemacht haben.

In erster Linie bei allen, die Zeit und Geld investiert haben, um wundervolle Dinge zu erschaffen, die andere zum wohltätigen Zweck ersteigern konnten. Danke dafür, dass jeder einzelne so mitgefiebert hat und sein ohnehin schon sehr großzügiges Geschenk nochmal hier und da gepimpt und customized hat – es war mir eine Freude diesem Treiben, der Freude, der Euphorie beiwohnen zu dürfen ❤

1. Türchen: Dangercat Originale von @GywerMelanie: 308,10€

2. Türchen: Minimalisten-Paket von @bellarama01: 71€

3. Türchen: Kosmetiktäschen mit Herz von @sandralotthh: 35,50€

4. Türchen: Gequilteter Tischläufer von @LiveofTwins: 110,99€

5. Türchen: Sternentasche von @flysig: 151€

6. Türchen: Handwerker-Tag von/mit @RebootProcess: 267,67€

6a. Türchen: Spende der Deutschen Telekom AG: 200€

7. Türchen: Granatapfel von @Tur_quoise1: 96€

8. Türchen: Fotokalender von @ufdieblende 162€

9. Türchen: Exklusivpaket von @daskritzelt 1025€

10. Türchen: Puppe von @Regenbogenmutti: 131€

11. Türchen: Wellness-Paket von @mdeHummelchen 140€

12. Türchen: Knutis von @DasDingHut: 82€

13. Türchen: Genuß-Spektakel von @steuerdany 201€

14. Türchen: 3EckKissen von @pupseengel 145€

15. Türchen: Tasche von @MissSchmaguelze75,62€

16. Türchen: Tuch von @haekelelse: 113€

17. Türchen: Stollen von @Das_E_131€

18. Türchen: Aquarelle von @wellenart: 461€

19. Türchen: Backkunst von @SchlimmeHelena: 225€

20. Türchen: Poncho von @froschdomse: 202,57€

21. Türchen: Kekse von @GalacticTimmy: 190€

22. Türchen: Zeichnung von @MikasAtelier 321€

23. Türchen: Skateboard von @Viel_Davon: 162€

24. Türchen: Kalender von @dieHalbzarte: 243€

Danke an die, die es ersteigert haben – die sehr viel Geld gespendet haben für den besten Zweck der Welt und dafür auch noch liebevoll hergestellte Unikate bekommen haben. ❤

Danke an jeden, der die Aktion in der Zeit durch Retweets geteilt hat – auf allen Netzwerken ❤

Danke an eBay Charity dafür, dass ihr die Aktion in eure Orga aufgenommen habt und ich dafür keine Gebühren zahlen musste.

Danke an Heimatstern dafür, dass ich euren PayPal-Account nutzen durfte und somit weniger Gebühren anfielen und der größte Teil bei euch angekommen ist.

Danke für all die lieben und unterstützenden Worte. Für eure Hilfe, Kritik, Anregungen und dafür, dass es möglich war, 6.000€ an Heimatstern zu übergeben.

Danke dafür, dass ich jetzt schon im Februar mind. 10 neue Angebote habe … 😀


Meg

Hör auf zu motzen!

Jeder der mich kennt, weiß …

Das sollte der ursprüngliche Anfang für den Beitrag sein. Je länger ich jedoch darüber nachdachte, musste ich feststellen, dass aus dem Wunschdenken eine Floskel geworden ist.

Deshalb fange ich anders an:

Im Laufe unseres Lebens entwickeln wir sehr viele Eigenarten und Spleens. Das ursprünglich weiße Blatt, das wir mal als Kinder waren, füllt sich mit Strichen und Schnörkeln und Fresken und Labyrinthen und Strichmännchen. Manchmal sind klare Linien zu erkennen, dann sieht es wieder so aus, als wäre an einem Punkt im Leben der Stift abgebrochen, die Farbe verblasst, die Hand unsicher.

Fakt ist, wir lernen. Jede Stunde, jeden Tag unseres Lebens lernen wir dazu. Das führt unweigerlich dazu, dass wir uns verändern und durchaus unsere Meinung, Vorlieben, Einstellungen, Abneigungen ändern und justieren. Manch einer tut das gefühlt andauernd, andere brauchen dafür länger anhaltende Prozesse. Alles hat seine Berechtigung, alles ist legitim.

Es gibt Menschen, die irgendwann Rosenkohl probiert haben und feststellten, dass sie Rosenkohl abscheulich finden. Seitdem sind 30 Jahre vergangen und sie haben nie wieder Rosenkohl probiert und werden es auch niemals mehr tun.

Es gibt Menschen, die irgendwann Rosenkohl probiert haben und feststellten, dass sie Rosenkohl abscheulich finden. Danach probierten sie immer wieder mal – einige davon mochten ihn irgendwann, weil er besonders toll zubereitet war (und man seinen eigentlichen Geschmack nicht mehr wahrnahm) und andere, die ihn immer noch abscheulich finden, aber immer wieder probieren werden.

So weit, so Menschen.

Ich meiner DNA wurde sehr viel Zufriedenheit und Glück verbaut. Ich bin ein sehr zufriedener Mensch, rege mich grundsätzlich nicht über Sachen auf, die ich nicht beeinflussen kann und finde es auch zeitraubend (z.B. das Wetter oder die Dummheit der Menschen, Homöopathie oder Dinge, die längst in den Brunnen gefallen sind). Ich ziehe meine Schlüsse, das ja. Spare mir jedoch die Lebenszeit für das Jetzt und das Morgen.

Neuerdings höre ich öfter Kritik an meinem Verhalten und an meinem Denken und DAS hat mich zum nachdenken gebracht, denn wie kann ein sehr glücklicher Mensch so anecken?

1. Immer regst Du Dich über Mode für Dicke auf.

Ich rege mich darüber auf, dass Menschen, die sich Designer nennen, ihren Job nicht richtig machen.
Die mein Geld haben wollen für Kleidung, die weder richtig sitzt, sich angenehm anfühlt und eigens den Zweck erfüllt, nacktes Fleisch zu verdecken. Auch wenn dieses danach nicht von einem 7,5-Tonner zu unterscheiden ist. Und ich habe nicht vor damit aufzuhören und mich damit zu begnügen, wenn und dass mir etwas passt. Ich möchte kein billiges Plastik von BonPrix an meiner Haut, weil es das in meiner Größe gibt. Ich möchte das GUTE Zeug, aber so, dass es gut passt.

2. Nie hörst Du auf meine Diät-Tipps

Alleine darüber könnte ich Bücher schreiben. Keine Sorge, ich kann meinen Kram im Kopf auch ohne Bücher verarbeiten. Ich lese keine Zeitschriften mehr, die für Frauen gemacht werden (außer BARBARA, outing), weil ich es leid bin, dass andauernd jemand meinen Körper bewertet und meint mir vorschreiben zu müssen, wie ich auszusehen habe. Das ist so unfassbar langweilig, so viel Langweile kann ich gar nicht zusammenkratzen, wenn ich mein Jahrespotential sammeln würde. Und ja, dazu gehören auch Freunde und Familie. Du willst Deine 23. Diät machen, weil Du mit den 22 davon auch schon abgenommen hast? Ich bin sicher, Du findest den Fehler alleine.
Mehr verbrennen als essen. Das ist das ganze Geheimnis und ich brauche meine Lebenszeit für Urlaube, ein gutes Buch, einen Spaziergang am Rhein, Klönschnack mit Freunden beim ESSEN, statt für das Zählen von Kalorien und Punkten und Quinoa-Körnern.

3. Nie gibst Du Dich zufrieden mit dem, was Du hast

Blödsinn. Es geht beides: Zufrieden sein und nach Neuem/Verbesserung streben. Das eine schließt das andere nicht aus. Ich lebe in einer wunderschönen Wohnung, die ich dennoch immer wieder verändere. Wie auch meine Haarfarbe, meine Reisen, mein Auto, meinen Anspruch an Konsumgüter.
Und ich höre mehr auf meine innere Stimme, denn ich habe ihr erlaubt, lauter zu werden.
Ich schlucke nicht mehr so viel runter, sondern lasse meine Mitmenschen wissen, wenn ich ihre Worte als verletzend oder populistisch, rassistisch und dumm halte. Und nehme es in Kauf, dass eine Freundschaft entweder damit klar kommt oder daran zerbricht.
Das „komplizierte“ am älter werden ist, dass die Menschen unterschiedlich reifen und sich verändern. Damit ecken sie mit der Zeit öfter an – auch an ihre Freunde. Ich bin der Meinung, dass eine Freundschaft das aushalten muss und eine neue Sichtweise auf den alten Freund zulassen muss, damit sie noch intensiver und bereichernder werden kann.

Würde ich einer Freundin sagen, dass sie in dem Kleid/Hose „unvorteilhaft“ aussieht? Kommt darauf an. Würde ich einer Freundin sagen, dass mich ihre Worte verletzen? Ja.

4. Du verplanst das Leben ohne Rücksicht auf andere. 

Ja.

 

Vorschlag: Wenn Du das nächste Mal die Lebens- und Handlungsweise von jemandem verteufeln, kritisieren, bashen möchtest, weil sie so ganz anders ist als Deine: Halte inne und frag stattdessen neugierig nach dem Grund. Ich bin sicher, es hilft Dir dabei, Deinen Horizont zu erweitern.